28/07/2021
Gude, Freunde der luftdruckbeschleunigten Kleinteilchen!
Wir waren das vergangene Wochenende auf der AO Dark Zone und teilen heute unsere Eindrücke und Meinungen mit euch. Es sei von vorein gesagt das hier viel subjektive Meinung von uns mit einfließt! Jeoch versuchen wir aus der Meinung und der Bewertung den' Faktor Mensch' (Sprich die Mit- und Gegenspieler) und eventuell entstandene unschöne Situationen heraus zu lassen, auch wenn dies nicht gänzlich möglich ist. Wir versuchen nur das Feld und das Team um das Feld zu Bewerten.
Bevor ich jedoch mit dem Ganzen anfange möchte ich auf das Spielfeld und der Orga selbst eingehen:
Diese gestaltet sich als sehr abwechselungsreich. Ein Misch aus urbanen Gelände mit Häusern und Lagerhallen. Welches dann in tiefen und dichten Wald übergeht, welcher dann wieder einige offene Flächen zwischendurch bietet. Es wurde viel mit H-Barrieren gearbeitet, welches ein schönes Bild und viele gute Deckungsmöglichkeiten liefert.
Die Größe ist für die Tagesspiele die dort gespielt werden perfekt. Jedoch für Mil-Sim Spiele wie eines am dritten Tag stattfand etwas klein.
Unsere Einschätzung:
Tagesspiele: 50 -100 Personen
Mil-Sim Spiele: 15 - 40 Personen
Die Off-Zone ist sehr großflächig gestaltet und mit Dixis und Wasserkanistern ausgestattet. Diese wird auch wie wir erfahren haben in Zukunft noch weiter ausgebaut. Man kann problemlos auch etwas größere Zeltlager errichten. Was ich mir Persönlich noch wünschen würde wären ein paar Bäume für Hängematten. Es gibt auch große 8 Mannzelte zu mieten womit man sich einiges an Gepäck sparen kann.
Daher wir über das ganze Wochenende (Freitag - Sonntag) gebucht hatten war es auch kein Problem ausserhalb der Spielzeiten das Feld zu bespielen. Dies haben wir am zweiten Tag genutzt und uns mit den Backups im urbanen Bereich gefetzt.
Ebenso wären Nachtspiele möglich gewesen.
Mascha und Vorbie und die Orga um die beiden herum sind so freundlich und familär wie man es nur erwarten kann. Wir wurden direkt gleichwertig zu Stammspielern behandelt. Und dies gilt auch für die Stammspieler.
Tag 1: 'Die Anreise'
Reichlich früh haben Silv, Felix und Ich (Fuchs) uns auf die Straße begeben und die 6,5 stunden Fahrt auf uns genommen. Nach viel lauter Musik und dummen Sprüchen kamen wir dann in Wolfsburg beim abgemachten Treffpunkt an. Dort trafen wir dann unsere zwei Anwärter (Marv und Berit) welche aus Dortmund angereist kamen.
Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter. Zu unserer großen Überraschung 2 Stunden und 40 Minuten über die Landstraßen von Niedersachsen und Brandenburg.
Schön da, viel Wald, wenig Zivilisation. Mit Funk verbunden gab es nun dumme Sprüche x5.
Das letzte Stück ging zu meinem Leidwesen über eine Panzerübungstrecke und wir kamen bei der Dark Zone an.
Da standen wir nun und glotzten aufs Tor. Etwas überfragt entschieden wir uns am Straßenrand zu parken damit Silv und Felix mal schauen können ob sie jemanden finden der uns einweist. Gesagt getan. Zehn Sekunden später kamen beide wie nicht gescheit wieder angerannt und hüpften Kopf zuerst ins Auto. Dicht auf ihren Fersen das feldeigene Maskottchen, dessen Namen ich zu meinem Leidwesen vergessen habe. Und dem auf den Fersen kam AO-Mascha, eine lachende Mascha.
Nachdem sich alle beruhigt und ausgelacht haben, wurden wir dann von Vorbie zur Offzone gelozt und es wurden die wichtigsten Sachen erklärt.
Nach der kurzen Einweisung haben wir uns mit Vorbie noch eine Weile unterhalten und ich persönlich muss sagen, ich bin von der allgemeinen Freundlichkeit und dem familären Verhältniss auf das sehr viel Wert gelegt wird schwerstens begeistert. Ein Punkt den man bei anderen Spielfeldern inzwischen sehr vermisst.
Felix und ich haben nach dem Lageraufbau einen kleinen Spaziergang über das Feld gewagt und ein paar Bilder von den schönsten Ecke gemacht. Danach gab es für Marv und Berit eine kleine Einweisung in grundlegender Waffensicherheit und Schießhaltung, mit anschließenden Angst nehmen vor Treffern.
Nachdem wir zu Abend gegessen hatten und noch von völlig Fremden gefragt wurden, ob wir mitgrillen wollen haben wir uns dann recht früh in die Zelte begeben daher alle ein wenig alle waren von der Fahrt.
Tag 2: 'Auf Geht's!'
Am nächsten Tag erwartete uns ein sehr interessantes morgentliches Antreten. Dies sollte man jedoch selbst erleben, daher erwähne ich nur dass hierbei die Teams aufgeteilt wurden und das erste Tagesspiel erklärt wurde. Das selbe fand dann nach der Mittagspause statt. Ebenso wiederholte sich an diesem Tag nach der Mittagspause der Spielmodus.
Für die Mittagspause konnte man sich bei der Anmeldung im übrigen Essen bestellen, dieses Angebot haben wir natürlich munter genutzt.
Wer lässt schon die Möglichkeit einer Pizza sausen?
