KSV Germania Krefeld 1891 e.V.

KSV Germania Krefeld 1891 e.V. Der beste Ringerverein in NRW.

Interview mit deutschen Ringer-Meister Yassin ChopanYassin Chopan wird in der Vorwoche deutscher Meister in klassischen ...
21/06/2026

Interview mit deutschen Ringer-Meister Yassin Chopan
Yassin Chopan wird in der Vorwoche deutscher Meister in klassischen Ringen bei den Jugendlichen (wir berichteten). Ich komme zum ersten Training nach seinem Triumph in die Halle, um ihn zu Interviewen.

Seine Trainingskameraden stehen schon Stramm, aufgereiht wie die Soldaten. Ein Empfangskomitee aus dreißig wartenden Athleten. Als Yassin hereinkommt, fangen alle an, frenetisch zu applaudieren. Ein Gänsehautmoment. Die Leute schauen ihn anerkennend an. Die Kleineren blicken mit Ehrfurcht zu ihm hoch. Sogar bei den größeren kann man Bewunderung erkennen. Ein paar neidische Blicke sind sicher auch dabei. Dass liegt in der Natur der Dinge.

Der Vorsitzende Jochen Haeffner gratuliert und hält eine kurze Rede. Vom historischen Erfolg schwärmt er, denn so ein Titel wäre ein Meisterstück der ganz ganz besonderen Art. Eine Leistung, die aus eisener Disziplin und begnadeten Talent herrührt. Das macht Haeffner gut, die Leute kriegen feuchte Augen.
Cotrainer Mert Simsek, der live in Hösbach dabei war und seinen Teil zum Erfolg beigetragen hat, findet weitere lobende Worte. Dann wird Yassin mit einem dreifachen Kraft Heil entlassen, er rennt mir in die Arme. Ich belagere ihn zugleich, um ihn zu Interviewen.
Nach einer Gratulation frage Yassin als erstes, wie es zu der Diskrepanz zwischen seinen Vorkampfergebnissen und dem Finalkampf gekommen ist. Denn im Vorkampf hatte er alle technisch überlegen weggeklatscht, unter anderem gegen Nick Preuß vom SC Dynamo Hoppegarten aus Brandenburg. Im Finale dann musste er aber gegen Preuß dann nochmal kämpfen. Jetzt schafft er nur noch einen knappen 5:3-Punktesieg. Was sehr ungewöhnlich ist.
Er meint hierzu, es war ein Sicherheitskampf, er wollte seinen Vorsprung nur noch halten und kein Risiko eingehen.
Klar, das könnte so sein. Aber ich denke, er war vielleicht einfach nur platt. Zumal er mir erzählt, dass er 6 Kilo abtrainieren musste. Da wäre es nur zu verständlich.
Umso bemerkenswerter ist diese Leistung, physisch und psychisch ebenfalls. Zumal er noch vor einem Jahr selbst bei den NRW-Landesmeisterschaften als Kanonenfutter verwurstet wurde. Hier erreichte er lediglich eine Platzierung im unteren Mittelfeld. Und heute ist er der allerbeste von den allerbesten der 16 Bundesländer! Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen.
Dieser Leistungssprung kommt aber nicht von ungefähr. Denn er trainiert jeden Tag auf der Matte, er hat auch schon verschiedene Trainingslager im Irak und in der Türkei absolviert. Und auch zum Gewichtabtrainieren hat er sich schon einen Monat vorher informiert, seinen Ernährungsplan umzustellen. Auf diese Art hat er diese Hungertortur unbeschadet überstanden. Also ein 100-prozentiger Profi.
Ich warne seine Mutter Ani, die auch beim Training ist: Wer so unfassbar gut anfängt, hat es naturgemäß schwer, später noch eine Schippe draufzulegen. Denn wie will man den deutschen Meister noch toppen? Die deutschen Meisterschaften sind die kleinen olympischen Spiele auf nationalem Niveau. Er ist also deutschlandweit ganz oben. Man kann sich demzufolge nur noch mit internationalen Titeln steigern.
Die Mutter bleibt dabei ganz cool. Denn sie weiß es und dann sagt sie es auch: Egal, Yassin ist ein Profi! Durch und durch. Dann eben international.
Sie selbst hat in Hösbach ihre Fingernägel bis aufs blanke Fleisch heruntergeknabbert, so spannend wäre die Veranstaltung gewesen. Und sie sei außerordentlich stolz auf ihren Sohn, den sie jetzt schon als ihr Vorbild in Sachen Disziplin ansehe.
Ich frage Yassin, ob er auch beim Ringen bleiben wird. Das ist bei jungen Menschen oftmals die Frage, denn es gibt in der Freizeit viele Verlockungen. Vor allem die der weiblichen Art.
Er sagt zu mir, wäre er ein Fußballer, würde er jetzt sagen: „Ich bleibe am Ball.“ Wo er aber ein Ringer wäre, müsse er es folgendermaßen formulieren: „Ich bleibe auf der Matte!“ Und auf den Boden sowieso. Er ist ein Athlet, der nicht abgehoben ist. Voll der Profi eben.
Sein Vater Achmed Chopan war gleichfalls ein griechisch-römischer Ringer. In seinem Heimatland war er irakischer Meister. Was sicher noch viel höher einzuschätzen ist als in Deutschland, da Ringen in dem persischen Land eine Volkssportart ist. Es hat einen viel höheren Stellenwert. Anfang der 2000er Jahre kam er als 23-jähriger Flüchtling nach Krefeld, wo er später in der Krefelder Oberligamannschaft gerungen hatte. In der zweiten Bundesliga konnte er nicht mehr eingesetzt werden, da er zu viel arbeiten musste. Heute führt er ein Imbissimperium in Krefeld. Pardon, ich muss mich korrigieren, es ist nur ein Planet. Zwar ein ganz kleiner. Aber ein sehr, sehr leckerer: Der Döner Planet in Krefeld.
Achmed ist heute Jugendtrainer bei Germania und schon seit Jahren ein Hauptsponsor. Die Mutter sorgt sich um den Essensstand bei Mannschaftskämpfen. Was ist diese Familie nur für eine Bereicherung für den Verein. Hoffentlich bleibt sie uns möglichst lange erhalten!

