07/11/2016
Wieder einmal ein typischer Saisonauftakt der ersten Herren: drei herbe Niederlagen mussten erfolgen, damit die eine oder andere Blindschleiche die Augen aufmacht.
Im folgenden nun ein Bericht von unserem cholerischen Stammesführer (siehe Alter), der, obschon er momentan auf spielerische Stärke verzichtet, dennoch die Coolness besitzt, teils flockige teils prognostische Sätze über die erste Herren zu schreiben:
Wir kennen es alle: Nicht der einfache, hohe Gewinn eines Punktspiels, sondern der umkämpfte, nervenaufreibende, auch von Rückschlägen gezeichnete 9:7 Sieg ist der schönste Erfolg in unserem Sport. Beim Mitfiebern, engagiertem Betreuen und natürlich im Doppel wird zudem die Mannschaftsleistung spürbar, die in unserem (Individual)- Sport ja leider oft zu kurz kommt. Dennoch sei ein einzelner Name erwähnt. Unser Charles Edgar hat in den beiden gewonnenen Punktspielen alle seine Einzel gewonnen. Mit fleißigem Training zwischen den Saisons hat er sich vom hibbeligen Sprungabwehrer zu einem Spieler gemausert, an dem sich noch etliche gute Leute die Zähne ausbeißen werden.
Der Reihe nach: Nach einem kampflosen 0:9 gegen Schnelsen zu Beginn und einem ernüchternden, chancenlosen 4:9 gegen Bahrenfeld, eine Mannschaft unserer Kragenweite, mussten wir feststellen, dass die Trauben für uns in dieser Saison offenbar ganz schön hoch hängen. Da hatten wir in der vorletzten Saison mit einem ähnlichen Team doch schon ganz anders aufgeräumt und eine 17:5 Hinserie gespielt?
Auch das kennen wir alle: Manchmal ist es viel schwieriger, gute und sehr gute Leistungen zu bestätigen, als sie das erste Mal zu erbringen. Zudem kämpfen wir alle mehr oder weniger mit diesen elendigen Formschwankungen, Trainingsrückständen oder auch gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Wenn dann noch ein Teil der Mannschaft kleine Kinder hat, ambitionierte Ausbildungen durchführt, sich im und für den Erfolg des Vereins nachhaltig und mit dauerhaft extrem hohen Einsatz kümmert, gerade die schlechteste Saison ever hinter sich hat oder erst kürzlich vom tischtennisfreien, anderen Ende der Welt zurückkehrt ist, ist es eben nicht so leicht.
Weiter geht’s: Mit hamburgtypichen 0:4 Punkten ging es als Nächstes gegen den Underdog vom ETV 3. Mit Hängen und Würgen und viel Glück gewannen wir 9:6. Dann gings zum ATV, in der Tabelle weit vor uns, zwar Aufsteiger, aber frisch mit zwei richtig guten neuen Spielern ausgestattet. Das Ergebnis war ein 2:9, wir hatten uns mit einer vor allem in den Doppeln katastrophalen Bilanz fest am unteren Tabellenende etabliert.
Und dann kam das oben angesprochene Spiel gegen Neuenfelde im Fahrenort. Hinzuzufügen ist eigentlich nur noch, dass das Schlussdoppel dramaturgisch geschickt mit 0:2 Satzrückstand begonnen wurde, was die Freude dann noch größer machte. Ein großer Dank gilt Martin Meisel, der uns in die Gepflogenheiten des Fahrenorts einwies, bis zum Ende ausharrte und dann noch vernünftig die Halle schloss. Und nun geht’s am 4.11 in der Lohkampstr. gegen den Aufsteiger aus Fischbek weiter. Mit noch mehr jüngeren Spielern als wir und in der Tabelle nur leicht vor uns wartet erneut eine machbare Aufgabe. SR