12/01/2023
Der Januar ist voll von Challenges, wie Planken oder endlich Lauf-ABC zu machen, Kraft zu trainieren und neue Strukturen zu schaffen.
Ist nicht leicht, aber irgendwie doch das, was wir kennen:
Noch mehr Anstrengung, ums ans Ziel zu kommen.
Beim Laufen gehts da gern um die sogenannte starke Mitte.
Was tust du für deine starke Mitte?
Für eine aufrechte Haltung brauchen wir eine flexible und kräftige Mitte.
Damit ist allerdings nicht gemeint, dass nur der Bauch Kraft hat, um das Becken aufzurichten.
Aufrichtung braucht den Beckenboden, mobile Hüftbeuger, starke Gesäßmuskeln und Rumpfmuskulatur - um nur mal ein paar zu nennen.
UND eine aufrechte Haltung braucht die Möglichkeit, all diese Strukturen auch zu entspannen.
Wir können nicht die ganze Zeit mit einer angespannten Muskulatur sein. Der Muskel kontrahiert und lässt wieder los - das ist seine natürliche Funktionsweise.
Meine Erfahrung zeigt, dass es uns so viel schwerer fällt, zu entspannen, als in Anspannung zu gehen.
Und alles, was uns schwer fällt, dürfen wir umso mehr üben.
Wie wärs also mit der Idee, statt „Rumpfstabi“, „Lauf-ABC“ & Co differenzierter zu schauen, was du brauchst?
Atemübungen einzubauen statt noch mehr Anspannung?
Muskelentspannung bewusst herbeizuführen statt den Muskeltonus noch mehr zu erhöhen mit Lauftechnikdrills?
Stehen zu bleiben, wenn dir etwas gefällt - ohne Angst, dass die Durchschnittspace jetzt versaut ist.
Wenn das für dich nach wenig Freude klingt, dann könnte es einen Versuch wert sein, das auszuprobieren :-)
Und wenn sich das schwer anfühlt am Anfang, erinnere dich daran, wie viele schwere Dinge du in deinem Leben schon geschafft hast.