25/05/2025
+++ 25. Mai.2025 Eine wasserreiche Heldentat für das Klima in der Fränk. Schweiz +++
Hallo liebe STADRADELN Fans,
der Himmel über Franken, er präsentierte sich an diesem Tage in einem tiefen, fast schon unheilvollen Grau. Dicke, träge Wolken zogen wie ambossartige Gebilde über das Land, kündeten von einem nassen Spektakel, das uns, die tapferen Recken des STADTRADELNS, auf unserer klimafreundlichen Mission begleiten sollte.
Von Herzogenaurach aus machten wir uns auf, um bei der Radtourenfahrt des TV Erlangens teilzunehmen und dabei auf eine kleine, aber feine Schar Unentwegter zu treffen, beseelt vom Geiste des Umweltschutzes und der Freude an der Bewegung. Unser Ziel: die malerische, ach so oft besungene Fränkische Schweiz. Doch an diesem Tage zeigte sie sich von ihrer herberen Seite, rau und ungestüm wie ein alter Seebär.
Bereits in Erlangen, dem Ausgangspunkt unserer Tour, empfing uns ein unaufhörlicher Regen. Er prasselte nieder wie unzählige kleine Trommler, verwandelte den Asphalt in spiegelglatte Oberflächen und sog die Farben der Umgebung in ein tristes Grau. Die Temperatur, sie sank unbarmherzig auf etwa elf Grad Celsius, eine wahrhaft frische Angelegenheit, die manch einen innerlich frösteln ließ, äußerlich aber zur sportlichen Betätigung anspornte.
Unsere Gesichter, gezeichnet von Wind und Wetter, zeugten von unbändigem Willen. Die Regenjacken, sie mögen zwar äußerlich durchnässt gewesen sein, doch innerlich bewahrten sie die Wärme des sportlichen Ehrgeizes, hielten dicht wie die Pforten einer mittelalterlichen Festung gegen die anstürmenden Wassermassen.
Die Fränkische Schweiz, sonst ein Eldorado für Naturliebhaber und Ausflügler, bot an diesem Tage ein eher dramatisches Bühnenbild. Die bizarren Felsenformationen, sonst so erhaben und trutzig, wirkten im grauen Schleier des Regens fast ein wenig melancholisch und kaum war das Windrad von Kasberg im Nebel zu erkennen, dessen Fuss nicht erkennen ließ, dass über ihm ein Windrad von unbeschreiblichem Durchmesser durch den Nebel wirbelte. Doch gerade in dieser wilden Schönheit lag ein besonderer Reiz, eine Herausforderung, der wir uns als STADTRADLER nur zu gerne stellten. Nur etwa weitere 350 wackere Seelen hatten sich trotz des Wetters auf den Weg gemacht – wahrlich eine Auslese der Wetterfestesten!
Und dann, meine lieben Leser, die Anstiege! Jene berüchtigten Steigungen, die das Radlerherz höherschlagen lassen – im Guten wie im Schlechten.
Als erstes Highlight stelle sich uns die Burg Feuerstein in den Weg! Wie ein steinernes Wappentier thronte sie auf ihrem Hügel, ein majestätischer Anblick, der selbst durch den grauen Schleier des Regens nichts von seiner Imposanz verlor. Der Weg hinauf, eine weitere Prüfung unserer Beinmuskulatur, belohnte mit dem Gefühl, ein Stück fränkischer Geschichte „erfahren“ zu haben.
Besonders in Erinnerung geblieben ist der mörderische Anstieg von Weingartsgreuth. Steil wie eine frisch gepflügte Ackerfurche zog er sich bis Regensberg empor, forderte jeden einzelnen Muskel, jeden Atemzug. Oben angelangt, ein kurzer Blick zurück auf die im Regen versinkende Landschaft, ein Moment der stillen Genugtuung.
So kehrten wir zurück nach Erlangen, und schließlich nach Herzogenaurach, durchnässt bis in die letzte Faser, aber reich an Erfahrungen und um viele klimafreundliche Kilometer reicher.
Fazit:
Diese Ausfahrt des STADTRADELNS war mehr als nur eine Radtour; sie war ein Bekenntnis zum Klimaschutz, ein gemeinsames Durchhalten unter widrigen Umständen, eine wahre Heldentat im Zeichen der Nachhaltigkeit.