Die älteste noch erhaltene Urkunde der Stadt datiert erst auf dem 21. Die Siedlungsstruktur von Golßen weist noch immer die typische zentrale um den Marktplatz gruppierte Form einer Angersiedlung auf.
1276 befand sich ein Rittergut Golssen im Besitz der Burggrafen aus dem Haus Wettin. 1346 findet sich als Besitzer des Gutes ein Heinrich de Damis. 1372 verpfändete Kaiser Karl IV. die „Veste Golssi
n“ an die Herren von Querfurt. 1395 wird der Markgraf Wilhelm „der Einäugige“ von Meißen, 1402 Wichard von Rochan und ab 1418 Caspar und Paul von Knobelsdorff als Eigentümer erwähnt. Nach den von Knobelsdorffs treten im weiteren Verlauf des 15. Jahrhunderts die Familien von Polentz und schließlich von Stutterheim als Besitzer des Gutes Golßen auf. Die Familie von Stutterheim vereinigt in der Zeit von der Mitte des 15. Jahrhundert die Güter Alt-Golssen, Sellendorf, Hohendorf, Schäcksdorf, Krossen, Drahnsdorf, Liedekahle, Jetzsch, Falkenhain, Zützen, Görsdorf, Landwehr, Priaro, Waldow, Rietzneuendorf, Briesen, Oderin, Sagritz, Pitschen, Krebitz und etliche weitere Güter in ihrer Hand und hielt damit ein Gebiet, welches weit über das Gebiet des heutigen Golßen hinausging. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges und in der Folge bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts ging der Familie stückchenweise der Besitz verloren oder wurde verkauft.
1647 etwa erlangt die Familie von Bredow den teilweisen Besitz am Gut Golssen und hält diesen bis 1718. 1718 wird dieser Besitz der Familie an den preußischen Kammerrat Johann-Peter von Koehler verkauft, über den das Gut 1721 an seinen Schwiegersohn Johann Just Vieth (später als Vieth von Golssen(au) geadelt, vgl. Dieser errichtet den Mittelteil des heutigen Schlosses. Über verschiedene Besitzer gelangt das Gut schließlich an die Grafen zu Solms-Baruth. Nach 1945 wurde das Gut im Zuge der Bodenreform enteignet. Die Güter Zützen und Wendisch-Gersdorff gehörten im 17. Jahrhundert der Familie von Klitzing. 1651 erheiratete sie der kurfürstlich-sächsische Oberleutnant Herbert von Droste zu Möllenbeck (aus einer Seitenlinie der westfälischen Adelsfamilie Droste zu Hülshoff). Sein Sohn, der sächsische General Johann Eberhard von Droste-Zützen, erheiratete zusätzlich die Güter Reddern (wo er die Flachskirche erbaute) und Grebendorf. Sein überlieferter Besuch auf dem Familien-Stammgut Hülshoff wurde literarisch durch die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff verarbeitet. Mitte des 18. Jahrhunderts verkaufte ein Nachfahr das Gut der Familie Kleist, die durch Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff das prächtige Barockschloss Zützen errichten ließ, das leider auf Befehl von Walter Ulbricht 1945 in Brand gesteckt wurde. Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Golßener Land
Höhe: 58 m ü. NN
Fläche: 63,29 km²
Einwohner: 2730 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15938
Vorwahl:035452
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 164
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung:
Hauptstraße 41
15938 Golßen
Bürgermeisterin: Daniela Maurer (SPD)