07/12/2023
"Frau Fusz, haben Sie überhaupt noch Lampenfieber?"
fragte mich gestern einer meiner Seminarteilnehmer im Laufe des Inhouse-Trainings zum Thema "Erfolgreich präsentieren".
Meine Antwort: "Im Moment gerade nicht mehr, aber generell JA."
Auch wenn ich noch so oft vor Publikum präsentiere, Nervosität ist bei mir im Vorfeld und zumindest in den Anfangsminuten immer mit am Start. Und ich bin froh darüber!
Warum? Weil mir meine Nervosität dabei hilft, optimale Leistung zu erbringen. Schon mal vom Yerkes-Dodson-Gesetz gehört? Die beiden Forscher Yerkes und Dodson haben in zahlreichen Studien herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen Leistungsfähigkeit und der körperlichen wie mentalen Anspannung gibt. Unsere Leistungsfähigkeit steigt bei ansteigender körperlicher und mentaler Erregung bis zu einem gewissen Punkt an. Ein gewisses Maß an Nervosität ist für die optimale Leistungsfähigkeit daher unerlässlich.
Die Symptome, die sich bei mir zeigen, wie ein schnellerer Herzschlag, kalte Hände, auch mal Hitzewallungen oder ein flaues Gefühl im Magen, hemmen mich nicht, sondern ich werte sie positiv. Denn wenn sich diese Symptome zeigen, kann ich mir sicher sein: Das Adrenalin macht seinen Job! Es schärft meine Sinne und steigert meine Aufmerksamkeit und Konzentration. Mein Denken und meine innere Haltung machen hier den Unterschied.
Was ist Lampenfieber für Sie? Empfinden Sie es als störend oder eher als hilfreicher Energiebooster?