04/08/2024
Am Samstag, den 27.07., ging es für die 8-Balls zum Tabellenführer nach Fulda. Dass dies kein einfaches Spiel werden sollte, zeigte sich bereits im Vorfeld, da einige Spieler urlaubs- und krankheitsbedingt nicht mit nach Hessen gefahren sind. So zählte man beim Pass-Check nur 24 spielfähige 8-Balls. Hier mussten einige durchgehend zwei Wege oder sogar Positionen spielen, die sie nicht beherrschten.
Nichtsdestotrotz merkte man den Jungs an, dass sie Spaß haben wollten und auch gehabt hatten. Der erste Offense-Drive des Spiels gehörte den Gästen aus Haßloch – und diese starteten mit großem Raumgewinn durch die Luft, wie auch über das Laufspiel. Ein individueller Fehler jedoch brachte die Gastgeber an der +/- 50 Yard Linie in
Ballbesitz. Und diesen wussten die Saints zu nutzen. Durch variables Lauf- und Passspiel über ihre beiden US-Imports bewegten die Saints den Ball und waren zuerst auf der Anzeigentafel.
Im 2. Drive der Gäste dann ein ähnliches Bild: Der Ball bewegte sich, jedoch durch individuelle Fehler wurde auch dieser Drive gestoppt. Und so kam es, wie im ersten Drive der Saints – Touchdown Fulda. Und darauf folgte im ersten Quarter noch ein weiterer, somit hieß es beim ersten Seitenwechsel 22:00 für die Saints (wobei die Saints über das gesamte Spiel keinen Punt bzw. kein PAT geschossen haben).
Die physische Überlegenheit machte sich dann im zweiten Quarter bemerkbar, da die Saints mehr Spieler hatten und auch einen körperlich harten Football spielen, der oft an der Grenze des Erlaubten ist/war. So wurden einige neue
erste Versuche sowie auch Touchdowns oder
Kick-Returns aufgrund diversen Foulspiels von
den Schiedsrichtern zurückgenommen.
Allein im 2. Quarter erhielten die Saints einen Raumverlust von 130 Yards (Gesamtstrafen: Fulda 205 Yards; Haßloch 90 Yards). Auch wurde meistens nicht nach dem „Code of Ethics“ gespielt, denn selbst bei einem 40:00 wurde ein Onside-Kick durchgeführt bzw. bei einem 4.ten und lang wurde anstatt den Ball zu punten, dieser Versuch ausgespielt. Durch diese Fouls, weitere Verletzungen (teilweise saisonbeendende), und auch durch die geringe Anzahl der Spieler, ging es mit einem 52:06 nun in die Halbzeitpause.
Nach Rücksprache mit den Coordinators ging nun unsere Teammanagerin in die andere Teamzone, um nach Verkürzung der Spielzeit zu fragen. Diese wurde im ersten Gespräch mit Fulda und den Schiedsrichtern von 12 auf 10 Minuten reduziert, inklusive dass „nur“ die Backups spielen und der Ball nur noch gelaufen werden sollte.
Nach Rücksprache mit dem Team entschlossen sich nun die Coordinators und unsere Teammanagerin noch einmal mit Fulda und den Schiedsrichtern zu sprechen, um die Zeit auf 8 oder, wenn möglich, 6 Minuten zu reduzieren.
Hierbei wurde nun eine hitzige Diskussion geführt, bei der versucht wurde, für alle Beteiligten eine „gesichtswahrende Lösung“ zu finden. Jedoch fand man bei Fulda wenig bis kein Verständnis dafür, dass die 8balls aufgrund der geringen Manpower an diesem Tag nicht konkurrenzfähig waren. Man einigte sich schließlich auf 8 Minuten pro Quarter bei laufender Uhr und dass Fulda ihre Backups spielen lässt. Nun ja, es kam anders. Beim Kickoff-Return sowie die gesamte, verkürzte zweite Halbzeit standen immer noch der Starting QB
und beide US-Imports auf dem Feld. Die 8-Balls spielten trotz des Ergebnisses weiter und bewegten auch den Ball. Weitere Punkte blieben jedoch verwehrt. Am Ende des Spiels zeigte das Scoreboard nun 58:06 an.
Zufrieden mit dem Ergebnis sind die Coaches/Coordinators nicht, jedoch zeigte sich, dass die 8-Balls ein Team sind, das zusammenhält – auch in unbequemen Situationen. Laut Tabelle sind wir am Ende des Spieltages auf dem 5. Platz von 8.
So geht der Blick nun Richtung Tabellennachbar, den Saarland Hurricanes II, deren Gastgeber wir zu
unserem letzten Saisonspiel am 31.08.24
in Haßloch sein werden.