21/02/2025
Verspätete Züge, fehlende Kapazitäten und immer wieder der neidische Blick in Länder wie die Schweiz – Deutschlands Schieneninfrastruktur ist deutlich anzumerken, dass hier über Jahrzehnte zu wenig investiert wurde. Bei den Pro-Kopf-Investitionen in die Schieneninfrastruktur liegen wir im europäischen Vergleich abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze. Auf den Top-Rängen glänzen unsere Nachbarn Luxemburg, die Schweiz und Österreich. Aber auch Länder wie Großbritannien, die Niederlande und Tschechien investieren pro Kopf mehr in die Schiene als wir. Zwar werden die deutschen Zahlen für 2024 wahrscheinlich deutlich besser ausfallen, doch der Investitionsstau bleibt massiv. Statt dem jährlichen Tauziehen und Bangen um die Schieneninvestitionen brauchen wir endlich eine belastbare mehrjährige Finanzierung.
Der Investitionsstau der deutschen Schieneninfrastruktur ist mittlerweile so groß, dass er selbst aus anderen Ländern erkennbar ist. „For decades, Germany skimped on maintenance and infrastructure upgrades as successive governments put a higher priority on fixing roads and balancing budgets“, schreibt die Financial Times und wirft auch einen Blick auf unsere Zusammenstellung der Pro-Kopf-Investitionen verschiedener europäische Länder: https://www.ft.com/content/d3b6e6b5-eddb-4230-b866-932d284cef9c