01/06/2026
"Wir haben heute sehr viel rotiert und auch in der Halbzeit kräftig gewechselt“, nahm VfL-Trainer Mehmet Kara den Erfolg gerne mit. Für beide Teams ging es in diesem Spiel um wenig. Es war das letzte Spiel einer langen Landesligasaison und während Kamen am vorletzten Spieltag Platz zwei sicherte, stand Hombruch fast sicher als Nichtabsteiger fest. Dementsprechend gemächlich startete das Spiel.
Die ersten Möglichkeiten gab es für Dustin Jurkiewicz und Jonas Schneck. Beide scheiterten jedoch am gegnerischen Schlussmann. In der Folge neutralisierten sich beide Teams, echte Torchancen wurden zur Seltenheit. In der Schlussphase drehte Kamen dann auf, blieb aber im Abschluss zu harmlos.
Rienat Mochuliak, Luca Hildebrandt und Mirco Gohr scheiterten mit ihren Chancen und so ging es torlos in die Kabinen.
Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es vier Wechsel beim VfL Kamen. Einer der Neuen, Devin Ugur, scheiterte mit dem ersten Abschluss am Torpfosten. Mit dem nächsten Angriff dann die VfL-Führung: Rienat Mochuliak zeigte seine Stärke und bereits wenig später scheiterte Emre Demir am Außennetz. Kamen spielte seine Überlegenheit nun deutlich effektiver aus und Demir sorgte für den zweiten Treffer.
Mochuliak flankte mit viel Übersicht und der Kapitän hatte keine Probleme, den Ball ins Tor zu befördern.
Während Hombruch das Spiel offenbar aufgab, drückte Kamen weiter und schoss sich für das Relegationsspiel warm. Mochuliak erzielte seinen zweiten Treffer und Görkem Ücüncü traf wunderschön in den Winkel.
In der Schlussphase wurde auch Ersatzkeeper Felix Schlee gefordert, doch er hielt seinen Kasten mit Bravour sauber.
"Ich bin mega stolz auf die Jungs und ich ziehe meinen Hut. Wir hätten auch höher gewinnen können, aber es war ein toller Abschluss für uns und unsere Fans“, strahlte Kara und blickte direkt auf das Relegationsspiel gegen Germania Salchendorf: „Ich freue mich jetzt auf Donnerstag.“
„Wir sind froh, dass die Saison zu Ende ist“, nahm HSV-Trainer Maik Kortzak die Niederlage mit Humor und analysierte: „Uns fehlte irgendwie bei allen Spielen in dieser Saison die Power. Es war auch heute bezeichnend, dass wir unsere Chancen einfach wieder nicht genutzt haben. Dennoch hatte auch Kamen noch Möglichkeiten, um das Ergebnis höher ausfallen zu lassen.“
VfL: Schlee - Hildebrandt (46. Oxe), Celik, Demircan, Mochuliak, Guhse, Jurkiewicz (46. Ugur), Gohr (46. Demir), Stefanidis, Ersan, Kurtulus (46. Ücüncü)
HSV: Hamme (80. Franz) - Mattes, Martins (15. Bernhard), Olugbemi (78. Heiß), Landa (46. Kilian), Majdanac, Feldbrugge, Schneck (64. Voss), Lamay, Ali, Zierhorst
Tore: 1:0 Mochuliak (51.), 2:0 Demir (62.), 3:0 Mochuliak (75.), 4:0 Ücüncü (82.)
Quelle: Hellweger Anzeiger vom 01.06.2026