Das Ritterliche Klassenzimmer

Das Ritterliche Klassenzimmer Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Das Ritterliche Klassenzimmer, Bogenschießanlage, Burg Kastellaun, Kastellaun.

Schulklassen, Ferienfreizeiten, sowie Kindergeburtstage und Gruppen aller Art haben hier die Gelegenheit sich auf ritterliche Weise im Schwertkampf oder beim Bogenschießen zu messen. Das ritterliche Klassenzimmer

Es erwarten Sie hier, interessante Aktivitäten, die spielerisch die Konzentration und die Teamfähigkeiten fördern und zudem auf praktische, wie unterhaltsame Weise geschichtliches Wisse

n vermitteln. Da dieses Programm für Erwachsene genauso interessant ist wie für Kinder oder Jugendliche, lässt es sich auch als Geburtstagsüberraschung, Junggesellenabschiede oder als motivierenden Betriebsausflug buchen.

19/02/2021
04/10/2020
14/08/2020

Familienfreundliche Wandertour auf der Traumschleife Burgstadt-Pfad Hunsrück | Besuch der Burg Kastellaun | Familienabenteuer spielen und Kyrill-Pfad entdecken | Familienurlaub in Rheinland-Pfalz

10/08/2020

...mit kleinen Tipp`s zu großen Erfolgen...

Die Burgenbau Werkstatt ist Wochenends ab 12°° geöffnet.Infos unter dem Burgtelefon 0163 1904374
09/08/2020

Die Burgenbau Werkstatt ist Wochenends ab 12°° geöffnet.
Infos unter dem Burgtelefon 0163 1904374

DIE RITTERDie fränkischen PanzerreiterIm 8. Jahrhundert besetzten arabische Heere große Teile des Nahen Ostens, Nordafri...
01/05/2020

