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Die SUV-Offensive des VW-KonzernsGerald Balser, 2. Januar 2021www.automobilmarktdeutschland.deBildquelle: VW AG Politisc...
04/01/2021

Die SUV-Offensive des VW-Konzerns
Gerald Balser, 2. Januar 2021
www.automobilmarktdeutschland.de
Bildquelle: VW AG

Politisch an die Wand genagelt, erfreut sich das SUV dennoch eines sehr erfolgreichen Lebens. So ist mittlerweile bereits jedes vierte weltweit verkaufte VW-Konzernmodell ein Sport Utility Vehicle. Insbesondere die Marke Volkswagen hat dabei auch dank seiner SUV-Modelle im Jahr 2018 Bestwerte bei Absatz und Umsatz erzielt. Folgerichtig war 2018 in Deutschland jeder vierte ausgelieferte Volkswagen ein Sport Utility Vehicle. Tendenz steigend. So plant die Marke bis 2025 weltweit über 30 SUV-Modelle mit konventionellem und mit elektrischem Antrieb im Angebot zu haben. Für dasselbe Jahr rechnet die Marke damit, dass jeder zweite Volkswagen PKW ein SUV sein wird. Zum Vergleich: Global und in Europa liegt der Marktanteil von SUVs derzeit bei je 38 Prozent, in China sind es 43 Prozent und in den USA sogar 48 Prozent. Besonders starkes Wachstum für ihren SUV-Absatz erwartet die Marke Volkswagen in Nord- und Südamerika sowie in China. Die großen Verlierer sind die Limousine und der Van.

23/06/2020
12/06/2020

Konjunkturprogamm und das Auto

Teil 2

Gerald Balser, 11. Juni 2020

Bei dem Konjunkturprogramm gigantischen Ausmaßes in Höhe von 130 Milliarden Euro waren die Hoffnungen der deutschen Automobilindustrie hoch. Vergeblich. Wie bekannt, wird der Verkauf des Verbrenners aus umweltpolitischen Überlegungen nicht unterstützt. Stimmt nicht ganz. Von der allgemeinen Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 % auf 16 %, beginnend ab 1. Juli und endend am 31. Dezember 2020, könnte auch das Auto profitieren. Für einen gut ausgestatteten Kompaktwagen muss der Käufer zurzeit ungefähr 35.000 Euro hinblättern. Bei der reduzierten MWSt spart der Käufer immerhin 882 Euro. Unter normalen Umständen würden Hersteller und Handel die staatliche Maßnahme als willkommenes Incentive sehr begrüßen. In Zeiten von riesigen Autohalden reicht die Summe für eine Nachfragebelebung wahrscheinlich nicht aus, dürfte aber groß genug sein, einen geplanten Kauf über den 1. Juli hinaus zu verschieben. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass der Leidensweg für die Branche trotz Konjunkturprogramm weiter gehen wird.

Nur einer reibt sich breit grienend die Hände. Es ist Elon Musk, der quirlige und charismatische CEO des auf den Bau vollelektrischer Autos spezialisierten kalifornischen Herstellers Tesla. E-Autos sind die Gewinner der Corona-Krise. Während die Verbrenner mit über 50 % abgestürzt sind, haben die E-Autos zugelegt. Die Bundesregierung hat dazu beigetragen, dass die als viel zu teuer verschrienen E-Autos durch die üppige staatliche Kaufprämie von 6.000 Euro preislich auf Dieselniveau gedrückt wurden. Als ob dies nicht genug wäre, spendiert das neue Konjunkturprogramm beim Kauf von E-Autos weitere 3.000 Euro. Selbst die teuren Tesla-Autos werden für den Normalbürger nunmehr erschwinglich. So mancher wird sich nun überlegen, ob er nicht anstatt eines politisch ungewollten Verbrenners nicht besser ein hoch gefördertes E-Auto kauft.

