24/04/2025
Titelgewinn nach Herzschlagfinale
TSV Grävenwiesbach Kreisliga-Meister nach Sieg im Gipfeltreffen / Nur eine Niederlage / Routiniers stabil
Grävenwiesbach (aro). Die Tischtennis-Herren des TSV Grävenwiesbach holten sich in einem wahren Herzschlagfinale am letzten Spieltag der Saison 2024/2025 die Meisterschaft in der Kreisliga Gruppe 1 und kehren nach einem Jahr Pause zurück in die Bezirksklasse.
Als Tabellenzweiter mit nur einer Saisonniederlage trat der TSV am letzten Spieltag zum Gipfeltreffen beim bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer TV Weißkirchen III an. Christian Stein, Holger Milk, Jens Schlüßler und Jens Herrmann sicherten mit einem souveränen 8:2-Erfolg die Meisterschaft in letzter Sekunde vor den punktgleichen Gastgebern dank der besseren Spieldifferenz.
Zur Meistermannschaft gehören neben Stein (5 Einsätze), Ho. Milk (14), Schlüßler (9) und Herrmann (15) der an Nummer Drei gesetzte Spielführer Stefan Milk (15), sowie die Ersatzspieler Alfred Oppelz (4) und Andreas Romahn (2).
Bereits am zweiten Spieltag kassierte der Meister die erste und einzige Saisonniederlage mit 2:8 an eigener Platte gegen den Vizemeister Weißkirchen. Eine Serie von dreizehn Siegen hintereinander folgte, so dass im letzten Spiel gegen Weißkirchen nicht nur die Revanche, sondern auch die erstmalige Tabellenführung und am Ende der Titelgewinn gelang.
Eine geschlossene Mannschaftsleistung unterstreicht die Kreisliga-Rangliste, die der TSV mit Holger Milk an der Spitze (21:3-Spiele), dem Zweiten Christian Stein (8:0), und dem Dritten Stefan Milk (20:6) anführt, während Jens Herrmann in der Paarkreuz-Rangliste 3 und 4 mit einer Bilanz von 25:3 ganz vorne liegt. „Als Vierer-Mannschaft konnten wir Ausfälle in der Stammformation besser kompensieren als im Vorjahr und profitierten auch davon, dass unser für diese Klasse überqualifizierte Spitzenspieler Christian Stein in der Rückrunde zur Verfügung stand“, ordnete TSV-Abteilungsleiter Jens Herrmann den Erfolg nüchtern ein und wollte den Meistertitel nicht zu hoch hängen. Herrmann erinnerte daran, dass auf Seiten von Weißkirchen der im Winter in die Bezirksklasse aufgerückte Spitzenspieler Uwe Wenzel nicht mehr im Kader war und der Vizemeister gerade im Vergleich zum Hinspiel ersatzgeschwächt zum Saisonfinale angetreten war. Herrmann sieht im Rückblick, die Entscheidung als Vierer-Mannschaft in der Kreisliga anzutreten, nach wie vor als richtig an, weil nach dem Verlust der Stammspieler Sven Book (Umzug) und Torsten Koch (Karriereende) der Kader der Ersten Mannschaft zu klein ist. „Es wird ganz schwer nächstes Jahr in der Bezirksklasse zu bestehen, denn uns fehlt der Unterbau und wir können nur in Bestbesetzung in der Liga mithalten.“ Der TSV-Abteilungsleiter macht keinen Hehl daraus, dass man zwischenzeitlich mit dem Titel gar nicht mehr rechnete und im Endergebnis ohne eigenes Zutun auch von zwei kampflos mit 10:0 gewonnenen Spielen profitiert habe.