SENSATION: Yassin Noah Chopan wird deutscher Meister!Ringen. Bei der Deutschen Meisterschaft in der U14-Klasse im Griech...
14/06/2026

SENSATION: Yassin Noah Chopan wird deutscher Meister!
Ringen. Bei der Deutschen Meisterschaft in der U14-Klasse im Griechisch-Römisch in Hösbach holte dieses Wochenende der Krefelder Yassin Noah Chopan Gold. In der Gewichtsklasse bis 68 Kilo hatte Yasin die besten deutschen Ringer dieser Alters- und Gewichtsklasse bezwingen können. Man könne meinen, er wolle es schnell erledigt haben. In kürzester Zeit fegte er alle seine vier Gegner im Vorkampf technisch überlegen von der Matte. Nur im Finalkampf, in der Entscheidung um Gold, musste er sich gegen Nick Preuß über die gesamte Kampfdauer von sechs Minuten bemühen. Aber er gewann auch hier souverän nach Punkten.
Er ist damit erst der dritte deutsche Meister von Krefeld nach Dieter Tschierschke 2009 und Leyan Colac 2021. Yassin Noah Chopan setzt hiermit seiner Familientradition die Krone auf. Denn sein Vater Ahmed Chopan hatte Anfang der 2000er Jahre in der Krefelder Oberligamannschaft gerungen.

Einen sehr starken vierten Platz holte Muhammed Talha Aktas in der 80-Kilo-Klasse. Und der sechste Platz von Luke Ulrich ist noch höher einzuschätzen, weil er es mit 14 Gegnern in einer besonders stark besetzten Gewichtsklasse zu tun hatte. Zudem ist der Sohn vom Geschäftsfüher der Krefelder Germanen Andre Ulrich noch ein Jahr zu jung für seine Altersklasse, was bekanntlich in diesem Alter Welten darstellt. Hier dürfen wir auf zukünftige Erfolge hoffen.

