21/09/2021
LM KDK am 24.07.21 in Ankum
Der VfK stellte mit 12 Startern die meisten Teilnehmer und mit drei Kampfrichtern auch die
meisten Offiziellen nach dem Ausrichterverein SV Quitt Ankum. Der Wettkampf wurde im Rahmen der für öffentliche Veranstaltungen gültigen Richtlinien im Zuge der Pandemie mit einem
Hygienekonzept durchgeführt. Ein großes Lob gilt dem ausrichtenden Verein SV Quitt Ankum, die
in diesen für den Sport besonderen Zeiten eine sehr gut geplante und durchgeführte
Meisterschaft ausgerichtet haben.
Typisch für Landesmeisterschaften war auch diese die Bühne für viele Neueinsteiger ins
Wettkampfgeschehen. Für den VfK gab es sieben Debütanten, die allesamt eine hervorragende
Quote an gültigen Versuchen auf die Plattform brachten und mit starken Leistungen überzeugen
konnten.
Am Vormittag starteten zunächst die Athleten der Altersklassen im Wechsel mit den weiblichen
Aktiven und Juniorinnen. Als routinierter Bankdrücker wagte sich Mario Harrer auch dieses Jahr erneut an den vollen KDK und steigerte sich im Vergleich zu seinem Einstieg für den VfK vor zweiJahren an selber Stelle in jeder Disziplin. Er brachte 160kg Kniebeuge, 155kg Bankdrücken und
195kg Kreuzheben in die Wertung belegte damit den 2. Platz in der Klasse bis 105kg. An der
Rekordlast von 160,5kg im Bankdrücken scheiterte er leider im dritten Versuch. Eine Last, die
Mario sicherlich bei der nächsten Gelegenheit erneut angreifen wird.
In der Wechselgruppe gab es gleich zwei neue Gesichter mit Luzie Grunemann bei den
Juniorinnen bis 69kg und Rebecca Knapp bei den weiblichen Aktiven bis 76kg. Nach anfänglicher
Nervosität gelang beiden ein starker Einstand. Rebecca bewältigte 120kg in der Kniebeuge,
67,5kg im Bankdrücken und belohnte sich mit lockeren 140kg im Kreuzheben direkt mit einer
persönlichen Bestleistung. Die Leistung bedeutete Platz 2 hinter Gesamtsiegerin Julia Huning aus
Ankum.
Luzie konnte mit starken 145kg in der Kniebeuge, 65kg im Bankdrücken und kämpferischen
155kg im Kreuzheben die Gesamtwertung der Juniorinnen für sich entscheiden und zunächst
einmal sämtliche Rekorde der neuen Gewichtsklasse aufstellen. Beide Sportlerinnen brachten 7 von 9 gültige Versuche in die Wertung und konnten mentale Stärke im Umgang mit schwierigen Situationen zeigen.
Am Nachmittag starteten für den VfK bei den Junioren René Hüsing bis 74kg, Debütanten Bjarne
Dücker und Pier Preissner bis 93kg und die vollständige Klasse bis 105kg bestehend aus Marco Wypior, Melvin Kaptan und in ihrem ersten Wettkampf Jesper Brand und Tim Bode.
René zeigte sich in starker Verfassung und steigerte den Landesrekord in der Kniebeuge gleich
zwei mal auf 210 und schließlich 220kg. Es folgte eine gültige Serie mit neuer Bestleistung von
122,5kg im Bankdrücken und auch im Kreuzheben konnte sich René um satte 30kg im Vergleich
zum letzten Auftritt auf 235kg steigern. Während der Klassensieg mangels Konkurrenz ein leichtes war, lieferte das Total von 577,5kg beachtliche 419 Relativpunkte, die für alle weiteren Junioren
schwierig zu schlagen sein würden.
