17/07/2025
Ich war gestern mit einer Schulklasse unterwegs um das Thema Wasser zu behandeln und 2 Gewässer zu untersuchen. Dabei trafen wir auf dieses tolle Beispiel eines Bienenhotels......tolles Beispiel wie man es nicht macht. Diese Konstruktion hat mehr mit Deko oder Brennholzaufbewahrung zu tun, als mit echtem Bienenschutz. Angefangen vom Material, Rinde, Fichtenzapfen, Stroh und Backsteine mit riesigen Löchern sind völlig überflüßig. Auch die Schilfhalme mit einem Lochdurchmesser von über 10mm machen nicht wirklich Sinn, die Halme mit kleineren Durchmesser schon, sollten aber nicht so ausgefranst sein. Bohrlöcher im Holz sollten ausschließlich in Hartholz und nicht ins Stirnholz angebracht werden. Man sieht in den Holzstücken viele Risse, in denen die Bienen, wenn sie rückwärts in die Röhre kriechen mit den Flügel hängen bleiben und sich verletzen. Trotzdem wurden ein paar wenige Löcher vor einigen Jahren angenommen. Die Brut ist in diesen Röhren zugrunde gegangen, vermutlich weil durch die Risse zuviel Feuchtigkeit eingedrungen ist. Das Hasengitter sollte größere Löcher haben und mit einem gewissen Abstand angebracht werden, damit Specht und Co keine Chance haben die Röhren auszuräumen. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Leider sind der Großteil der Bienenhotels so schlecht gemacht. Der beste Bienenschutz, den ihr den kleinen emsigen Insekten bieten könnt ist es heimische Blühwiesen anzulegen, die das ganze Jahr über reichlich Pollen und Stängel zur Eiablage bieten und den Winter über auch stehen bleiben. Wenigstens Blühpflanzen gab es reichlich, da das Bienenhotel in einem Kräutergarten, mit heimischen Pflanzen, steht.