09/06/2026
Coaches, die nur Informationen liefern und 08/15-Programme verkaufen, werden KI nicht überleben. Und das sollten sie auch nicht.
Die Realität spricht nämlich eine deutliche Sprache:
Bereits jetzt stellen 40 Millionen Menschen ChatGPT täglich Gesundheitsfragen. OpenAI hat aus diesem Grund mit ChatGPT Health sogar eine eigene Kategorie eingeführt.
KI ist längst zum ständigen Begleiter geworden. Auch für Führungskräfte.
Sie übernimmt inzwischen Aufgaben, für die früher ein Trainer oder Coach gebraucht wurde:
→ Trainingspläne entwickeln und anpassen
→ Haltungs- und Bewegungskorrektur
→ Ernährungs- und Makronährstoff-Coaching
→ Fitnesstracker-Daten auswerten
→ Laborwerte analysieren und erklären
Wer als Coach oder Trainer nur Dinge verkauft, die ein Chatbot schneller und billiger kann, fliegt raus.
Aber:
KI stößt an Grenzen. Und zwar immer dort, wo sich dein wahres Leben abspielt.
Beispiel:
Dein Armband erfasst Daten und weiß, dass deine HRV gesunken ist. Aber es weiß nicht, warum. Nämlich dass du drei Tage durchverhandelt hast, seit einer Woche nonstop unterwegs bist und kaum Tageslicht siehst.
→ KI erklärt Daten. Dein Leben als Führungskraft kennt sie nicht.
→ KI gibt statistische Empfehlungen. Ob sie für dich diese Woche tatsächlich machbar sind, ist ihr egal.
→ KI hat kein Gespür für akute mentale Belastungen oder Verletzungen.
→ KI übernimmt keine Verantwortung.
→ KI gibt dir keinen menschlichen Rückhalt, wenn du ihn am meisten brauchst.
Sie kann nicht das Urteilsvermögen entwickeln, das aus echter Erfahrung entsteht.
Natürlich nutze auch ich KI. Was ich damit aber nicht tue:
Klienten Empfehlungen geben auf Basis von Daten, die ich nie in den Kontext ihres Alltags gesetzt habe.
Nutzt du KI, wenn du Fragen zu Gesundheit und Fitness hast? Als Recherchetool oder als echten Berater?