Klaffende Lücke wird geschlossen: Hilal Türker kommt nach Krefeld!Eine weitere Problemzone in der Krefelder Ringer-Manns...
14/06/2026

Klaffende Lücke wird geschlossen: Hilal Türker kommt nach Krefeld!
Eine weitere Problemzone in der Krefelder Ringer-Mannschaft wird beseitigt. Und zwar die 59-Kilo-Frauenklasse, die die Germanen im letzten Jahr überhaupt nicht besetzen konnten. Mit diesem Missstand ist jetzt Schluss. Denn mit Hilal Emine Türker aus Köln-Mülheim konnte man ein Schnäppchen ergattern, das sich optimal in das Gefüge integriert.
Ich erhalte von Trainer Eric van Berkum die Kontaktdaten, um sie zu interviewen. Ich kenne sie nicht, ich weiß nicht mal, ob es ein männlicher oder weiblicher Athlet ist. Ich hatte im Vorfeld nur gesagt bekommen, dass es einige Neuzugänge gibt, die ich interviewen könne. Ich kann aus der Gewichtsklasse nur mutmaßen, dass es eine Frau sein könnte. Ich lasse mich einfach von dem Telefonanruf überraschen. Und bei dem, was ich am Telefon höre, scheint es sich um eine junge Frau zu handeln.
Ich stelle mich erst mal vor und frage das Übliche: Alter, Wohnort und ehemaliger Verein. Und weiter muss ich auch gar nicht mehr fragen, es entwickelt sich ein munteres Gespräch.
Sie sagt mir, dass sie 19 Jahre alt ist und in Köln Mülheim wohnt und ebenfalls dem Mühlheimer Verein angehörig war. Sie erzählt, sie kommt nach Krefeld, weil sie sich sportlich verbessern will. Und wen wundert's, weil sie die unfassbar gute Stimmung von den Krefelder Kämpfen her kennt. Das hätte sich in der Szene bereits herumgesprochen, dass da Krefeld einsame Spitze ist. Sie hatte zuerst Kontakt zu Mert Simsek und Eric van Berkum, die sich beide bei den Deutschen Meisterschaften um sie gekümmert hätten, indem sie sie berieten. Hilal war beeindruckt von der Unterstützung und dem Interesse, das ihr die zwei Krefelder zeigten.

Sie ist mit 12 Jahren zu dem Sport gekommen, ein Bruder von ihr war Ringer.
Inzwischen trainiert sie jeden Tag. Montag, Mittwoch und Donnerstag nimmt sie am Kadertraining in Ueckerath teil, ansonsten geht sie zum Vereinstraining nach Mülheim oder nach Krefeld. Sie ist letztes Jahr in der Landesliga bei Köln Mülheim in der 59-Kilo-Klasse eingesetzt worden und hat sage und schreibe 92 Prozent ihrer Kämpfe gewonnen.
Dabei sah es bei ihr als junges Mädchen erstmal gar nicht gut aus für sie: Ihr Trainer, der für kurze Zeit bei Mühlheim war, sagte ihr, Ringen wäre kein Sport für sie. Sie solle lieber zur Leichtathletik zum Laufen wechseln, sie hätte zu lange Beine.
Sie war unglaublich gekränkt über diese Aussage. Aber sie ließ sich davon nicht abhalten. Sie zeigte Trotz. Und sie wollte es dem Trainer zeigen, dass er unrecht hatte. Und das hat sie im Verlauf ihrer Karriere eindrucksvoll bewiesen.
Ich brauche nicht viel zu sagen, denn die Informationen kommen begeistert aus ihr herausgesprudelt. Dass sie heiß ist auf diesen Sport und dass sie national angreifen möchte, sogar vom deutschen Meistertitel ist hier die Rede.
Selbst als sie eine schwere Krankheit hatte, ließ sie sich nicht vom Training abhalten. Trotz diesem gesundheitlichen Rückschlag kämpfte sie sich wieder zurück auf die Matte.
Für ihre Zeit in Köln-Mülheim ist Hilal dankbar, da sie dort ihre sportlichen Grundlagen erlernt hat. Gleichzeitig sieht sie den Wechsel nach Krefeld als wichtige Chance, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln und freut sich darauf, künftig für Germania Krefeld auf die Matte zu gehen.
Es macht Spaß, mit ihr zu reden. Man merkt sie ist mit ganzem Herzen dabei. Denn in jedem Satz spürt man ihre Leidenschaft für den Sport, ihren Ehrgeiz und ihren Spaß dabei. Ich freue mich über ihren Enthusiasmus und lasse mich anstecken. Denn das kommt mir bekannt vor: Ich war ähnlich heiß auf diesen Sport. Auch wenn wir 40 Jahre auseinander sind und ich ihr Opa sein könnte, in dieser Hinsicht sind wir uns ähnlich. Auch wenn ich die kürzeren Beine haben sollte als sie! Ich freue mich schon auf unseren Neuzugang und bin gespannt, sie in echt zu sehen.
Und außerdem: Aline Focken hat auch lange Beine.

