06/09/2026
Ihr habt bestimmt schon gemerkt, dass ich schon lange nichts mehr über das Laufen gepostet habe. 🏃♀️
Und dafür gibt es einen Grund – seit dem 15.07. bin ich nicht mehr gelaufen. Dieses Datum werde ich wohl noch lange nicht vergessen. 😅
Es ist halb vier morgens. Das Auto ist gepackt, die letzten Minuten zu Hause – gleich steige ich ins Auto und es geht endlich in den Urlaub.
Ich gehe noch einmal in den zweiten Stock, um zu schauen, ob alles ausgeschaltet und alle Fenster geschlossen sind. Dann gehe ich die Treppe wieder runter… noch ungefähr drei Stufen – und plötzlich verschwindet irgendwo eine Stufe. 😳
Im nächsten Moment liege ich unten auf dem Boden, halb auf der Türschwelle, und merke sofort: Natürlich hat es wieder mein rechtes Bein erwischt.
Mein erster Gedanke: Hoffentlich ist der Laptop heil! 😂
Mein zweiter Gedanke: Ich muss versuchen, das Bein zu bewegen. Es geht. Okay – dann ist hoffentlich nichts gebrochen.
Aber jetzt die nächste Frage: Wie komme ich wieder hoch?
Meine Tochter steht völlig geschockt vor mir und versteht gar nicht, was gerade passiert ist. Mein Sohn saß schon im Auto. Weil wir aber nicht kamen, kam er nachsehen, was los ist, und half mir aufzustehen.
Ich stehe. Ich kann den Fuß auf den Boden stellen. Na gut – dann wird es wohl nicht so schlimm sein.
Und dann fällt mir noch eine kleine Kleinigkeit ein: Vor mir liegen 1.500 km und ungefähr 17 Stunden Autofahrt. Und verletzt ist natürlich das RECHTE Bein.
O mein Gott! 🤦♀️😂
In diesem Schockmoment kam ich nicht einmal auf die Idee, Pferdebalsam oder irgendetwas Ähnliches mitzunehmen. Ich nahm Eis mit, aber das wollte natürlich nicht besonders gut auf meinem Bein bleiben.
Okay. Ab ins Auto. Es gibt sowieso keine andere Möglichkeit – wir müssen los.
Ich fange an zu fahren und dann kam wohl erst der richtige Schock. Plötzlich zittere ich, mir ist kalt und meine Hände wollen kaum am Lenkrad bleiben. Brrrrr… Ich stelle die Heizung im Auto auf 26 Grad und denke nur: Hauptsache, ich schaffe es bis zur Autobahn. Dann schalte ich Tempomat/Autopilot ein und es wird leichter, denn viel Gas und Bremse treten wird wohl nicht besonders angenehm.
Nach einer Weile hörte das Zittern auf und ich konnte wieder ganz normal fahren.
Wir fahren weiter. Bei den Pausen schaue ich mir mein Bein an – es sieht schrecklich aus, aber zum Glück tut es noch gar nicht so schlimm weh.
Die letzten ungefähr 200 km wurden dann allerdings ziemlich anstrengend. Das Bein tat inzwischen deutlich mehr weh, die Autobahn war vorbei und ich musste wieder viel öfter Gas und Bremse benutzen.
Aber – ich habe es geschafft! 💪
Und damit war die Geschichte natürlich noch nicht vorbei. Am nächsten Tag flogen wir nach Griechenland.
Mist… da muss man ja auch noch so viel laufen! 😂
Nachts lag mein Bein auf drei Kissen hoch. Tagsüber bin ich so viel gelaufen, wie es eben ging. Zum Glück hatten wir ein Auto und mussten nicht überall zu Fuß hin. Aber na ja… ich bin schließlich im Urlaub! Im Zimmer sitzen wollte ich auch nicht.
Abends saß ich in unserer Unterkunft mit den Füßen im Pool, nachts lag das Bein wieder hoch, Voltaren drauf… und irgendwie habe ich es geschafft.
Mein Sohn hat es in Athen sogar noch geschafft, mich im Dunkeln einen Berg hochzuschicken, wo es eigentlich gar keinen richtigen Fußweg gab. 😂 Ich dachte nur: Bitte, lass mich hier nicht noch einmal irgendwo ausrutschen oder hängen bleiben!
Aber alles ist gut gegangen.
Inzwischen sind fast zwei Monate vergangen. Ich kann allerdings noch nicht sagen, dass mit meinem Bein wieder alles zu 100 % in Ordnung ist. Laufen und gehen kann ich ganz normal, im Alltag ist alles okay. Aber wenn ich viel unterwegs bin, merke ich doch noch, dass irgendetwas im Bein weh tut.
Eigentlich sollte ich mal zum Röntgen gehen… aber dazu bin ich bisher noch nicht gekommen. 😅
Ich hoffe sehr, dass bis Oktober alles wieder gut ist und ich endlich meine Laufschuhe anziehen und meinen ersten Kilometer nach dieser unfreiwilligen Pause laufen kann. 🏃♀️❤️
So, das ist also meine Geschichte und der Grund, warum es hier in den letzten zwei Monaten so ruhig war.
Ich hoffe, dass ich euch bald wieder von meinen gelaufenen Kilometern erzählen kann – und nicht mehr von meinem verletzten Bein. 😄