12/08/2026
Für die Zukunft des Eissports und unserer Region: Warum Kassel JETZT eine 2. Eisfläche braucht!
Kassel ist Eishockeystadt. Seit Generationen schlägt das Herz unserer Region in der Eissporthalle. Wir Fans stehen Spiel für Spiel auf den Rängen, unterstützen die Profis der Kassel Huskies und tragen die Leidenschaft für den Eissport in der DNA unserer Stadt. Doch Eishockey in Kassel ist so viel mehr als nur der Profisport in der DEL2: Es ist Nachwuchsarbeit, Dameneishockey, Breitensport und ein unverzichtbarer sozialer Treffpunkt für tausende Menschen.
Genau dieser Eissport steht jedoch vor einer gewaltigen Hürde. Die Infrastruktur platzt aus allen Nähten. Eine einzige Eisfläche für Profis, Damen, Nachwuchs, Eiskunstlauf, Hobby-Teams und den öffentlichen Eislauf ist schlichtweg nicht mehr tragbar.
Als Fanprojekt fordern wir deshalb klar und deutlich: Der Bau einer zweiten Eisfläche in Kassel muss endlich umgesetzt werden!
1. Dameneishockey: Chancengleichheit und Vorbildfunktion stärken
Fraueneishockey erlebt weltweit und auch deutschlandweit einen verdienten Aufschwung. In Kassel kämpfen Frauen und Mädchen mit enormer Leidenschaft auf dem Eis – doch sie werden durch den akuten Eiszeitenmangel massiv ausgebremst.
• Faire Bedingungen für Damen-Teams: Es kann nicht sein, dass Frauenteams bei der Vergabe von Trainingszeiten regelmäßig das Nachsehen haben oder auf unzumutbare Randzeiten ausweichen müssen.
• Sichtbarkeit und Wachstum: Um ein starkes Damen-Team aufzubauen und jungen Mädchen eine Perspektive im Eissport zu bieten, braucht es verlässliche und adäquate Trainings- und Spielzeiten. Eine zweite Eisfläche ist ein notwendiges Zeichen für Gleichberechtigung und Wertschätzung im Kasseler Sport.
2. Jugendarbeit: Unsere Zukunft braucht Eis unter den Kufen
In der Eishockey Jugend Kassel (EJK) und den Eiskunstlauf-Vereinen trainieren die Talente von morgen. Doch die jetzige Situation nimmt vielen Kindern die Chance, ihren Sport überhaupt auszuüben.
• Keine unzumutbaren Zeiten mehr: Kinder dürfen nicht mehr frühmorgens oder spät abends trainieren müssen, nur weil der Tag nicht genug Stunden für alle Mannschaften auf einer einzelnen Eisfläche hat.
• Aufnahmestopps verhindern: Es würde uns das Herz brechen zu sehen, dass sportbegeisterte Kinder abgelehnt werden müssten, weil schlichtweg der Platz fehlt. Eine zweite Fläche schafft Raum für soziale Integration, Teamgeist und gesunde Bewegung.
3. Fans & Breitensport: Eislaufen für die gesamte Region
Wir Fans lieben den Spieltag, aber Eishockey ist eine Gemeinschaft, die über das Profi-Spiel hinausgeht.
• Volkssport Eislaufen erhalten: Der öffentliche Eislauf und die beliebten Eis-Discos für Kinder, Jugendliche und Familien fallen wegen des dichten Belegungsplans viel zu oft aus. Eislaufen muss für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kassel verlässlich zugänglich sein.
4. Grünes Leuchtturmprojekt: Klimaschutz & modernes Wassermanagement
Der Neubau einer zweiten Eisfläche ist die Chance, Kassel als Vorreiter für nachhaltige Sportstätten zu positionieren. Ein moderner Komplex bringt enormen Mehrwert für die Umwelt und das direkte Umfeld:
• CO₂-Einsparung & grüne Energie: Durch eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach kann nicht nur der Eigenbedarf der Eissporthalle gedeckt werden – es entsteht grüner Strom, der Teile der Südstadt versorgt und den CO₂-Fußabdruck unserer Stadt nachhaltig senkt.
• Klimaresilienz durch Wassermanagement: Angesichts immer häufigerer Starkregenereignisse kann das Areal als intelligenter Wasserspeicher dienen. Durch modernes Regenwassermanagement lässt sich das Wasser auffangen und für angrenzende Spielstätten wie das Auestadion nutzen – eine Win-Win-Situation für den gesamten Sportkomplex.
5. Verkehrswende & Lebensqualität: Smartes Park & Ride
Ein neues Eissport-Zentrum muss auch verkehrstechnisch in die Zukunft gedacht werden:
• Mobilitätshub für Kassel: Mit der Schaffung moderner Park-and-Ride-Parkplätze inklusive leistungsstarker E-Ladeinfrastruktur wird das Areal zum Knotenpunkt für nachhaltige Mobilität.
• Weniger Kollaps in der Innenstadt: Durch die bestehende Top-Anbindung an den ÖPNV können Besucher und Pendler bequem auf Bahnen und Busse in Richtung Innenstadt umsteigen. Das entlastet das Stadtzentrum spürbar vom Auto-Verkehr und steigert die Lebensqualität in ganz Kassel.
6. Wirtschaftsmotor & Standortvorteil für Nordhessen
Eine moderne Sport- und Eventinfrastruktur nutzt der gesamten regionalen Wirtschaft und macht Kassel als Wirtschaftsstandort deutlich attraktiver:
• Echte Zugkraft für die Region & starke Synergien: Höhere Zuschauerkapazitäten, Jugendturniere mit überregionaler Strahlkraft und breitere Event-Nutzungen bringen Gäste nach Kassel. Davon profitieren Hotellerie, Gastronomie und der lokale Einzelhandel direkt. Zudem stärkt eine moderne Infrastruktur zukunftsweisende Synergien und Kooperationen in der Region – wie etwa mit dem Handball-Bundesligisten MT Melsungen –, um Nordhessen gemeinsam als sportliches und veranstaltungstechnisches Schwergewicht zu etablieren.
• Multifunktionalität der Hauptarena nutzen: Sobald Trainings- und Jugendspiele auf die zweite Eisfläche verlagert werden, wird die Hauptarena frei für Konzerte, Kultur- und Großveranstaltungen – was der Stadt Kassel zusätzliche Einnahmen und Strahlkraft bringt.
Unser Appell:
„Wir Fans stehen hinter unserem Sport – in guten wie in schlechten Zeiten. Aber damit der Eissport in Kassel eine Zukunft hat, braucht er Raum zum Atmen. Eine 2. Eisfläche ist keine Luxusforderung der Fans oder des Vereins! Sie ist eine Chance für die Umwelt, ein Wirtschaftsmotor für die Region und eine notwendige Investition in unsere Jugend, in den Frauensport und in die Lebensqualität unserer gesamten Stadt. Lasst uns die Zukunft des Kasseler Eissports gemeinsam aufs Eis bringen!“