Germania: Verein der Brüder„Wir sind eine große Familie!“ Diesen Slogan predigt der Vorsitzende Jochen Haeffner nur allz...
07/06/2026

Germania: Verein der Brüder

„Wir sind eine große Familie!“ Diesen Slogan predigt der Vorsitzende Jochen Haeffner nur allzu gerne. Gebetsmühlenartig und unermüdlich gibt er ihn bei jeder Gelegenheit zum Besten. Mit ausgebreiteten Armen scheint er dabei seine Gemeinde, pardon, seine Zuhörer salbungsvoll wie ein Wunderheiler zu segnen. Es fehlt nur noch, dass er dabei Weihwasser spritzt.

Aber seine Aussage trifft wirklich in zweierlei Hinsicht zu. Erstens meint Haeffner damit die persönliche Bindung innerhalb der Gemeinschaft. Es fühlt sich im Verein tatsächlich nach Familie an. Das erkennt man an den Freundschaften, die mitunter jahrzehntelang währen. Doch seine Aussage kann durchaus auch in anderer Hinsicht so gedeutet werden, dass mehrere Kinder aus einer Familie dem Verein beitreten und die Treue halten.
So gibt es bei Germania mit der Familie Magomadov gleich sage und schreibe vier Brüder, die dem Krefelder Klub angehören: Salah, Arbi, Abdurrahman und Abdullah. Es sind gleich vier hoch talentierte Brüder zwischen 11 und 17 Jahren, die alles gewinnen, was es zu gewinnen gibt.
Das erinnert sehr an die italienische Familie Ingrassia, die in den 80er- und 90er-Jahren des letzten Jahrtausends die NRW-Mattenwelt beherrschte.
In der Krefelder Mannschaft wurden teilweise drei Brüder und zwei Cousins sowie ein Neffe dieser Familie gestellt. Hier konnte man jeweils schon im Vorfeld vier Punkte pro Ingrassia einplanen. Da war natürlich absehbar, dass man mit dieser Besetzung die Mannschaftskämpfe für sich entscheiden würde.
Und wenn ihnen der Name "Inrassia" irgendwie bekannt vorkommen mag: Kein Wunder, denn Claudio Ingassia ist bis heute als Jugendtrainer dem Verein erhalten geblieben.
Ebenfalls drei Kinder weisen die Geschwisterpaare Nola, Niklas und Leon Cremer auf. Genau so viele sind es in der Familie Chopan mit den Geschwistern Selma, Ilyas und Yassin. Sie sind die Kinder von Ahmed Chopan, der vor Jahren ebenfalls in der Krefelder Mannschaft gerungen hat te.
Die Anzahl der Brüderpaare im Verein ist schon augenfällig. Und es tritt bei den Germanen so häufig auf, dass man ohne Übertreibung wohl von einem Rekord reden kann.
Da gibt es die seit Jahren schon erfolgreichen und in der ersten Mannschaft etablierten Brüder Ben und Phillip Haeffner, Amir und Ayoub Bolakhrif.
Aber in der zweiten Reihe drängen jetzt viele weitere jüngere Athleten ins höhere Niveau der ersten Mannschaft. Und wieder sind es vor allem Brüder, die gemeinsam aus verschiedenen Gewichtsklassen angreifen, um den Etablierten der ersten Mannschaft gehörig Druck zu machen und um hartnäckig ihren Platz einzufordern. Da sind Faramarz und Shahab Karimi, zwei 57-Kilokämpfer, Flüchtlinge aus Afghanistan, die schon letztes Jahr in der ersten und zweiten Mannschaft erfolgreich eingesetzt wurden.
Dann gibt es mit Mansur und Malik ein weiteres Magomadov-Brüderpaar, das letztes Jahr als Neuzugang aus Köln-Mülheim zu uns gekommen war. Sie befinden sich allerdings schon im Erwachsenenalter und kämpfen in den höheren Gewichtsklassen 86 bis 98 Kilo sehr erfolgreich. Die beiden sind mit der anderen Magomadov-Familie mit den vier ringenden Kindern nicht verwandt.
An dieser Stelle möchte ich vor allem Mansur Magomadov würdigen, der taufrisch im April dieses Jahres die Bronzemedaille bei den deutschen U-20-Juniorenmeisterschaften in Hohenlimburg erringen konnte. Des Weiteren gibt es das italienische Brüderpaar Giorgio und Giuliano Calcaterra. Giorgio Calcaterra wurde 2024 gar italienischer Meister in der B-Jugend. Er stieg unvermittelt in die italienische Nationalmannschaft auf und man bot ihm eine Stelle bei der italienischen Polizei an.
Bei den jüngeren Nachwuchs gibt es noch die Brüderpaare Boris und Roman Ahaibirov und Adrian und Maximilian Kessler. Zudem haben wir noch ein Schwesternpaar vorzuweisen: Lea und Zoe Schiller, die Töchter von Artur Schiller. Artur hat selber noch vor zwanzig Jahren für die Germanen in der Oberliga gekämpft.
Auch auf die Gefahr hin, dass weitere Aufzählungen ermüden mögen, möchte ich es nicht versäumen, noch ein weiteres Brüderpaar vorzustellen: Eyup und Ziya Selahattin Yildirim. Die beiden Jugendlichen sind sehr ehrgeizige Ringer mit hohen Ambitionen. Eyup holte 2023 als B-Jugendlicher bei den Deutschen Meisterschaften gar den Vizemeistertitel.
Puh, das war es nun hoffentlich. Mir selbst war im Vorfeld gar nicht bewusst, wie viele verwandtschaftliche Verstrickungen es in dem Verein gibt, die Auflistung findet gar kein Ende.
Man könnte abschließend sagen, Germania ist ein durch und durch familiär verfilztes Nest. Jochen Haeffner hingegen würde es so formulieren: „Wir sind eben eine große Familie!“ Wie recht er doch hat! Halleluja.