DIE RITTER
Die fränkischen Panzerreiter
Im 8. Jahrhundert besetzten arabische Heere große Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas und der Iberischen Halbinsel. Der Angriff aufs Fränkische Reich jenseits der Pyrenäen stand kurz bevor. Der fränkische Heerführer Karl Martell hatte die Kriegsführung der Araber genau studiert – und er wollte ihnen entgegentreten.
Die arabischen Reiter attackierten ihre Gegner hoch zu Ross. Die Blitzangriffe kamen überraschend und waren schnell wieder vorbei. Martell schuf deshalb kurzerhand aus seinen schwerfälligen Fußsoldaten eine neue Truppengattung: die fränkischen Panzerreiter.
Im 6. Jahrhundert hatten eurasische Reiternomaden den metallenen Steigbügel nach Europa gebracht. Dieser bot den Reitern einen festeren Halt im Sattel und eine bessere Abstützung.
Martells Plan ging auf: In mehreren Schlachten gelang es seinen Panzerreitern, die Araber auf die Iberische Halbinsel zurückzudrängen.
Die Panzerreiter bildeten fortan die wichtigste Kriegerkaste. Die Reiter führten Krieg und sicherten die Grenzen. Die Grenzsicherung spielte im Fränkischen Reich eine wichtige Rolle, doch die Fußtruppen konnten die weiten Entfernungen kaum noch bewältigen.
Mit Hilfe der Panzerreiter konnte Martells Nachfolger Karl der Große sein Reich erhalten. Dieses reichte von den den Pyrenäen bis an die Elbe.
Das Lehnswesen als Grundlag
Die Panzerreiter waren sehr erfolgreich, doch für ihren Unterhalt zu sorgen, war nicht billig. Eine vollständige Rüstung mit Streitross, Schild und Lanze kostete etwa 45 Kühe. Das entspricht dem Bestand eines ganzen fränkischen Dorfes im frühen Mittelalter.
Ein Panzerreiter musste sich zudem fit halten. Er trainierte auch in Friedenszeiten für den Einsatz im Krieg. Und auch für das Wohl seiner Familie musste er sorgen.
Um die Ritter zu finanzieren, ließen sich die Heerführer eine Lösung einfallen. Geld war im Mittelalter nicht so viel wert wie Land. Wer viel Land besaß, war reich und einflussreich. Großgrundbesitzer wie der König oder die Fürsten (Lehnsherren) vergaben an wichtige Gefolgsleute (Vasallen) einen Teil ihrer Ländereien – inklusive der Bauern, die unfrei waren und auf dem Land arbeiteten.
Die Lehnsherren erwarteten von ihren Vasallen Treue, Rat und Gefolgschaft statt der sonst üblichen Abgabe von Nahrungsmitteln. Vor allem die Unterstützung auf dem Schlachtfeld war ihnen wichtig: Der Vasall musste seinem Lehnsherrn im Kriegsfall bedingungslos als Panzerreiter zur Verfügung stehen.
Das Vasallentum ist eine wesentliche Grundlage des späteren Rittertums. Der Gedanke des Dienens – der Treue des Vasallen gegenüber seinem Lehnsherrn – ist ein Merkmal des späteren Ritters.
Beginn und Blütezeit des Rittertums
Neu dabei war, dass die Kirche dem Adel zur Wahrung dieser Werte den Griff zur Waffe gestattete. Dieses neue Selbstverständnis der Adeligen als tugendhafte Glaubenskämpfer mit der Waffe bereitete den Weg zum Rittertum. In Frankreich war die Zustimmung der Kirche zur Waffengewalt wesentlich für die Entstehung des Rittertums.
Anders dagegen verlief die Entwicklung im Deutschen Reich. An den Höfen lebten im Dienst der Fürsten sogenannte Ministeriale. Sie hatten die Aufgabe, die höfischen französischen Romane ins Deutsche zu übersetzen. Darüber hinaus schrieben viele von ihnen selbst Heldenlieder und sangen als Troubadoure.
Durch diese literarischen Vorlagen rückten sie die höfischen ritterlichen Tugenden ins Bewusstsein der Adeligen. Die berühmtesten Ministerialen an deutschen Höfen waren die Lyriker Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach.
Niedergang einer Ära
Die Kreuzzüge hatten dem Rittertum zu höchster Blüte verholfen. Ihr Scheitern stürzte die gesamte Ritterschaft in eine tiefe Krise. Die christlichen Ritter hatten ihr Ziel verfehlt, ein neues gemeinsames Ziel blieb aus.
Veränderte wirtschaftliche Verhältnisse schwächten den ritterlichen Zusammenhalt ebenfalls: Die aufkommende Bedeutung von Geld als Zahlungsmittel löste nach und nach die feudalen Bedingungen ab. So manchen Ritter ruinierte das Fallen der Preise für landwirtschaftliche Waren und der gleichzeitige Anstieg der Löhne für seine Landarbeiter – er wurde buchstäblich zum armen Ritter.
Auch auf den Schlachtfeldern Europas brachen neue Zeiten an. Im Militärwesen waren statt der Ritter mehr und mehr bezahlte Söldnerheere gefragt, die nach Bedarf wieder entlassen werden konnten.
Das Aufkommen neuer Waffen machte den Rittern das Leben schwer. So erlitt zum Beispiel das französische Reiterheer 1346 durch die Langbögen englischer Bogenschützen in der Schlacht von Crécy eine verheerende Niederlage.
Nach diesem furchtbaren Fiasko verstärkten die Ritter ihre Rüstungen. Dadurch wuchs jedoch nicht nur ihre Sicherheit, sondern gleichzeitig auch ihre Unbeweglichkeit.
Schmachvoll und tragisch verliefen für habsburgische Ritter die Schlachten mit den Schweizer Fußsoldaten im 14. und 15. Jahrhundert: Mit langen Spießen erstachen die Schweizer zuerst die Pferde der Ritter und hoben dann die gepanzerten Reiter mit Haken aus dem Sattel, um sie zu zu erschlagen.DIE RITTER
Die fränkischen Panzerreiter
Im 8. Jahrhundert besetzten arabische Heere große Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas und der Iberischen Halbinsel. Der Angriff aufs Fränkische Reich jenseits der Pyrenäen stand kurz bevor. Der fränkische Heerführer Karl Martell hatte die Kriegsführung der Araber genau studiert – und er wollte ihnen entgegentreten.
