31/07/2021
öKohle soll eine Grillkohle werden, für die regionales Schilf, aber auch andere Biomassen von wiedervernässten Moorflächen genutzt wird 💪. Im letzten Post haben wir euch daher erklärt, wie ein Moor eigentlich entsteht. Heute soll es darum gehen, welche Moortypen es gibt.
Moore kann man grundsätzlich nach verschiedenen Kriterien klassifizieren. Zum Beispiel nach ihrer Entstehungsart, ihrem Wasserstand, aber auch nach Nährstoff- und Kalkgehalt oder der Torfbildung.
Am einfachsten lassen sich Moore aber in Hoch-, Zwischen- und Niedermoore einteilen.
Niedermoore entstehen dort, wo Wasser steht. Zum Beispiel in feuchten Senken oder Flussauen, also in Überschwämmungsbereichen von Flüssen💧🌊. Durch das stehende Gewässer und den Sauerstoffmangel werden die dortigen Pflanzenreste kaum zersetzt und es bildet sich Torf. Das Niedermoor wächst allerdings nur leicht in die Höhe und bleibt so in Kontakt mit dem nährstoffreichen Grundwasser. Niedermoore sind deshalb auch nährstoffreich und weniger sauer als zum Beispiel das Hochmoor. Hier könnten also viele verschiedene Pflanzen wachsen, wie zum Beispiel Schilf und Röhrichte 🌾🌼.
Hochmoore hingegen entstehen allein durch Regenwasser 🌧. Wenn in einem kühlen und feuchten Gebiet also mehr Regen fällt, als verdunsten kann, bilden sich Hochmoore. Im Gegensatz zum Niedermoor ziehen Hochmoore ihre Nährstoffe ausschließlich aus dem Regenwasser ☔. Sie sind also recht nährstoffarm und haben einen niedrigen pH-Wert. Daher finden sich im Hochmoor vor allem Überlebenskünstler wie Torfmoose zurecht.
Wenn sich ein Niedermoor zum Hochmoor entwickelt, also von sowohl Grundwasser als auch von Regen genährt wird, nennt man das übrigens Zwischen- oder Übergangsmoor.
Diese Prozesse können übrigens ganze Jahrhunderte bis Jahrtausende dauern ⏳. Wie wir im letzten Post schon erwähnt haben, braucht die Torfschicht im Hochmoor etwa ein Jahr, um einen Millimeter zu wachsen!
Quellen: aktion-moorschutz.de, bund.net, bund-mecklenburg-vorpommern.de