18/06/2026
💥 Heute kommt der Mittelpart. Der längste Part. Das Rad. Ralfs Nabelschau.
VON DER ROLLE NACH ROTH - MEINE GANZ PERSÖNLICHE REISE
Mein erstes Rennrad bekam ich am 4. August. Damit begann ein Abenteuer, von dem ich damals noch nicht wusste, wohin es mich führen würde.
Die erste Leistungsdiagnostik folgte am 19. September. Mein erster Gedanke: „Ups, da fehlt noch einiges.“ Vor allem meine VLamax war deutlich zu hoch.
Also hieß es zunächst: Rollentraining, Rollentraining und noch mehr Rollentraining. Die erste echte Abwechslung brachte das Trainingslager in Tucson – und gleichzeitig meine erste 100-Kilometer-Ausfahrt. Ein tolles Erlebnis und ein kleiner Meilenstein.
Zurück in Deutschland wartete wieder die Rolle. Zum Glück ging es über Weihnachten für zwei Wochen nach Lanzarote. Viel Wind, wenig Sonne, aber endlich wieder viele Kilometer draußen. Eine wunderschöne Erfahrung – auch wenn ich bis heute sage: Für Anfänger ist die Insel nichts. Zu viele kurze, harte Anstiege. Da freut sich die VLamax.
Die nächste Diagnostik zeigte zwar Fortschritte, doch meine ständige Begleiterin, die VLamax, blieb hartnäckig an meiner Seite. Und statt weiter gezielt daran zu arbeiten, war ich erst einmal für gut vier Wochen krank und komplett raus aus dem Training.
Der Wiedereinstieg verlief langsam, aber Ende Februar kündigte sich das erste große Highlight meiner noch jungen Rennradkarriere an. Beim Ball des Sports fragte mich Vico, ob ich ihn beim Radklassiker Frankfurt–Eschborn begleiten möchte. Ohne zu wissen, worauf ich mich einlasse, sagte ich spontan für die lange Strecke zu.
Vier Tage vor dem Start schaute ich mir dann zum ersten Mal das Höhenprofil an – und mir wurde schlagartig klar, dass das keine gemütliche Ausfahrt werden würde. Kurzerhand fragten wir Mathias Brühler, ob er uns begleitet, und gemeinsam erlebten wir einen Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an die anschließende Diagnostik. Doch die Euphorie bekam einen kleinen Dämpfer: Die VLamax zeigte einmal mehr, dass sie es sich an meiner Seite gemütlich gemacht hatte. Offenbar wollte sie mich auf dem Weg nach Roth durch dick und dünn begleiten.
Also wurde ein SRM-Powermeter montiert, um noch präziser in den vorgesehenen Bereichen trainieren zu können. Das fühlte sich sofort richtig gut an.
Das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: ein Trainingslager in Freiburg. Gleich am ersten Tag ging es an den Kaiserstuhl. Am zweiten Tag folgte die Königsetappe: Freiburg – Schauinsland – Todtnau – Feldberg – Kirchzarten – zurück nach Freiburg. Am dritten Tag stand dann lockeres Ausrollen auf dem Programm – mit gerade einmal 125 Kilometern.
Und jetzt? Bis Roth sind es nur noch gut zwei Wochen.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir gewünscht, heute schon etwas weiter zu sein. Aber das Leben hält sich eben selten an Trainingspläne. Jetzt geht es darum, weiter an der Aero-Position zu arbeiten, noch einige wichtige Kilometer zu sammeln und gesund an den Start zu kommen.
Der Respekt vor der Strecke ist riesengroß. Gleichzeitig freue ich mich unglaublich auf dieses Abenteuer. Und mit eurer Unterstützung am Streckenrand oder aus der Ferne wird es ganz sicher ein unvergesslicher Tag!
Challenge Roth | Home of Triathlon