08/04/2024
SPIELBERICHT SC Eilbek II - SC Wentorf 4:2 (2:0)
Frühlingserwachen an der Fichtestraße und das galt nicht nur für die Sonnenstrahlen bei 23 Grad, sondern auch die Art und Weise des Eilbeker Triumphs über den SC Wentorf sollte das ein oder andere Fanherz höher schlagen lassen. Nach dem Sieg im Nachholspiel in Hamwarde gab es drei Änderungen in der Anfangsformation, Sager, Walter und Klanke ersetzen Rubin (nicht im Kader), Hendriks Genaamd Modderkolk und Lüders (beide Bank).
Die Anfangsviertelstunde dürfte einer der besten Viertelstunden des SCE in der gesamten Saison gewesen sein, innerhalb der ersten zehn Minuten verzeichnete Eilbek bereits sieben Abschlüsse. Eine Freistoßflanke von Rexhepaj verpasste Sager schon in der zweiten Minute um Haaresbreite, 30 Sekunden später hatte der umtriebige Rexhepaj aus 18 Metern die Führung auf dem Fuß, schoss aber knapp drüber. In der sechsten Minute ging Eilbek dann hochverdient in Führung, Wentorf hatte die gegnerische Hälfte bis dahin noch nicht betreten. Klanke dribbelte 20 Meter vor dem Tor von links nach innen, Alilo spitzelte ihm den Ball vom Fuß genau in den Lauf von Schweickert, der vor Keeper Runde cool blieb und zu seinem sechsten Saisontreffer einschieben konnte.
Der Druck des SCE ließ nicht nach, Henning schoss nach einer Flanke von der linken Seite am zweiten Pfosten nur ans Außennetz. Eilbek war in allen Belangen schneller als Wentorf, auch gedanklich. Exemplarisch dafür ein schnell ausgeführter Freistoß von von Bergen an der Mittelinie, der flach durch die Schnittstelle gespielt wurde, Schweickert schoss anschließend knapp am rechten Pfosten vorbei.
Nach einer Viertelstunde nahmen auch die Rogowski-Mannen nun endlich am Spiel teil, die Spielanteile waren nun ausgeglichen, viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab und die Torchancen wurden geringer. Wirklich zwingend wurden die schwarz-gelben Gäste nicht, Eilbeks Verteidigung bekam rechtzeitig immer ein Bein dazwischen und wurde offensiv selbst gefährlich, Dabouls Freistoß köpfte Sager knapp über die Latte. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Eilbek für die starke Leistung in der ersten Halbzeit belohnt, Alilo konnte zunächst gegen Klanke gerade noch zur Ecke abwehren, doch beim anschließenden Eckstoß von Rexhepaj konnte sich Kapitän Sager in der Luft gegen Karabey durchsetzen und köpfte das Leder platziert ins lange Eck zum 2:0.
Mit viel Wut im Bauch kam Wentorf aus der Kabine und drängte nun gegen tiefer verteidigende Eilbeker auf den Anschluss. Zwingend wurde Wentorf aber selten, mit der Verschiebung von Mauersberger auf die linke Seite versuchten die Gäste nun vermehrt über den linken Flügel anzugreifen, für die Flanken fand sich kein Abnehmer oder nur jemand in weiß. In der 58. Minute kam Wentorf aber doch zum 2:1, nach einer Dreifachchance, die zunächst geblockt wurde, dann an die Latte flog, fand Rönnau eine kleine Lücke und drosch das Leder mit links wuchtig ins kurze Eck.
Der SCE zeigte sich vom Gegentreffer nicht geschockt, Henning hatte einen Querpass abgefangen und versuchte es aus 40 Metern mit einem Lupfer über den weit vor dem Tor stehenden Runge, am Ende verfehlte der Kunstschuss den linken Pfosten um einen Meter. Mit der Hereinnahme von Hendriks Genaamd Modderkolk bekam Eilbek noch mehr Tempo in die Offensivaktionen und das ging voll auf. Zunächst überspielte er das Mittelfeld und bediente Schweickert, der den langen Pfosten knapp verfehlte.
20 Minuten vor dem Ende kam es zur Vorentscheidung, Karabey konnte Hendriks Genaamd Modderkolk im Strafraum nur unsanft abräumen, der gute Schiedsrichter Oesmann zeigte umgehend auf den Punkt. Mittlerweile hat es sich eingebürgert, dass Innenverteidiger von Bergen zum Punkt schreitet („Ich habe schon in Borgfeld alle Elfmeter verwandelt“) und auch dieses Mal enttäuschte er nicht und schickte Runge in die falsche Ecke, 3:1.
Für das schönste Tor des Tages sorgte Hendriks Genaamd Modderkolk, Eilbek spielte einmal mehr schnell nach vorne, Schweickert legte den Ball schlussendlich von der Grundlinie in den Rückraum, wo der Joker aus 13 Metern Maß nahm und mithilfe der Unterkante der Latte in den rechten Winkel schoss.
Für Ergebniskosmetik sorgte Doppelpacker Justin Rönnau in der Schlussminute vom Punkt, der ebenfalls eingewechselte Wege legte seinen Gegenspieler, Rönnau versenkte sicher zum 4:2-Endstand.
Mit dem Sieg bleibt Eilbek weiterhin über dem Strich, doch der Abstiegskampf in der Bezirksliga Ost verspricht einen heißen Ausgang. Am sechstletzten Spieltag gewannen die Gefährdeten allesamt, Urania, Eilbek II, Bergedorf und VfL 93 II werden am Ende zwei Absteiger unter sich ausmachen müssen.
Aufstellung:
Marcel Sechting – Haakon Dias Hansen (86. Joshua Wege), Marek von Bergen, Sören Sager, Hussein Daboul – Dennis Dahms (58. David Feldmeier), Butrint Rexhepaj (79. Livio Prati) – Eric Schweickert, Vittorio Walter (58. Timothy Hendriks Genaamd Modderkolk), Adrian Klanke – Marc Henning (86. Linus Löwe)
Tore:
1:0 Eric Schweickert (6., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)
2:0 Sören Sager (45., Kopfball, Rexhepaj)
2:1 Justin Rönnau (58., Linksschuss)
3:1 Marek von Bergen (71., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Karabey an Hendriks Genaamd Modderkolk)
4:1 Timothy Hendriks Genaamd Modderkolk (83., Rechtsschuss, Schweickert)
4:2 Justin Rönnau (90., Foulelfmeter, Linksschuss, Wege an Rönnau)
Gelbe Karten:
Dias Hansen, Rexhepaj
Schiedsrichter:
Phillip Oesmann (Note 2) – Unaufgeregter Auftritt, zeigte beide Male ohne zu Zögern zurecht auf den Punkt.
Spielnote: 2
Temporeiches Spiel und zahlreiche Chancen rundeten den Frühlingsanfang ab.