Die arabischen Reiter attackierten ihre Gegner hoch zu Ross. Die Blitzangriffe kamen überraschend und waren schnell wieder vorbei. Martell schuf deshalb kurzerhand aus seinen schwerfälligen Fußsoldaten eine neue Truppengattung: die fränkischen Panzerreiter.
Im 6. Jahrhundert hatten eurasische Reiternomaden den metallenen Steigbügel nach Europa gebracht. Dieser bot den Reitern einen festeren Halt im Sattel und eine bessere Abstützung.
Martells Plan ging auf: In mehreren Schlachten gelang es seinen Panzerreitern, die Araber auf die Iberische Halbinsel zurückzudrängen.
Die Panzerreiter bildeten fortan die wichtigste Kriegerkaste. Die Reiter führten Krieg und sicherten die Grenzen. Die Grenzsicherung spielte im Fränkischen Reich eine wichtige Rolle, doch die Fußtruppen konnten die weiten Entfernungen kaum noch bewältigen.
Mit Hilfe der Panzerreiter konnte Martells Nachfolger Karl der Große sein Reich erhalten. Dieses reichte von den den Pyrenäen bis an die Elbe.
Das Lehnswesen als Grundlag
Die Panzerreiter waren sehr erfolgreich, doch für ihren Unterhalt zu sorgen, war nicht billig. Eine vollständige Rüstung mit Streitross, Schild und Lanze kostete etwa 45 Kühe. Das entspricht dem Bestand eines ganzen fränkischen Dorfes im frühen Mittelalter.
Ein Panzerreiter musste sich zudem fit halten. Er trainierte auch in Friedenszeiten für den Einsatz im Krieg. Und auch für das Wohl seiner Familie musste er sorgen.
Um die Ritter zu finanzieren, ließen sich die Heerführer eine Lösung einfallen. Geld war im Mittelalter nicht so viel wert wie Land. Wer viel Land besaß, war reich und einflussreich. Großgrundbesitzer wie der König oder die Fürsten (Lehnsherren) vergaben an wichtige Gefolgsleute (Vasallen) einen Teil ihrer Ländereien – inklusive der Bauern, die unfrei waren und auf dem Land arbeiteten.
Die Lehnsherren erwarteten von ihren Vasallen Treue, Rat und Gefolgschaft statt der sonst üblichen Abgabe von Nahrungsmitteln. Vor allem die Unterstützung auf dem Schlachtfeld war ihnen wichtig: Der Vasall musste seinem Lehnsherrn im Kriegsfall bedingungslos als Panzerreiter zur Verfügung stehen.
Das Vasallentum ist eine wesentliche Grundlage des späteren Rittertums. Der Gedanke des Dienens – der Treue des Vasallen gegenüber seinem Lehnsherrn – ist ein Merkmal des späteren Ritters.
Beginn und Blütezeit des Rittertums
Neu dabei war, dass die Kirche dem Adel zur Wahrung dieser Werte den Griff zur Waffe gestattete. Dieses neue Selbstverständnis der Adeligen als tugendhafte Glaubenskämpfer mit der Waffe bereitete den Weg zum Rittertum. In Frankreich war die Zustimmung der Kirche zur Waffengewalt wesentlich für die Entstehung des Rittertums.
Anders dagegen verlief die Entwicklung im Deutschen Reich. An den Höfen lebten im Dienst der Fürsten sogenannte Ministeriale. Sie hatten die Aufgabe, die höfischen französischen Romane ins Deutsche zu übersetzen. Darüber hinaus schrieben viele von ihnen selbst Heldenlieder und sangen als Troubadoure.
Durch diese literarischen Vorlagen rückten sie die höfischen ritterlichen Tugenden ins Bewusstsein der Adeligen. Die berühmtesten Ministerialen an deutschen Höfen waren die Lyriker Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach.
Niedergang einer Ära
Die Kreuzzüge hatten dem Rittertum zu höchster Blüte verholfen. Ihr Scheitern stürzte die gesamte Ritterschaft in eine tiefe Krise. Die christlichen Ritter hatten ihr Ziel verfehlt, ein neues gemeinsames Ziel blieb aus.
Veränderte wirtschaftliche Verhältnisse schwächten den ritterlichen Zusammenhalt ebenfalls: Die aufkommende Bedeutung von Geld als Zahlungsmittel löste nach und nach die feudalen Bedingungen ab. So manchen Ritter ruinierte das Fallen der Preise für landwirtschaftliche Waren und der gleichzeitige Anstieg der Löhne für seine Landarbeiter – er wurde buchstäblich zum armen Ritter.
Auch auf den Schlachtfeldern Europas brachen neue Zeiten an. Im Militärwesen waren statt der Ritter mehr und mehr bezahlte Söldnerheere gefragt, die nach Bedarf wieder entlassen werden konnten.
Das Aufkommen neuer Waffen machte den Rittern das Leben schwer. So erlitt zum Beispiel das französische Reiterheer 1346 durch die Langbögen englischer Bogenschützen in der Schlacht von Crécy eine verheerende Niederlage.
Nach diesem furchtbaren Fiasko verstärkten die Ritter ihre Rüstungen. Dadurch wuchs jedoch nicht nur ihre Sicherheit, sondern gleichzeitig auch ihre Unbeweglichkeit.
Schmachvoll und tragisch verliefen für habsburgische Ritter die Schlachten mit den Schweizer Fußsoldaten im 14. und 15. Jahrhundert: Mit langen Spießen erstachen die Schweizer zuerst die Pferde der Ritter und hoben dann die gepanzerten Reiter mit Haken aus dem Sattel, um sie zu zu erschlagen.

gefunden bei Hans Kramer in der Gruppe "Geschichte online" "www.facebook.com/groups/223832478027269/?fref=nf

13/10/2019

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts erforscht der Lehrstuhl für Alte Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) seit 2017 die »Tabula Peutingeriana«. Diese um 1200 entstandene Kopie einer antiken Vorlage ist die einzige erhaltene...

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