04/05/2026
Auch dem SSV war Edmund Müller im Bereich Badminton über viele Jahre eng verbunden. Unser Beileid gilt den Hinterbliebenen.
Ormesheimer Edmund Müller ist verstorben
Der gebürtige Ormesheimer Edmund Müller, der zuletzt in Leimen bei Heidelberg gelebt hatte, ist am 29. April 2026, wenige Tage nach seinem 85. Geburtstag, verstorben. Die Beerdigung fand am 8. Mai 2026, auf dem Friedhof in Ormesheim statt.
Älteren Mandelbachtalern ist Edmund Müller sicher noch gut in Erinnerung, denn er war jahrzehntelange als "rasender Reporter" der Saarbrücker Zeitung, später für den Wochenspiegel und den Saartext unterwegs und hatte über Hunderte von Veranstaltungen in unserer Gemeinde berichtet. Als freier Mitarbeiter berichtete er unter den Kürzeln "em" oder "emü" lange Jahre über alle Ereignisse aus unserer Region.
Darüber hinaus setzte der stets rührige Edmund Müller auch ehrenamtlich in der Ormesheimer Vereinsfamilie bemerkenswerte Akzente.
Der heimatverbundene Ormesheimer war im November 2011 nur seiner Frau zuliebe aus Mandelbachtal in deren Geburtsort Leimen umgezogen. Dies war für ihn ein schwerer Schritt, denn es war für ihn nicht leicht, sein schönes Anwesen am Krämer in Ormesheim zu verlassen.
Im Herzen war er aber immer ein Ormesheimer geblieben. So versicherte er in einem Gespräch vor einigen Jahren gleich mehrfach: ,,Ich war, bin und bleibe Ormesheimer, Mandelbachtaler, Saarpfälzer und Saarländer“.
Dies lässt sich auch daraus erkennen, dass er bis zuletzt noch oft nach Ormesheim gereist war, etwa zur Fronleichnamsprozession, zu interessanten Fußballspielen, zu kulturellen Veranstaltungen, zur ,,Kerb“ oder dem Gang über den Friedhof, um sich von alten Bekannten, die vor ihm verstorben waren, zu verabschieden.
Einen guten Namen hatte sich Edmund Müller in seiner aktiven Zeit auch im Ormesheiner Vereinsleben gemacht. So führte er von Dezember 1967 bis ins Jahr 1982 mit großem Erfolg den 1962 gegründeten Kneippverein Ormesheim. Diesen übernahm er damals mit 60 Mitgliedern. Der Verein erlangte im Saarländischen Kneippbund und sogar im Deutschen Kneippbund hohes Ansehen. Müller baute den Kneippverein zum damals größten Ormesheimer Ortsverein aus, zuletzt mit einer Wanderabteilung, Jogaabteilung, Ballettabteilung, Badmintonabteilung und Skiabteilung.
Dazu kamen ein vielbeachtetes Vortragsprogramm zu wichtigen Gesundheitsthemen mit namhaften Referenten aus ganz Deutschland und ein Reiseprogramm mit gelungenen Tages- und Mehrtagesfahrten.
Von den erfolgreichen Tagesfahrten in bekannte Tourismusregionen, wie u.a. Hunsrück, Eifel, Mosel, Rhein, Odenwald, Schwarzwald, Vogesen oder Pfälzerwald sowie den Mehrtagesfahren ins Tannheimer Tal, an den Achensee, nach Ruhpolding, Kleinwalsertal und Fieberbrunn wird bis heute noch von vielen Teilnehmern geschwärmt.
Dies gilt auch für die Vielzahl von Tageswanderungen im Saarland, der Pfalz, dem Hunsrück und den Vogesen sowie den mehrtägigen Wanderaufenthalten in der Südpfalz, im Schwarzwald und den Vogesen.
Auf Initiative von Edmund Müller erfolgte 1973 im Kirchenwald auch der Bau eines Trimm-Dich-Pfades mit 20 Stationen auf einer 2.600 Meter langen Strecke. Er initiierte auch die unvergessenen Pfingstfeste am Aussichtsturm im Kirchenwald, einem beliebten Volksfest mit spannendem Kinderprogramm, musikalischer Unterhaltung und einem Mannschaftswettbewerb im Tauziehen.
Zu den Höhepunkten des Kneippvereins zählte damals auch die jährliche Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier im Festsaal Niederländer mit anspruchsvollem Programm, darunter auch dem Auftreten des Vereinsnachwuchses bei Gesang, Musik oder Theaterspiel.
Vier Jahre lang war Edmund Müller auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine und war maßgeblich beteiligt an den jährlichen Terminabstimmungen und einer harmonischen Zusammenarbeit der örtlichen Vereine.
Aus der Badmintonabteilung des Kneippvereins entstand schließlich ein eigener Badmintonverein, den Edmund Müller lange Jahre als Vorsitzender erfolgreich leitete.
Von Mai 1984 bis Mai 1995 war Edmund Müller ehrenamtlicher Pressewart das Saarländischen Badmintonverbandes. Von wichtigen Meisterschaften in Deutschland sowie den Europameisterschaften in Uppsala (Schweden) sowie Kristiansand (Norwegen) mit der damals sehr starken Spielerin Kathrin Schmidt (TuS Wiebelskirchen) durfte er sogar live im SR berichten.
Über mehrere Jahrzehnte hinweg war er zudem Mitglied in vielen weiteren Ormesheimer Vereinen. Dem Orchesterverein ,,Harmonie“ gehört er seit dem Gründungsjahr 1979 ununterbrochen an. Schon ab dem Jahr 1972 hatte er sich der Ormesheimer Öffentlichkeitsarbeit angenommen.
Der Verkehrsverein Mandelbachtal trauert um einen Gönner und Freund des Verkehrsvereins Mandelbachtal. Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei den Hinterbliebenen. Edmund Müller hinterlässt seine zwei erwachsenen Söhne Franz-Josef und Clemens, zwei Schwiegertöchter sowie sechs Enkelkindern. Möge seine Seele Frieden finden.