18/01/2018
+++DER TRAUM VOM FINALE LEBT+++
Egal ob das Londoner Wembley-Stadion, das Maracana in Rio de Janeiro, der Signal-Iduna-Park in Dortmund oder der Sparda-Sportpark im Karlsruher Schlossbezirk - diese Orte waren Schauplätze großer Spiele in der Fußballhistorie.
Und gestern wurde diese Geschichte, beziehungsweise dieses (Winter-)Märchen geradezu, weitergeschrieben.
: Kerlsruhe Beerhawks vs. Die Zeugen Yeboahs
Für die Auftaktbegegnung gegen die vermeintlich hochüberlegenen Mannen der Zeugen Yeboahs, konnte durch konzentrierte Defensivleistung gepaart mit den frisch in den Katakomben aufgefüllten Abwehrkfräften die Handschrift von Coach Wunger zu seiner vollsten Zufriedenheit umgesetzt werden. Trotz diesem Bollwerk aus einer homogenen Masse, mit einer Festigkeit wie es nur beim Kohlenstoff-Kristallgitter eines Diamanten sonst vorzufinden ist, gelang durch einen Gewaltschuss die Führung zum 0:1 für die Zeugen Yeboahs. Nahezu unbeeindruckt von diesem Ereignis setzten die Beerhawks im Gegenzug Konter für Konter gezielte Nadelstiche, die schlussendlich durch unsere Nummer 14, Nikolai Heck, mit einem gezielten Flachschuss unten rechts ins Eck, mit dem Ausgleich zum 1:1 belohnt wurde.
Nach der Halbzeit fanden sich die Fans in einer spannenden und zugleich technisch hochwertigen Partie, die gefährliche Ballstaffeten zu bieten hatte. Es sollten keine weiteren Tore mehr fallen, bis unmittelbar 20 Sekunden vor Abfiff das energische aber durchwegs faire Abwehrtackling unseres brasilianischen Allrounders, Kevin Dos Santos, mit dem Pfiff zum Penalty geahndet wurde. Unser Elfmeterkiller Juli ter Stegen (2015/2016 Liga BBVA: 8/9 Elfmeter gehalten) war leider machtlos. Die Partie endete mit einem 1:2-Auftakt.
Marketing-Vorstand von DANONE Achim Anton Activius, Ehrgengast auf der Activia-VIP-Tribüne, äußerte sich nach der Partie indes kritsich gegenüber der Entscheidung der Schiedsrichterin: "Ich hatte stets freie Sicht durch mein aus einer alten Actimel-Dose selbstgebautes Monokel und komme zum Resumée, dass es lediglich Kontakt mit dem Ball und nicht dem Gegner gab."
: Kerlsruhe Beerhawks vs. MaMa Afrika
Im 2. Spiel galt es für die Hawks endlich den Dreier einzufahren, was dank der Rückendeckung der nun in Scharen erschienen Fans mit der richtigen Rückendeckung durchaus möglich schien.
Mit unveränderter Formation ging man in eine Partie gegen ruppige Mannen von MaMa Afrika, die nicht davor scheuten sich für grobes Foulspiel auch die 2-Minuten-Zeitrstafe abzuholen. Im Gegenzug wurde unsere Abwehrkoryphäe Dorian Chan allerdings für ein strategisch wertwolles Taktikfoul in der Umschaltbewegung auch mit den "Handball-2-Minuten" bestraft. Nachdem beide Teams mit einem 0:0-Remis in die Halbzeit gingen, musste etwas geschehen - Überaschungsoffensiv-Joker Claudius Schack sollte die Wende bringen. Und genau dieses entgegengebrachte Vertrauen des Coaches bezahlte er zurück, indem er mit einem Sonntagsschuss aus der zweiten Reihe den völlig überraschten Keeper der MaMas zum 1:0 überwältigen konnte - zu diesem Zeitpunkt Gold wert auf dem Weg zu wichtigen Dreier.
Die zunehmends im Zweikampf brutaler agierenden Mannen von Mama Afrika bescherten auch den erst gestern Morgen aus dem Bahama-Urlaub zurückgekehrten Mannschaftsarzt Dr. Holger Holiday alle Hände voll zu tun, Abwehrchef Davis Tonon musste kurzzeitig ein Actimel-Salbenverband an der Schulter angelegt werden, dass er überhaupt weiterspielen konnte.
Doch nach einigen verschenkten Kontern, wurde nach einer höchstumstrittenen Freistoßsituation nahezu mit dem Schlusspfiff einhergehend, erneut Last-Minute ein Gegentreffer provoziert der nicht hätte sein müssen.
Nach flachem Freistoß unter der Mauer konnte Star-Keeper Roland ter Stegen mit einem unglaublichen Reflex zunächst parieren, der in nächster Nähe lauernde Angreifer der MaMas wurde allerdings so unglücklich von dieser gewaltvollen Abwehr am Kopf erwischt, sodass der Ball eingenetzt wurde. Endstand war 1:1, die Fans nach diesem fulminanten Spiel enttäsucht und die Hawks standen mit einem Punkt aus zwei Spielen da.
Club-Mäzen Max Gar war so unzufrieden, dass er aufgrund der Leistung und frierenden Füßen nur noch anmerkte: "Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu."
: Kerlsruhe Beerhawks vs. Dynamo Tresen
Das Weiterkommen war nun nur noch mit Schützenhilfe der Zeugen Jeboahs und einem klaren Dreier möglich. Unser Capitano Friedrich Ja, der bisher einen starken Tag im Abwehrbollwerk hatte, musste nun leider aus beruflichen Gründen unser Team sich selbst überlassen, der Einsatz von Abwehrchef Tonon stand plötzlich auf der Kippe und die Jungs waren langsam erschöpft.
Nichtsdestotrotz heizte Coach Wunger die Stimmung nochmal richtig ein, indem er - wie aus internen Spielerkreisen zu erfahren war - maximal Einsatz für das letzte Spiel und die Finalchance forderte, sodass der Sekt beim Bachelor im weiteren Verlauf des Abends mit reinem Gewissen genossen werden kann.
Die nun mit unserem robusten Abwehrjoker Paul Vigener agierende 3-Kette zeigte sich von Anfang an sicher gegen verhalten agierende Dynamo Tresener. Rasch konnten die Hawks durch N. Heck #14 mit dem zweiten heutigen Treffer mit 1:0 in Führung gehen. Nach der Halbzeit erhöhten Stürmerstar Tim Bergander #69 und Mittelfeldroutinier K. Santos #10 auf 2:0 und 3:0.
Dies sollte am heutigen Tage reichen um verdient in die Finalrunde am 27.01.2017 einzuziehen, die Freude war grenzenlos über diesen wichtigen Meilenstein in der Vereinshistorie, man lag sich nur noch in den Armen und konnte endlich seinen Durst am Glühweinstand stillen.
Wir bedanken uns bei allen mitgereisten Fans für euren grandiosen Support und freuen uns sehr sehr sehr mit euch den Sparda Sportpark so richtig abzureißen in der Finalrunde! Ihr seid die geilsten im
EURE HAWKS