07/08/2026
Erhöhen muskuläre Dysbalancen die Verletzungsgefahr?
Mehrere große Übersichtsarbeiten mit tausenden Athleten zeigen: Muskuläre Dysbalancen stellen keinen klaren Prädiktor für Verletzungen dar. Gleichzeitig muss man zugeben, dass viele der zugrundeliegenden Untersuchungen methodische Schwachstellen aufweisen: unterschiedliche Definitionen von Dysbalancen, verschiedene Testmethoden und Sportarten etc. erschweren einen echten Vergleich zwischen Studien.
Was Studien dagegen eindeutig zeigen: Absolute Muskelschwäche ist ein klarer Prädiktor für künftige Verletzungen. Zu schwache Muskeln, unabhängig davon, ob beide Seiten gleich stark sind, erhöhen das Risiko signifikant.
Die Konsequenz daraus: Zwei starke Muskeln im Ungleichgewicht sind oft unproblematischer als zwei schwache im Gleichgewicht. Nicht die Balance zwischen den Seiten entscheidet, sondern genug absolute Kraft auf beiden.