Im Vereinsduell um den Titel bis 93kg zwischen Bjarne Dücker und Pier Preissner konnte sich
Bjarne behaupten und mit 235kg in der Kniebeuge, 152,5kg im Bankdrücken und 247,5kg im
Kreuzheben - also 635kg im Total - auch die 400 Relativpunkte Grenze knacken. Pier bewältigte
210kg in der Kniebeuge, 130kg im Bankdrücken und 245kg im Kreuzheben und sicherte sich so
komfortabel mit 585kg den zweiten Platz vor Dominique Paape und Christopher Mitzkus aus
Lüneburg bzw. Braunschweig.
In der 105kg-Klasse verteidigte Marco Wypior mit starken 9 von 9 gültigen Versuchen seinen
Landesmeistertitel. Persönliche Bestleistungen von 240kg in der Kniebeuge und 162,5kg im
Bankdrücken wurden durch luftige 265kg im Kreuzheben zum stärksten Total aller Junioren mit
667,5kg abgerundet und bedeuteten 407 Relativpunkte.
Während 2019 die 600kg noch kämpferisch unter Tränen bewältigt wurden, strahlte Melvin Kaptan
in diesem Jahr völlige Ruhe aus und konnte die alte Bestleistung mit viel Überschuss pulverisieren. 232,5kg Kniebeuge, 147,5kg Bankdrücken und spielerische 245kg Kreuzheben ergaben 625kg im Dreikampf und damit den zweiten Platz.
Jesper Brand beendete seinen ersten Wettkampf direkt auf dem Treppchen und erarbeitete sich
mit 215kg Kniebeuge, 145kg Bankdrücken und 210kg Kreuzheben den dritten Platz.
Vervollständigt wurde das Quartett durch Tim Bode, der aus einer Verletzung heraus kommend
eine persönliche Bestleistung von 205kg in der Kniebeuge in die Wertung brachte und mit
127,5kg Bankdrücken und sehr leichten 220kg Kreuzheben auch seinen ersten Wettkampf
erfolgreich bestreiten konnte.
Im Duell um den Relativpokal der Junioren konnten Marco und Bjarne schließlich Renés
vorgelegte Leistung nicht überbieten, sodass der Pokal diesmal an den leichtesten Junior ging.
In der letzten Gruppe der männlichen Aktiven starteten Thomas Klumbies und Christian Karnapp
gemeinsam in der Klasse bis 105kg und belegten Platz 2 und 3 hinter Lokalmatador Artur Dimmel.
Während Thomas auf seinem ersten Wettkampf für den VfK eher konservativ mit 240kg
Kniebeuge, 165kg Bankdrücken und 275kg Kreuzheben seine Leistungsgrenze nicht berührte,
kämpfte Christian in jeder Disziplin um jedes Kilo und zeigte eine leidenschaftliche Performance.
Auch von einer Verletzung kommend war seine Wettkampfbestleistung von 230kg in der
Kniebeuge besonders stark zu bewerten. Es kamen 152,5kg Bankdrücken und 255kg Kreuzheben
hinzu.
Die Ergebnisse bedeuteten nicht nur Silber und Bronze der Gewichtsklasse, sondern waren
gleichzeitig auch Platz 2 und 3 in der Relativwertung, die hier ebenfalls mit Pokalen, und einem Präsent aus entweder Motoröl oder Frostschutz geehrt wurden.
Im Nachgang bedeuteten die gezeigten Leistungen für alle VfK-Athleten die Qualifikation zu den
entsprechenden Deutschen Meisterschaften und für Luzie Grunemann, René Hüsing, Bjarne Dücker, Marco Wypior und Melvin Kaptan zusätzlich die Einladung zum neu ins Leben gerufenen
Landeskader Niedersachsen.
Der Verein bedankt sich an dieser Stelle bei allen Organisatoren und ehrenamtlichen Helfern, die
diese Meisterschaft möglich gemacht haben und für uns alle ein Lichtblick in den letzten Monaten
ohne solche Veranstaltungen darstellten.
Sebastian Preine, KDK-Wart