𝗗𝗶𝗲 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝗶𝗲 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗮𝗹𝘁𝗲𝗵𝗿𝘄𝘂̈𝗿𝗱𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗘𝗶𝗹𝗲𝗻𝗿𝗶𝗲𝗱𝗲𝘀𝘁𝗮𝗱𝗶𝗼𝗻𝘀!
„Ich wusste gar nicht, wie toll das hier ist.“ Diesen Satz kennen sie in der Akademie von Hannover 96, wenn Besucher das erste Mal in der Eilenriede zu Gast sind oder nach Jahren mal wieder vorbeischauen. Oktober 2016, ist mit dem neuen Eilenriedestadion und dem Internat als Fixpunkte ein Schmuckkästchen in einer der schönsten Ecken der Sta
dt. Ein Schmuckkästchen, das nicht nur die Spieler und Trainer begeistert. Was viele nicht wissen: Das Eilenriedestadion hat eine große Tradition. Wo heute 2500 Zuschauer dabei sein können, waren am 25. April 1937 bei einem Länderspiel gegen Belgien 54 800 Menschen dabei – eine unglaubliche Zahl. Dort, wo heute die Nachwuchsteams der Roten spielen, fanden früher nicht nur Länderspiele statt, sondern auch Bundesligaspiele wie 1974 gegen den 1. FC Kaiserslautern, als das Niedersachsenstadion für die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland umgebaut wurde. Eine kleine Reise in die Vergangenheit lohnt sich also, denn die Geschichte in der Akademie ist lebendig, nicht nur wegen der denkmalgeschützten Haupttribüne aus dem Jahr 1928. Wenn man so will, dann haben die Architekt Claus-P. Schulze Historie in die Zukunft gedreht mit der besonderen Idee, das ehrwürdige Spielfeld des Eilenriedestadions um 90 Grad zu drehen. Aber bleiben wir noch ein bisschen bei unserer Zeitreise: Eröffnet wurde das Eilenriedestadion am 25. Mai 1922, allerdings noch ohne die überdachte Stadiontribüne und nur mit einfachen Hügelrängen. Als Reminiszenz an diese Zeit wurden beim Neubau die Wallanlagen im Westen erhalten. Die Geschichte des Eilenriedestadion ist so wechselhaft wie dessen Name: Erbaut wurde es als „Stadion der Stadt Hannover“. Eine der Säulen am Eingang wurde beschriftet mit „Hindenburg Kampfbahn der Stadt Hannover, erbaut 1921“. 1934 wurde es in Hindenburg-Kampfbahn umbenannt, nach dem Zweiten Weltkrieg hieß es kurzzeitig wieder „Stadion der Stadt Hannover“ und nach dem Umbau zunächst „96 - Das Stadion“, bis es wieder den Namen Eilenriedestadion bekam. Die Liebe zur Geschichte steckt in der Akademie im Detail. Das alte Tribünengebäude des Eilenriedestadions wurde im Inneren neu strukturiert (Spieler- und Schiedsrichterkabinen, Physioräume, Sanitäranlagen) und wird im Tribünenbereich nur noch für einen kleinen VIP- Bereich mit 100 Zuschauerplätzen genutzt. Das Dach der markanten Haupttribüne wird nach wie vor von der Original-Eisenkonstruktion aus der Gründerzeit getragen. Die Tribünenböden wurden instandgesetzt und neu beschichtet. Die original Holz-Sitzbänke wurden repariert oder ausgetauscht und im Originalfarbton wieder neu beschichtet. Die Fassade wurde von losen Putzstellen befreit und wieder aufgearbeitet. Die Beton-Gesimse, Inschriften und historischen Leuchten wurden überarbeitet. Der Neubau des Nachwuchsleistungszentrums ist ein nichtunterkellerter, dreigeschossiger Massivbau, der auf einer bestehenden Sportfläche entstanden ist. Die Kubatur fügt sich parallel zur historischen Tribüne ein, die Höhen- und Längenausdehnung passt sich der Tribüne an und bildet somit ein gleichwertiges Gegenüber. Mit Sportinternat für 16 Jugendliche, diversen Kabinen, Sauna, Büros und Besprechungsräumen gehört „Die Akademie" zweifellos zu den schönsten in Deutschland.
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