27/05/2026
Ein großes Stück Vereinsherz ist von uns gegangen.
Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Jonny Mallon, der am 26.05.2026 von uns gegangen ist.
Nicht nur für unseren Verein, sondern für die gesamte Motoballwelt war Jonny ein ganz besonderer Mensch. Einer, den man nicht ersetzen kann. Einer, der Generationen geprägt hat und Spuren hinterlässt, die niemals verblassen werden.
Wie soll man in Worte fassen, was ein Mensch bedeutet hat, der so viele Leben beeinflusst, so viele Wege begleitet und so viel Herz in diesen Sport gelegt hat?
Mit Jonny verlieren wir nicht nur einen ehemaligen Trainer, Schiedsrichter, Tüftler und Wegbegleiter – wir verabschieden einen Menschen, der unseren Verein geprägt hat wie kaum ein anderer und dessen Geschichte für immer zu uns gehören wird.
Sein Weg war außergewöhnlich.
Geflüchtet aus der DDR – über eine gefährliche und riskante, aber erfolgreiche Flucht, getragen von Mut, Hoffnung, Informationen und einem großen Schutzengel – kam Jonny schließlich im Märkischen Kreis an. Durch Zufall entdeckte er ein Plakat vom Motoball und ging hin. Ein Moment, der nicht nur sein Leben verändern sollte, sondern den gesamten Motoball in unserer Region.
Damals war vieles noch improvisiert. Unterschiedlichste Motorräder, schwer zu reparieren, Ersatzteile kaum zu bekommen. Doch Jonny gab sich nie mit Problemen zufrieden – er suchte Lösungen. Neben seinem Beruf als Fliesenleger beschäftigte er sich mit unglaublicher Leidenschaft mit der Technik des Motoballs, entwickelte Ideen weiter und baute schließlich sein eigenes Motorrad.
Mit seinem Ehrgeiz, seinem Wissen und seinem unermüdlichen Einsatz brachte er nicht nur den Tornado weit nach vorne, sondern wurde zu einem Gewinn für den gesamten deutschen Motoball.
Als Trainer führte er seine Mannschaft bis zur Vizemeisterschaft, jahrelang stand er als Schiedsrichter auf dem Platz und war dabei immer mehr als nur ein Funktionär. Er war Lehrer, Vorbild und Freund.
Ehrgeiz, Ehrfurcht und Dankbarkeit – genau diese Werte hat Jonny den Spielern vermittelt.
Bis heute tragen Jugend- wie Seniorenspieler seine Worte, seine Art und seine Leidenschaft in ihren Herzen weiter.