22/10/2019
"Trau Dir was..."
SCVM - Lohbrügge 3:0 (1:0)
Samstag Nachmittag, 15:45 Uhr, beste Bundesliga-Zeit.
Aber wen interessiert an diesem Nachmittag schon die Bundesliga, wenn das Derby gegen Lohbrügge ansteht.
Vielleicht gerade mal Paddy, die alte Notnagel-Lederhose, aber dafür durfte er auch 70 Minuten auf der Bank schmoren.
Über diese Nicht-Einwechslung wird noch zu sprechen sein, glaubt zumindest Paddy.
Viel zu sprechen bzw. auch zu bedanken gibt es über die neuen Trikots, sponsored by Blätter! Vielen Dank dafür!
Dies sind jetzt die Trikots, die alle Mannschaften des SCVM tragen werden. Schöne Dinger, auch wenn Slim-Fit nicht für alle unsere Akteure geeignet scheint.
Wir starten mit Manu im Tor, Bara, Sven, Blätter und Effe bilden den Abwehrriegel mit Doppel-Libero, davor Daniel, Gino, Flöte und Flo. Ganz vorne mit Krütze und Fritsche.
Das war's schon mit den schönen Sachen, denn die 1. Halbzeit hatte wenig schönes oder spannendes zu bieten.
Da gab es schon weitaus hitzigere Derby's zwischen uns, allerdings waren beide Seiten Anfangs auch sehr harmonisch miteinander. Dies änderte sich allerdings so nach knapp 20 gespielten MInuten.
Es gab jetzt das ein oder andere Foul, das Gelaber wurde mehr und der durchaus toll trillernde Schiri musste immer mehr eingreifen. Als Berni schon lange den Pausentee anrühren wollte, hatten wir noch einen Freistoß von der linken Seite. Mo bringt die Kugel auf den 2. Pfosten, Fritsche geht in die Luft und befördert die Kugel per Kopf in die Maschen. 1:0 !!! Was direkt im Anschluss passierte konnten und können wir uns alle nur schwer erklären: Fritsche wollte Richtung Eckfahne seinen Jubel-Lauf starten, als sein Gegenspieler ihn einfach nur umtritt. Hatte Fritsche vielleicht eine Mücke am Stutzen und er wollte ihn "retten"? Oder hat sich der Ball im Netz in den neuen Stutzen gespiegelt so dass der Gegenspieler doch noch klären wollte? Die Antwort ist so einfach und bitter zugleich: Es war purer Frust. Dafür wurde er auch zu Recht mit Rot vom Platz gestellt. Vielleicht war es aber auch ein unkontrollierbarer Muskelreflex des Gegenspielers, hat er doch auf dem Weg zur Kabine auch nochmal die Mülltonne umgetreten. Naja, was auch immer, es war erstmal Halbzeit.
Nach der Halbzeit wurde es dann das erwartete Derby. Viele hitzige Zweikämpfe, immer mehr Gelaber aber auch mehr Torraumszenen. Lohbrügge drückte trotz Unterzahl auf den Ausgleich, aber Manu hat 2x Weltklasse pariert. Erst konnte er einen Kopfball aus 5m entschärfen und später noch im Eins gegen Eins die Null halten. Wir haben unsere Konter leider wieder etwas leichtfertig ausgespielt und kamen daher zu keinen richtigen Torchancen. Wir wechselten noch Nille für Daniel und Strähne für Krütze ein.
Unsere starke Abwehr ließ nur noch eine Chance zu, die hatte es allerdings in sich: Lindemann aus 5m frei vor dem leeren Tor, nur unser Bara hängt noch an seinen Hacken. Zu unserem Glück nimmt Lindemann den rechten Außenrist und schiebt die Kugel am Tor vorbei.
Im Anschluss machen wir dann aber endlich den Sack zu. Toller Konter über unsere rechte Seite, flache Hereingabe von Nille auf den 1. Pfosten wo Gino Ginelli nur noch den Flunken rein halten muss. 2:0!
Den sehenswerten Schlusspunkt setzte dann der bärenstarke Flöte. Er eroberte den Ball circa 20m vor dem gegnerischen Tor. Er lief 2-3 Meter und aus der Abwehr feuerte Effe ihn mit den weisen Worten "Trau Dir was" an.
Bei diesem Satz erlitt Mirko draußen fast einen Herzinfarkt.
Angespornt oder auch recht verwirrt aufgrund dieses Ausrufs machte Flöte aber endlich mal das, was er im Training auch ständig und sehr erfolgreich macht: Er schaufelte die Kugel ganz elegant an Freund und Feind vorbei zum 3:0 ins Tor. Kurz danach ist Schluss. Derby-Sieger, Derby-Sieger, hey, hey....
Wir bedanken uns bei den zahlreichen Zuschauern und Fans.
Ein besonderer Dank geht diesmal an Beate, der aufgrund seiner gelb/roten Karte nur Zuschauen konnte.
Er war an diesem Samstag gewohnt schnell und fleißig unterwegs, dieses Mal aber zwischen Stehplatz und Bier-Ausgabe. Schade nur, dass er seine Truppe verdursten ließ und nur die Lohbrügger mit Bier versorgte, aber dass ist wohl ne Familien-Sache....