04/09/2026
Hinter der Hundecouch, hinter dem WELPENKOMPASS, hinter allem, was du hier siehst, steckt ein Mensch. Und der steht gerade unter Strom.
Bei Selma, meiner 9 Jahre alten Bullmastiff-Mix, wurde vor kurzem Knochenkrebs festgestellt. Die Zeit, die uns bleibt, ist knapp.
Die Entscheidung, die davor liegt, trifft man schon allein nicht einfach – als Familie, die alle mitnehmen muss, ist sie noch einmal herausfordernder.
Man trägt sie mit sich, jeden Tag ein Stück mehr.
Dazu kommt die Unruhe im Land vor der Wahl. Auch das beschäftigt mich.
Als Mensch, als Frau. Als Mutter von drei Kindern. Als Sachsen-Anhalterin, die hier lebt und als Unternehmerin arbeitet und wissen möchte, wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt.
Inklusion, Klimaschutz, der Fachkräftemangel, eine alternde Gesellschaft, das gesellschaftliche Klima insgesamt – all das betrifft uns direkt, in der Familie, in der Arbeit. Was nach dieser Wahl auf uns zukommt, ist für mich keine abstrakte Frage.
Hinter vermeintlich einfachen Lösungen versteckt sich fast immer eine komplexe Aufgabe. Das gilt in der Hundewelt genauso wie in der Gesellschaft. Der Preis dafür zeigt sich oft erst auf den zweiten Blick. Populismus war selten konstruktiv, selten hilfreich.
Er bietet einfache Antworten auf Fragen, die keine einfachen Antworten zulassen. Es wird schneller nach vermeintlichen Schuldigen gesucht als nach wirklichen Lösungen. Ich wünsche mir eine offene Gesellschaft, eine, die aushält, dass Antworten manchmal Zeit brauchen.
Ehrlich gesagt: In solchen Phasen bleibt manches liegen. Antworten dauern länger. Es ist keine Nachlässigkeit, wenn gerade so viel gleichzeitig Raum braucht.
Ich schreibe das hier, weil ich davon überzeugt bin, dass Miteinander nur entsteht, wenn wir einander auch die Momente zeigen, in denen es nicht rundläuft. Ich wünsche mir eine Vertrauensgesellschaft, keine Misstrauensgesellschaft. Ich wünsche mir Vielfalt und Verbundenheit.
STABILES WIR
VERBUNDENHEIT
SACHSEN-ANHALT
VERTRAUEN
MITEINANDER