08/04/2026
🏒😇 Unschuldsengel im Auftrag des Spielplans unterwegs 😇🏒
Mein persönliches Saisonfazit 2025/26
Die Saison 2025/26 ist für die Roosters Geschichte. Zeit für ein Fazit.
Für mich als Eishockeyfan bedeutet das erst einmal:
Die Lebensplanung richtet sich nicht mehr nach dem Spielplan. Ich habe plötzlich wieder Zeit und theoretisch sogar mehr Geld.
Wobei... eigentlich gilt sowieso: Nach der Saison ist vor der Saison.
Gefühlt hat während der Sommerpause nur jemand kurz auf die Pausetaste gedrückt. Spätestens im Juli war klar: Die Entzugserscheinungen sind zu stark – ich brauche wieder Hockey! Pünktlich zur Veröffentlichung des Spielplans stellte sich die alles entscheidende Frage:
Wohin rollen die Busse der Unschuldsengel – und wie oft bin ich dabei?
Die Vorbereitung: Philosophen am Kaltgetränk
Schon bei der JHV des IEC, dem Sommerfest der Unschuldsengel und der 10-Jahres-Feier der Ultras wurde bei bestem Wetter und dem einen oder anderen Kaltgetränk über neue Auswärtsfahrten philosophiert. Saisonvorbereitung auf Fan-Niveau eben.
Dann endlich: Live-Hockey! Auch wenn es „nur“ Testspiele waren, galt für mich: Hauptsache Eis, Puck und kalte Getränke – Prioritäten müssen schließlich gesetzt werden.
Zum Auftakt in der Kölner Trainingshalle gegen Dresden hatte ich das Gefühl, halb Iserlohn sei vor Ort. Die Stimmung war so gut, als ginge es bereits um die Champions League, und das bei Freibadwetter.
Es folgte das Turnier in Kassel und dem NRW-Cup in Iserlohn, gab es noch einen kleinen "Unterhaltungs-Klassiker":
Bei der Ehrung für Mike York bewies WB, dass Zahlen tückisch sein können – die falsche Rückennummer!
Ich werte das mal als Versprecher, kann ja mal passieren. 🤭🔢
Emotionales Intervalltraining und logistische Meisterleistungen
Der Saisonstart in Ingolstadt war kein Wunschkonzert, aber der Sieg dort ließ mich kurzzeitig glauben: „Hey, die Mannschaft ist richtig gut!“ 😎 (Spoiler: Dieser Gedanke hielt nicht lange...).
Die Realität holte mich schneller ein als gedacht.
Es folgten Siege nach Verlängerung, aber eben auch reichlich Niederlagen. Ein echtes emotionales Intervalltraining für uns Fans.
Der absolute Tiefpunkt? Das Spiel gegen Frankfurt: Cornel gleicht 19 Sekunden vor Schluss zum 3:3 aus, die Halle explodiert – und 0,4 Sekunden vor dem Ende: 3 - 4😳
Schockstarre.
Die ungläubigen Gesichter im Stadion hätten das perfekte Gruppenfoto für ein Album namens „Trauma 2025“ abgegeben.
Ein erstes echtes Highlight folgte: die Schiffstour nach Köln. 😎🚢
Mit dem Schiff von Iserlohn nach Köln?
Wie geht das denn?
Logistik kann so einfach sein:
600 Roosters-Fans in Busse packen, ab nach Düsseldorf und dort aufs Schiff. Dank diverser „legaler Stimmungsaufheller“ 🍻☕️ geriet das Ergebnis auf dem Eis später erstaunlich schnell in den Hintergrund.
Eine unvergleichliche Tour - danke an die Fanbeauftragten
Von Tiefpunkten und dem großen Wendepunkt
Da ich bekanntlich eine leicht masochistische Ader habe, folgten weitere 21 Auswärtsspiele: Straubing, Wolfsburg, Nürnberg, Bremerhaven... Man will ja nichts verpassen – weder die nächste emotionale Vollbremsung noch den einen Sieg, von dem man noch Jahre später erzählt.
Als sich die Niederlagen häuften, wurden die Rufe nach personellen Konsequenzen laut.
Zum Glück hörte niemand auf die „Tribünen-Taktiker“.
Der nächste Tiefpunkt kam für mich - natürlich - wieder Frankfurt
Das tat weh.
Wir schafften es, dem statistisch schlechtesten Goalie der Liga ein Shutout zu schenken. 🎁🥶
Wäre ich mit dem Auto da gewesen, wäre ich wohl schon vor Spielende heimgefahren.
Doch dann kam Dresden. Mittwochabend, lange Fahrt, eigentlich keine Erwartungen – und plötzlich ein 6:1-Sieg! 💥🏒
Das war der Wendepunkt. Es folgten Siege gegen München, Straubing, Dresden, Frankfurt und am Pulverturm in Straubing.
Am Ende sprang Platz 12 heraus. Sicher nicht perfekt, aber definitiv nichts für die Kategorie "Katastrophenfilm".
Gänsehaut zum Abschluss: Der Sonderzug
Das zweite große Highlight der Saison:
Der Sonderzug nach Dresden. 850 Roosters-Fans auf Schienen, 1.200 Iserlohner in der Halle – ein kontrollierter Ausnahmezustand, der selbst die Eislöwen sprachlos zurückließ. 🚂
Der Gästeblock? Laut. Die Eislöwen-Fans? Kaum zu hören.
Die Choreo? Beeindruckend. Die Stimmung? Brachial.
Ein riesiges Dankeschön an die Fanbeauftragten, die auch diese Tour möglich gemacht haben.
Nach der Olympiapause trudelte die Saison langsam aus. Die Doppelbelastung Nürnberg/Berlin kostete Kraft, wurde aber pflichtbewusst erledigt. Am Ende fehlten nur zwei Punkte auf Platz 11. Keine Playoffs – aber gefühlt eine deutlich bessere Saison als in den Vorjahren.
Was bleibt?
Unzählige Kilometer auf der Autobahn 🚗
Heisere Kehlen und viele Kaltgetränke 🍻
Ein leicht angeschlagenes Nervenkostüm
Und die Gewissheit:
Wenn der Spielplan ruft, bin ich wieder unterwegs.
Ein riesiges Dankeschön an alle Mitfahrer, Verrückten und Dauerfahrer. Ohne euch wäre das alles nur halb so schön. Mit euch ist es Chaos – aber das gute Chaos!
Auf die nächste Saison!
💙🤍 NUR DER IEC 🤍💙