28/06/2017
+++ TZ Woddi Nei zieht souverän in Zwischenrunde ein - Legende verabschiedet sich +++
Was war nur in der letzten Woche mit unserem geliebten Fußball los? Findige Fachleute wollten das Spiel auf 60 Minuten kürzen (dabei spielt der TZ seit Jahren nur 24 Minuten?), die Chinesen wollen in die Regionalliga Südwest und der TZ kassiert 2 Gegentore und verliert ein Spiel… Doch diese Woche kam die Fußballwelt ein Stück weit wieder in Ordnung.
Im Fernduell mit den Mongolen mit Pistolen um den Gruppensieg musste der TZ liefern. Und die Woddianer lieferten zuverlässiger und stilvoller als Foodora Lieferanten in ihren pinken Jacken.
Doch von Anfang an: Gegen FC Mars Inter ging es den bis dato Gruppendritten. Keine leichte Aufgabe also. Die Männer des TZ kennen sich allerdings mit schweren Aufgaben aus, sie studieren schließlich allesamt an der PH und haben sich nicht für den einfachen Weg über ein Maschinenbaustudium am KIT entschieden.
Von Anfang spürte man: hier liegt heute etwas in der Luft. Insbesondere Meterologe Marcel war wetterfühlig. Der Jörg Kachelmann des TZ berechnete fix die Windrichtung, checkte seine Wetterapp und verwandelte einen Eckball direkt in den Winkel. Herrlich! Mit diesem 1:0 war die Tabellenspitze in Gruppe A zurückerobert. Doch der TZ hatte noch lange nicht genug. Aus einer Abwehr die sicherer als ein Nudelsieb zur Empfängnisverhütung war entwickelte der TZ das Spiel nach vorne. Es muss niemand wundern wenn Hartzi bald seine BILD-Zeitung auf André ausbreitet und in der Sonne döst, denn André entwickelt sich im Laufe dieser Saison zur absoluten Bank in der Innenverteidigung. F. Feuerstein zeigte mal wieder seine Vorliebe für die Steinzeit und legte den ein oder anderen Brocken in den Weg der Gegner – Jabadabadu! Elias, Geiger und Thomas bildete so viele Dreiecke im Mittelfeld, dass der Kurs „Geometrie für Fortgeschrittene“ eine Exkursion in den Sparda Sportpark unternahm. Schocki auf der rechten Seite bewies mal wieder, dass der Spruch „ – halb Mensch, halb Tier“ absolute Gültigkeit hat. Diesmal erinnerte er aufgrund seiner Behäbigkeit und Passgenauigkeit zwar eher an ein verschlafenes Faultier aber immerhin stets niedlich anzuschauen.
Und so machte der TZ weiter das Spiel und kam zu Chancen – insbesondere nach Standards. Der TZ hatte in diesem Spiel mehr gefährliche Ecken als Oberreut. Mäx zeigte einmal mehr, dass er mit seinen knuffigen Bäckchen nicht nur als Kind das Werbegesicht für Zwieback war, sondern auch bis heute gerne mal einen vernascht. Mit unglaublicher Energie, die nur von einem ausgiebigen Zwiebackfrühstück kommen kann, wamste er zwei Dinger in die Maschen. Dem Gegner von Mars Inter blieb der Baklawa im Halse stecken. 3:0 für den TZ!
Kurz vor Schluss wurde es plötzlich still im Sparda Sportpark. Eine Wolke schob sich vor die gleisende Sonne, die Vögel hörten auf zu zwitschern und die Zuschauer hielten den Atem an. Grätschengeiger, Gründungsvater des TZ Woddi nei, zeigte seine Auswechslung an. Mit stehende Ovationen (aufgrund mangelnder Sitzplätze) feierte der gesamte TZ Anhang den letzten Abgang von Violino. Mit ihm geht ein ehrlicher Fußballarbeiter der sich, aber vor allem seine Gegner nie schonte. Mit ihm geht auch ein Stück TZ Geschichte. Die Wundermannschaft der ersten Saison des TZ wer hat sie noch leibhaftig erlebt? Ihr Bild fügt sich zusammen aus der Lektüre von Facebookberichten, aus den Erzählungen alt und grau gewordener Augenzeugen. Der Mythos TZ wuchs in einem Biotop, dass es nie mehr geben wird. Der TZ der frühen Jahre zelebrierte seine Kunst in einer Epoche, die noch nicht der Allgegenwart der elektronischen Medien geweiht war.
Keine Fernsehbilder von misslungenen Pässen, vergebenen Torchancen (na ja an den vergebenen Elfer in der Finalrunde erinnert sich jeder) oder hässlichen Fouls trüben das Bild von Geiger. Helden mit Alltagsfehlern sind ein Produkt des Medienzeitalters. Geigers TZ Woddi nei hingegen wird bis in alle Ewigkeit das weiße Ballett bleiben. Auch wenn ein TZ ohne ihn schwer vorstellbar ist, wünschen wir ihm an dieser Stelle alles erdenklich Gute.
Trotz des sentimentalen Blicks zurück liegt die strahlende Zukunft des TZ noch vor uns. Mit 21 Punkten und 32 geschossenen Toren qualifiziert sich der TZ Woddi nei souverän für die Zwischenrunde am Mittwoch, den 05. Juli. [Hier abgedroschene Phrase mit den Worten „Pflicht“ und „Kür“ einfügen.] Wir bedanken uns bei allen Mannschaften für den sportlich fairen Zweikampf und freuen uns die eine oder andere Mannschaft in der Finalrunde wieder zu sehen. RooK Smoker Athletic BinBlau