06/09/2026
Sileshi egalisiert den Streckenrekord, Schau überrascht
Die Wetterprognosen der Vortage hatten einen Wettlauf mit dem Dauerregen befürchten lassen. Doch Petrus meinte es gut mit dem CURREX Alsterlauf 2026: Am Sonntagmorgen war es zwar noch recht frisch, bis zum Ende der Veranstaltung blieb es jedoch weitgehend trocken. Damit herrschten nahezu ideale Laufbedingungen.
Das zeigte sich besonders im 10-Kilometer-Hauptlauf der Männer. Kefyalew Sileshi aus Äthiopien und Stephen Mwangi Njeri aus Kenia lieferten sich bis weit auf die Zielgerade am Ballindamm ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Rund 50 Meter vor dem Ziel spielte Sileshi seine größeren Sprintreserven aus, setzte sich entscheidend ab und gewann in 28:10 Minuten. Njeri folgte nur zwei Sekunden später.
Sein früher Jubel auf den letzten Metern könnte den 22-jährigen Sileshi, der für den SV Fun-Ball Dortelweil e.V. startet, jene entscheidende Sekunde gekostet haben, die ihm zum alleinigen Streckenrekord fehlte. Mit seiner Zeit egalisierte er die bisherige Bestmarke von Calistus Kimtai Kitoo. Der Kenianer war 2023 ebenfalls 28:10 Minuten gelaufen. Den dritten Podestplatz belegte John Kareithi Kariuki aus Kenia in 29:23 Minuten.
Als bester deutscher Läufer erreichte Tom Förster von der LG Braunschweig in 29:46 Minuten den vierten Platz. Dahinter folgten drei Hamburger, die zugleich die Hamburger Meisterschaft unter sich ausmachten: Den Titel sicherte sich Nicolas Wilde vom TH Eilbeck in 30:43 Minuten vor Felix Nadeborn in 30:50 Minuten und Simon B**g in 31:01 Minuten – beide vom Laufteam Hamburg. B**g ging später auch im offenen 5-Kilometer-Lauf an den Start und gewann dort klar in 15:29 Minuten.
Für eine Überraschung sorgte das Frauenrennen. Lili Schau vom TSV Neustadt erreichte das Ziel nach 33:39 Minuten und verwies Daryna Omarova aus der Ukraine in 34:37 Minuten sowie Caroline Balduhn vom TH Eilbeck in 34:48 Minuten auf die Plätze zwei und drei. Die favorisierte Tabea Themann von hamburg running hatte ihren Start wegen der noch hohen körperlichen Belastung nach dem EM-Marathon in Birmingham, der erst drei Wochen zurücklag, kurzfristig absagen müssen.
Die Rennen der Nachwuchsserie R5K wurden von Jonas Kulgemeyer vom Osnabrücker TB in 14:32 Minuten und der deutschen 5.000-Meter-Meisterin und EM-Teilnehmerin Vanessa Mikitenko vom Silvesterlauf Trier in 16:22 Minuten dominiert. Mit ihren Erfolgen bei der vierten Station wahrten beide ihre Chancen auf den Gesamtsieg. Die Entscheidung fällt am 26. September beim R5K-Finale im Rahmen des Berlin-Marathons.
Für den 10-Kilometer-Lauf waren insgesamt 4.720 Meldungen eingegangen. Wie bei großen Laufveranstaltungen üblich, standen nicht alle Gemeldeten tatsächlich an der Startlinie. Dennoch dauerte es gut neun Minuten, bis auch die letzten Teilnehmenden die Startlinie überquert hatten. Fun Fact: Zu diesem Zeitpunkt hatte die Spitze bereits mehr als drei Kilometer zurückgelegt.