Frisches Blut für Germania Krefeld: Mohamed CetikajaGermania erhält unerwartete Schützenhilfe aus dem Südwesten des Land...
31/05/2026

Frisches Blut für Germania Krefeld: Mohamed Cetikaja
Germania erhält unerwartete Schützenhilfe aus dem Südwesten des Landes: das junge Aldenhovener Ringertalent Mohamed Cetikaya!
Er kommt mit seinem Trainer Mohamed Zeggai nach Krefeld. Zeggai möchte uns seinen Schützling präsentieren.
Ich frage Zeggai, wie es kommt, das ein Trainer einen seiner besten Leute freiwillig an einen anderen Verein abtritt? Er meint darauf, dass man junge Talente ziehen lassen sollte, wenn es für ihr Weiterkommen und ihre Entwicklung förderlich ist.
Das wäre bei Germania der Fall: Denn Cetikaya hatte bisher bei Aldenhoven in der Landesliga gekämpft. In Krefeld würde er hingegen in einer höheren Liga eingesetzt werden.
Zwei Wochen später kommt Cetikaya nach Krefeld, um die Lizenz zu unterschreiben. Die Tinte, mit der Mohamed den Vertrag unterschrieben hat, ist noch mal getrocknet, da überfalle ich ihn. Um ihn zu interviewen. Er willigt ein.

