Die Spieler kamen aus Rosenwinkel, Grabow oder gar Drewen. Vereinsfahne und Vereinshymne
Es gab eine Vereinsfahne und eine Fußballhymne „Grün-Weiß“. Weltkrieg beendet aber wie überall das aktive Vereinsleben. Erst 1949 gab es die Neugründung der BSG Aufbau Blumenthal, Trägerbetrieb war das Sägewerk. Zwei Jahre später entstand die BSG Traktor Grabow. Erst 1954 wurde der Sportplatz an seiner jetzig
en Stelle angelegt. „Da gab es keine Umkleidekabinen oder gar Duschen, wir haben uns mehr von innen gewaschen“, so schmunzelnd Manfred Lengert. Manfred Lengert zum Vereinsleben damals:
Zu den ersten Fußballern gehörten Horst und Wilfried Kampe, Harry Hornig oder Waldemar Rahn. „Da spielten schon 14-Jährige mit, um das Team voll zu bekommen“, erinnert sich Lengert. Er selbst stieß 1955 zum Team. Als Spieler sei er nicht so doll gewesen, aber als Torwart brauchbar. 1956 stieg Traktor Grabow in die 1. Kreisklasse Pritzwalk auf. Die benachbarte BSG Aufbau Blumenthal spielte da in der Bezirksklasse. Wichtig für den jetzigen Verein war 1965 die Entscheidung, in Grabow einen Hallentrakt zu errichten. „Drei Jahre alles in Eigenregie“, so Lengert. Einmal war sogar die Polizei auf der Baustelle. Der Verein hatte Zement gekauft, der Verkäufer hatte den aber irgendwo illegal abgezwackt. „Als sie den Zement abholen wollten, war der schon im Fundament verbaut“, schmunzelt Lengert. Zum Schluss gab es 70000 Mark aus Lotto-Mitteln für das Dach. Nachdem einige Jahre darüber geredet wurde, schlossen sich 1969 Aufbau Blumenthal und Traktor Grabow zur BSG Traktor Blumenthal/Grabow zusammen. Gespielt wurde in Grabow und Blumenthal, ab 1974 nur noch in Grabow, zumeist in der Bezirksklasse. Neben vielen Erfolgen im Nachwuchsbereich zählt der Staffelsieg 1983/84 zu den sportlichen Highlights. „Allerdings sind wir ein Jahr später abgestiegen“, gesteht Schriftführer Klaus Schmidt, doch das habe es ja auch in der Bundesliga gegeben. Die Wende brachte bei der BSG Traktor Blumenthal/Grabow wie überall viele Veränderungen. Jetzt hieß man SV Blumenthal/Grabow. Tolles Vereinsgelände
Nun hieß es den Verein durch eigenes Engagement der Mitglieder zu führen. „Was uns aber ganz gut gelungen ist“, erklärte Lengert und zeigt stolz auf das feine Vereinsgelände. „6,8 Hektar mit Fußballplätzen, Reitplatz und Halle werden von den Sportlern instand gehalten.“ Vor allem Fred Genske sorge dafür, aber auch er selbst und weitere Mitglieder, dass alles gepflegt aussieht. Dabei erinnert Manfred Lengert, den sein Sohn Ralf, die gute Seele des Vereins nennt, auch an den Kraftakt der Grundsanierung des Hallentraktes 2002. Wieder fast alles in Eigenregie. Aber es habe sich gelohnt, mit der Anlage haben die 160 Vereinsmitglieder eine tolle Heimstätte.