05/09/2026
Steinbach verliert knapp im Dreisamstadion
Der TSV Steinbach Haiger verliert mit 3:4 bei der U23 des SC Freiburg. Obwohl die Gäste einen 0:2-Rückstand in ein 3:2 drehen konnten, blieben die Punkte am Ende im Breisgau.
Die erste Halbzeit
Freiburg ging durch Leon Catak in der fünften Minute in Führung. Es war der erste Torschuss der Partie, der im langen Eck landete. Steinbach kam kurz danach ebenfalls zum ersten Abschluss, doch Levin Müller verfehlte knapp (7.). Die U23 des SC hatte zwei gute Gelegenheiten durch Krish Raweri (9.) und Mladen Mijajlovic (20.), ehe erneut Leon Catak zum 2:0 traf. Hatte sein Treffer in der 24. Minute noch wegen Abseits nicht gezählt, köpfte der Offensivmann das Leder wenig später über Kevin Ibrahim (28.). Der TSV traf in der 34. Minute erstmals Alu. Ole Käuper hatte abgezogen und der Ball sprang von der Latte zurück ins Feld. Zwar kamen die Hausherren immer wieder zu Abschlüssen, doch die nächste Großchance hatte Ertan Hajdaraj auf Pass von Serkan Firat. Der Steinbacher Stürmer scheitert allerdings im 1 gegen 1 am Schlussmann (40.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte belohnte sich der Gast für den gesteigerten Einsatz nach dem 0:2 und traf per Kopfball von Ertan Hajdaraj zum 1:2-Halbzeitstand.
Die zweite Halbzeit
Der TSV Steinbach Haiger nahm den Schwung des späten Treffers mit. In der 54. Minuten trafen die Mittelhessen erneut die Latte durch Deniz Bindemann. Eine Stunde war gespielt, da bediente Serkan Firat seinen Mitspieler Jahn Herrmann, der aus rund zehn Metern zum Ausgleich in die kurze Ecke traf. Steinbach legte in der 64. Minute das 3:2 durch Nick Galle nach. Beinahe hätte Ertan Hajdaraj die Partie in dieser Phase entscheiden können, doch sein Schuss aus über 50 Metern landete an der Latte. In der 74. Minute kippte das Momentum erneut, als dem TSV ein kapitaler Abspielfehler, den Raweri eiskalt zum überraschenden 3:3-Ausgleich nutzte. In der 82. Minute stellte Freiburg den Spielverlauf des zweiten Abschnitts vollkommen auf den Kopf und traf durch Krish Raweri zum 4:3. In der Schlussphase hielt der SC-Keeper seinem Team die drei Punkte bei zwei Glanzparaden gegen Lukas Näpflein fest (84. & 90.). Am Ende blieb es vor den 512 Zuschauern beim knappen 4:3-Erfolg der Gastgeber in einem flotten und extrem unterhaltsamen Spiel.
Zitat von Hüsni Tahiri
„Mit leeren Händen von Freiburg nach Hause zu fahren ist natürlich sehr bitter und enttäuschend. Wir haben eine ordentliche erste Hälfte gespielt, uns dann aber selbst irgendwo ins Hintertreffen gebracht. Wir konnten die Umschaltmomente der Freiburger in der Restverteidigung nicht gut genug unter Kontrolle bekommen, haben im Aufbauspiel nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und viele Ballverluste gehabt. So lagen wir dann mit 0:2 zurück. Trotzdem sind wir dran geblieben, hatten eine gute Chance durch Levin Müller, danach den Latten- oder Pfostenschuss von Ole Käuper. Anschließend läuft Ertan Hajdaraj alleine aufs Tor zu. Das muss eigentlich schon das 2:2 sein. Wir hatten den Gegner in der Phase vor der Halbzeit im Griff. In der Pause haben wir uns, mit dem Anschlusstreffer im Rücken, vorgenommen das Spiel zu drehen. Wir haben dann auch viel besser in der zweiten Halbzeit gespielt, den Gegner komplett eingeschnürt und verdient dann auch das 2:2 und 3:2 gemacht. Wir waren da voll im Spiel drin und dann haben wir die Spieleröffnung. Wir stehen mit sechs bis sieben Spielern vorne, Freiburg presst uns gut und wir spielen den Ball zum Torwart zurück. Der Stürmer geht dazwischen. Hier müssen wir die Erfahrung mitnehmen, dass wir den Ball auch einfach mal lang schlagen sollten. So steht es 3:3. Das war so ein bisschen der Knock Out für uns. Bis dahin waren wir gut drin. Anschließend machen sie noch das 4:3, wo sie schnell in die Spitze spielen. Das sind natürlich auch richtige Qualitätsspieler vorne mit. Raweri, Catak und Zelic. Wir hatten noch zwei gute Chancen durch Lukas Näpflein, einen Lattentreffer von Deniz Bindemann, den 45 Meter Schuss von Ertan Hajdaraj unter die Latte. Ich weiß jetzt nicht, ob der drin war. In der Hinsicht kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber jeder muss sich auch selbst fragen, was kann ich besser machen, um die Fehler zu minimieren. Ich habe das ja auch vorher gesagt, dass wir viele junge Spieler haben. Fehler werden da passieren. Heute wurden wir dafür bestraft. Von der Einstellung und Moral kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir müssen das jetzt abhaken. Am Dienstag geht es schon wieder in Offenbach weiter. Wir müssen diese Fehler abstellen und dann bin ich auch davon überzeugt, dass wir Tore machen. Heute haben wir drei Tore erzielt. Meiner Meinung nach sollte des eigentlich reichen, um etwas aus Freiburg mitzunehmen. Das haben wir nicht und das müssen wir heute so akzeptieren“, sagte Hüsni Tahiri.
📸Björn Franz Photography