Ich möchte das Gespräch locker angehen, es soll nicht zu förmlich verlaufen. Daher versuche ich, im Jugendjargon mit ihm zu reden. Ich will jünger erscheinen. Was mir wohl nicht so recht gelingt. Ich mache mich lächerlich, schließlich bin ich schon 63 Jahre alt.
Er hingegen antwortet mir in ausgezeichnetem, geschliffenem Deutsch, es ist fast schon druckreif, was er mir jetzt sagt: Er meint, er würde sich äußerst glücklich schätzen, der Krefelder Gemeinschaft zugehörig zu werden. Und dass er seinen Beitrag zum Gelingen des Projektes Oberliga beisteuern wolle. Er wäre stolz, in dieser Mannschaft antreten und seinen Beitrag dazu beitragen zu dürfen! Es fehlt nur noch, dass er sagt: „Ich bin ein Krefelder!“ Wie einst John F. Kennedy diesen Satz über Berlin verlauten ließ. Puh, ich muss erstmal schlucken. Er könnte glatt ein Politiker sein oder ein Diplomat. Ich staune. Woher ist er nur so medienerfahren?
Auf die Frage, warum er ausgerechnet nach Krefeld wechselt, erzählt er mir, dass er die Leute vom Krefelder Verein von vergangenen gemeinsamen Trainingslagern her kennt. Er mag die Krefelder Ringer. Vor allem wäre er schon seit geraumer Zeit mit Mert Simsek befreundet. Es scheint schon länger eine Freundschaft zwischen den Vereinen zu geben.
Zudem hat er selbst die Bombenstimmung bei den Krefelder Mannschaftskämpfen mitbekommen. Das wäre etwas ganz Besonderes!
Am eigenen Leib hatte er den Krefelder Hexenkessel zu spüren bekommen, letztes Jahr hatte er in der Landesliga für Aldenhoven gegen den Krefelder Mansur Magomadov gekämpft. Die Athmosphäre hatte ihn beeindruckt. Das wäre einmalig.
Weiter erzählt er mir, er möchte sich bei dem Einsatz in den höheren Ligen weiterentwickeln. Na, das kann er hier gerne haben.
Der 20-jährige Modellathlet soll für die 86- und 98-Kilo-Klasse im Freistil eingesetzt werden. Ich frage mich, Moment Mal, so schwer soll dieser Mann sein? Zum ersten Mal, als ich ihn gesehen hatte, trug er eine Jacke, es war es noch kalt. Ich konnte es gar nicht fassen, dass er dieses Gewicht auf die Waage bringen soll, er sah eher nach einer leichteren Gewichtsklasse aus.
Doch heute, wo er im T-Shirt direkt vor mir steht, kann ich erkennen, wie mächtig er tatsächlich ist.
Er ist groß und dabei auch noch stabil. Ob er durchtrainiert ist, kann ich nicht beurteilen. Er wird es sicher sein. Das wird sich spätestens offenbaren, wenn er sich im Ringer-Trikot zeigt.
Des Weiteren erfahre ich, dass er seit dem achten Lebensjahr bereits ringt. Sein größter Erfolg in seiner jungen Laufbahn ist die Silbermedaille dieses Jahr bei den deutschen U-20-Meisterschaften im Freistil. Und er beherrscht beide Stilarten fast im gleichen Maße. Das ist wichtig für einen Mannschaftskämpfer, wenn mal jemand verletzt sein sollte.
Von Beruf ist er Maschinenanlagenführer, was immer das auch sein soll. Ich frage lieber nicht nach, denn ich würde wahrscheinlich nichts davon verstehen. Für mich ist erst mal wichtig: Hauptsache, der Mann kann gut ringen!

24/05/2026
Ibragim Chapanov gewinnt internationales Gebrüder-Satiev-TurnierDer Krefelder Ibragim Chapanov gewinnt sensationell das ...
24/05/2026

Ibragim Chapanov gewinnt internationales Gebrüder-Satiev-Turnier
Der Krefelder Ibragim Chapanov gewinnt sensationell das Satiev-Ringer Turnier vom 16.5.26 in Kelmis! Was dieses Ergebnis noch mal besonders auszeichnet, ist, dass er im Verlauf des Turniers gegen den sechsmaligen deutschen Meister Karamjeet Holstein vom Bundesligisten Rotation Greiz gewonnen hat. Und dieser Kampf ging nicht mal knapp aus. Nein, er hat seinen 23-jährigen Gegner mit 13:5 auch noch buchstäblich von der Matte gefegt. Dabei ist Ibragim gerade mal 18 Jahre alt. Ein weiterer Pluspunkt für den erfolgreichen Neu-Krefelder, denn mit seinem jugendlichen Alter kennt die Zukunft naturgemäß nur eine Richtung: nach oben!
Für dieses Turnier hat er ausnahmsweise auf 57 Kilo abtrainiert, ansonsten kämpft er in der 61-Kilo-Klasse.
Ich möchte an dieser Stelle Ibragim erstmal vorstellen. Denn er ist erst seit 2025 bei Krefeld: Der junge Tschetschene ist ein Neuzugang aus Goch. Er ist Schüler am Berufskolleg in Kleve. Wie es von einem echten Profi nicht anders zu erwarten ist, fährt Ibragim jeden Tag brav mit dem Zug nach Krefeld zum Training. Und dort trainiert er hart.
Er war für mich die Überraschung der Vorjahres, denn ich kannte ihn bisher noch nicht:
Er war der Volltreffer der Mannschaftssaison. Ein Mann vom Fach, der alles vorzuweisen hat, was ein guter Mannschaftskämpfer braucht: Unglaubliches Talent gepaart mit schier endloser Kondition und Wettkampfhärte. Seine eindrucksvolle, einsame Vorherrschaft in der Gewichtsklasse 61 Kilo der Mannschaftskämpfe in der Oberliga ist mit wenigen Klicks auf die Statistik in NRW-Ringen zu dokumentieren: Im griechisch-römischen Stil ist er mit 89 Prozent der gewonnenen Kämpfe auf dem ersten Platz, im Freistil ist er ebenfalls Spitze, mit sensationellen 92 Prozent. Da läuft dem Statistikfreund das Wasser im Mund zusammen und die Konkurrenz wird gelb vor Neid. Ibragim hat für Krefeld in der Oberliga alle Kämpfe bestritten und bis auf einen alle gewonnen. Auch bei den Einzelmeisterschaften das gleiche Bild: Die Landesmeisterschaften und den NRW-Cup hat er souverän gewonnen, beim international hochklassig besetzten Grenzlandturnier wurde er Zweiter.
Hier konnte er nur von Bundesligakämpfer Milad Fuladi Aloutsche aus Witten gebremst werden, gegen den er nur um Haaresbreite 7:6 verloren hatte. Na, ist das genug der Superlative?
Ibragim Chapanov ist ein Ringer, den jeder Klub mit Kusshand nehmen würde. Und die schöne Nachricht für die Germanen: Er hat tatsächlich die Lizenz für Krefeld für dieses Jahr unterschrieben. Also, liebe Bundesligavereine, die ihr das hier lest: Gebt euch keine Mühe, diesen Mann abzuwerben. Er gehört uns. Zumindest für dieses Jahr.

