20/05/2026
Frech wie Oskar
Hornau III gegen Fischbach I, Neunter gegen Sechster, ein „kleines“ Derby am späten Sonntagnachmittag. Beide Mannschaften tabellarisch jenseits von Gut und Böse, entspannte Atmosphäre vor dem Anpfiff, insgesamt vier der Kicker spielten schon beim jeweils anderen Verein – man kennt sich.
Hornau mit einer stabilen Defensive, die lange wenig zuließ und Torwart Jonas Klang, der viel dirigierte und viel wegräumte, sei es am Boden (beim Herauslaufen war er stets aufmerksam) oder in der Luft (einen Ball lenkte er spektakulär über die Latte).
Fischbach einmal mehr mit umgebauter Startelf, Papesch hinten links, Thamm rückte für den verletzten Keller in die Innenverteidigung, zudem musste Trainer Henkel schon früh tauschen, Krissel kam für Allegro. Fischbach versuchte viel, es gelang recht wenig – auch weil Hornau wenig zuließ und einen im Zentrum hatte, der auch schon mal das gelbe Trikot des Gegners trug: Oskar Droskowski räumte vor der Hornauer Abwehr auf und schleppte Bälle, verteilte Pässe von hier nach dort und gab den Antreiber; und durfte sich bald in die Torschützenliste eintragen, 1:0 (32.), das auch der Halbzeitstand.
Im zweiten Durchgang kamen bei den Gästen Wayne „Mr. Kane“ Schaefer, Canton (beide mit Hornauer „Migrationshintergrund“),
Thimon Keller und Yussuf Mohamed, neue Spieler sollten neuen Schwung bringen.
Die Wende nahm das Spiel auf die unglücklichste Art: Ein Ball, den Hornau eigentlich schon geklärt hatte, fiel Belcu vor die Füße, sein abgefälschter Schuss kroch zum 1:1 über die Linie (51.). Dadurch bekam Fischbach die zweite Luft, Schaefer mit einem sehenswerten Alleingang über den halben Platz, 1:2 (67.), Saisontreffer Nummer 28 für ihn. Tim Peters mit dem Schlusspunkt, 1:3 (90.+4), mit breiter Brust geht es für die Gelb-Blauen auf die Zielgerade der Saison. Bei Hornau lief in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zusammen, zudem verletzte sich Torgarant Thalheimer bei einem Torschuss – ein gebrauchter Nachmittag für die Männer von Trainer Christoph Englert, die nächste Woche zum Tabellenachten Wildsachsen müssen, am letzten Spieltag kommt dann der Tabellenletzte DJK Flörsheim an den Reis.