Hierbei handelte es sich um einen 'Conquest' Spielmodus . Es gab 3 Punkte welche mit einer analogen Gerätschaft für die Zeiterfassung versehen waren.
Wir empfanden den Spielmodus und die Spieldynamik als erfrischend.
Am Ende des Tages gab es dann noch eine Feedbackrunde. Was wir auch sehr positiv bewerten. Denn es ist zu selten der Fall dass die Spielfelder sich das zu Herzen nehmen was die Spieler zu sagen haben.
Zwei junge Burschen namens Adrian und Vincent haben sich dann noch nach der Feedbackrunde zu uns gesellt, diese kamen am Vortag zu spät an und verbrachten die Nacht im Auto. Entsprechend glücklich waren sie endlich ihre Zelte aufschlagen zu können. Daher wir uns eine weile gut Unterhalten haben, taten sie dies dann in unserem Lager. Und somit wurden aus fünfen, Sieben Chaoten. Genaugenommen acht, denn Niko (den wir auch erst an diesem Tag kennen lernten) hat sich während der Speiltage ebenso zu uns gesellt. Dieser schlief aber im Hotel in der nähe.
Da sehen wir einmal wieder, Airsoft schafft Freundscharften und Kontakte von überall her.
Kritik:
Hierbei möchte ich kritisch nochmal erwähnen das Team 'Gelb' größtenteils aus Feldneulingen bestand, was hierbei von der Spielleitung ignoriert wurde.
Ebenso lagen die Spawns direkt nebeneinander was Team 'Rot' dazu eingeladen hat bei beiden Spielen als erste Maßnahme den Spawn von Team 'Gelb' zu rushen. Welches dann insgesamt zu einem sehr einseitigen Erlebnis führte.
Positiv:
Es hat trotz der kritischen Punkte immens viel Spaß gemacht, was vorallem an dem humorvollen und familären Umgang miteinander lag. Unabhängig von der Teamfarbe.
Die typischen Marotten (Highlandern, unnötiges Aufregen, übertriebene Waffenstärken/Kugelgewichte) waren auch nicht bis kaum zu beobachten.
Alles im allem ein sehr zufriedenstellender und spaßiger Tag.
Tag 3: 'Going 'Mil-Sim''
Der Tagesanfang verhielt sich gleich zum Vortag. Jedoch erwartete uns bei der Mission eine kleine Überaschung. Der Spielmodus war 'soft Mil-Sim'.
Es gab hierbei 3 Fraktionen. Gelb und Rot als Hauptfraktion mit Blau als deutlich kleinere Störfraktion. Hierbei wurde sich viel Mühe gegeben den Fraktionen Namen zu geben und ein fiktives Land zu schaffen.
Es galt 3 abgestürzte Piloten zu bergen/gefangen zu nehmen. Diese waren in einem gewissen Bereich unterwegs. Wenn diese getroffen wurden, mussten sie sich entsprechend verhalten (Hinken, laute Schmerzensschreie etc.). Ebenso konnte man für Extrapunkte ihre Ladung sichern, mit der sie abgestürzt sind.
Es wurde sich viel Mühe gegeben und die Chancen für Larp gerade im Umgang mit den Gefangenen munter wahrgenommen. Haben wir auf Events welche das selbe bieten schon schlechter erlebt.
Dann rief die Mittagspause. Silv, Felix und meine Person haben nach einer ausgiebigen Rastzeit dann begonnen das Lager abzubauen. Während unsere Odenknabben sich munter in das letzte Event für dieses Wochenende begeben haben.
(Auf die Bezeichung für Anwärter sind die beiden selbst gekommen, it wasn't me.)
Diese Berichteten:
Im nachmittaglichen Spiel mussten sie 3 Kisten bergen und 'Ausfliegen'. Hierbei mussten die Kisten zum 'Hubschrauberlandeplatz' gebracht werden und für eine gewisse Zeit geschützt werden. Erneut traten die drei Fraktionen an. Diesmal gab es eine Medicrule. Hierbei wurde das übliche 'Handauflegen' und bis 15 zählen angewand.
Diesmal lag der Fokus überwiegend auf das urbane Gebiet und CQC.
Kritik:
Es wurden durchaus ein paar kleine Highlandereien beobachtet aber nichts worüber wir uns ärgern müssten und es waren klare Ausnahmen!
Die Hauptkritik liegt hier beim ersten Spiel: Team 'Gelb' hat recht früh das Spielgeschehen des ersten Spiels diktiert. Als Reaktion darauf haben sich Team 'Blau' und 'Rot' zusammengetan was an sich in Ordnung war. Jedoch als der Fraktionsführer von Team 'Gelb' begonnen hat die eigenen Leute für die anderen Fraktionen abzuwerben endete da ein bisschen vom Verständnis. Larp ist eine schöne Sache jedoch sollte man es nicht zum 'Balancing' nutzen. Am Ende saß der Vorbie auch bei den Gefangenen was wiederum zu sehr witzigen Larp führte.
Positiv:
Es wurde beim erstellen beider Tagesspiele sehr viel Hirnschmalz investiert, was Freude macht als Spieler. Nicht zu kompliziert aber auch nicht zu rintönig, die perfekte Mischung.
Das 'Mil-Sim' Spiel war auch eine sehr positive Uberraschung, zumal die Umsetzung sehr gelungen war.
Hierbei möchte ich nochmal die immense Freundlichkeit und das sehr familäre Verhältniss unter den Spielern und auch der Orga betonen.
So nun nach dem langen Text das unter'm Strich:
Wir kommen auf jedenfall Wieder!
Man trifft sich!
Fuchs