Edel-Neuzugang für Krefeld: Julian LejkinLejkin hat im zarten Alter von 6 Jahren im Dortmunder Verein Hörde das Ringen e...
17/05/2026

Edel-Neuzugang für Krefeld: Julian Lejkin
Lejkin hat im zarten Alter von 6 Jahren im Dortmunder Verein Hörde das Ringen erlernt. Sein Vater Vitali brachte ihn zu dem Sport. Vitali Lejkin selbst war international erfolgreicher Ringer, der zahlreiche internationale Titel holte und bei Köllerbach in der Bundesliga gekämpft hatte.
So ging es auch bei dem noch kleinen Julian schnell aufwärts, er wechselte erst nach Witten. Dort holte er bei den Deutschen Meisterschaften mehrere Medaillen. Leider reichte es nie ganz für die Goldene.
Im Erwachsenenalter wechselte er nach Neuss, wo er in der Bundesliga mit dem Juniorenweltmeister Deni Nakaev und den Weltklasse-Ringern Aaron und Samuel Belscheid kämpfte und trainierte.
Weil er beruflich als selbstständiger Autoverkäufer stark eingespannt ist und nicht mehr so intensiv trainieren kann, wechselte er letztes Jahr zum Oberligaverein Lünen. Lejkin wohnt und arbeitet heute in Krefeld, so passt es wunderbar, dass der 24-jährige Athlet nun zur Germania wechselt.
Er kann sowohl in der 98-Kilo- als auch in der 130-Kilo-Klasse im griechisch-römischen Stil eingesetzt werden.
Julian erholt sich von einem Außenbandriss am Knie, den er sich beim Mannschaftskampf im Vorjahr gegen Ibrahim Tabaev von Landgraaf zugezogen hatte. Er kann aber schon wieder normal trainieren. Bis zur Saison am Ende des Sommers müsste er aber wieder in alter Form sein.
Mit Julian Lejkin dürfte die schon sprichwörtlich historische Schwergewichtsschwäche der Krefelder beendet sein. Wir freuen uns, ihn in unseren Reihen begrüßen zu dürfen.
Und wenn sie mal einen neuen Wagen brauchen: Schauen Sie doch auf der Hülser Straße bei der Autoagentur Lejkin vorbei! Denn der Lejkin kann nicht nur ringen. Der kann auch Autos!

Adresse

Steinstraße . 73
Krefeld
47798

Öffnungszeiten

Montag 17:00 - 22:30
Dienstag 17:00 - 22:30
Mittwoch 17:00 - 22:30
Donnerstag 17:00 - 22:30
Freitag 17:00 - 22:30
Samstag 13:00 - 16:00
Sonntag 13:00 - 16:00

Telefon

02151 79 46 46

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