Model 3
Model 3
Elon Musk
Elon Musk
Model Y
Model Y

Tesla Model 3 Elon Musk Tesla Model Y

Quelle: Tesla Motors

Das Konjunkturprogramm hat leider mit einer Unterstützung unserer Schlüsselindustrie herzlich wenig zu tun. Für den Verbrenner könnte das Konjunkturprogramm sogar schädlich werden. Es wirkt eher wie eine Bestrafung der deutschen Automobilindustrie, die viel zu lange am Verbrenner festgehalten habe. Als Folge sehe ich die Autohalden eher wachsen als abnehmen. Zwar gehörte VW zu den ersten deutschen Herstellern, die die politischen Zeichen der Zeit erkannt hatten, die E-Förderung kommt für VW dennoch zu früh. Das vollelektrische Pendant zum Golf, der ID.3 wird erst Ende das Jahres ausgeliefert und der ID.4, ein E-Tiguan, Ende des Jahres vorgestellt. Die vielen anderen E-Autos von VW noch später.

e-up! Quelle: VW AG

Das einzige aktuell lieferbare reine E-Auto bei VW ist der e-up!. Dessen Produktionskapazitäten sind allerdings sehr beschränkt. Zurecht plant und entwickelt VW nur noch vollelektrische Autos mit dem Modularen Elektro-Baukasten. Der e-up!, ein umgebauter Verbrenner, gilt eher als Auslaufmodell. Dennoch hat VW dieses Auto im laufenden Modelljahr deutlich aufgewertet und sogar im Preis reduziert. Bei einem Listenpreis von rund 22.000 Euro bekommt der Käufer nun einen e-up! mit einer Reichweite von 260 km. Nach Abzug der 9.000 Prämie verbleiben 13.000 Euro und ab dem 1. Juli sogar nur noch 12.672 Euro. Bei diesem Preis für einen „Zweitwagen“ könnte sogar der Verbrenner-Fan schwach werden. Wahrscheinlich werden dadurch aber nicht die Zulassungszahlen, sondern die Lieferfristen für den e-up! deutlich erhöht, denn die Produktion ist auf einen solchen Boom gar nicht vorbereitet.

Quelle: Tesla Motors

Geplante Mega-Fabrik von Tesla bei Berlin

VW verfolgt die Strategie, die Entwicklungs-Milliarden für das E-Auto mit dem Verbrenner zu bezahlen. Dafür muss der Ablösungsprozess stetig und langsam erfolgen. Der Umweltpolitik dagegen geht dies nicht schnell genug und sie scheint sich mit dieser Überzeugung in der Regierung durchzusetzen. Damit spielt sie VWs zukünftig größten Rivalen in die Hände. Tesla beeilt sich sehr, die neue Mega-Fabrik bei Berlin in kürzester Zeit aus dem Boden zu stampfen. Bereits im nächsten Jahr will man dort 500.000 E-Autos im Jahr produzieren. Davon kann VW nur träumen. Die planen in Zwickau im nächsten Jahr gerade einmal mit 100.000 E-Autos und wollen mittelfristig 330.000 Stück pro Jahr herstellen. Klingt eher bescheiden. Aber auch BMW mit seinem aufgebesserten i3 und Opel mit dem e-Corsa werden wegen mangelnder Produktionskapazitäten vom Konjunkturprogramm kaum profitieren. Aus der Sicht der Autobranche hat das Konjunkturprogramm den falschen Namen. Die sehen es eher als ein weiteres Programm zur Förderung des E-Autos. Da heute immer noch vor allem ausländische Hersteller E-Autos anbieten, werden viele Millionen und vielleicht sogar Milliarden Euro außer Landes gehen.









Hier die Gewinner der Corona-Krise:
Limousine/Kombi

Modell


Leistung

(PS)


Verbrauch

(kWh)


V-max

(km/h)


Beschleu-

nigung

(s)


Lithium-

Ionen

(kWh)


Reich-

weite

(km)


Preis

(€)

Seat Mii electric


83


14,4


130


12,3


32,3


260


20.650

Skoda Citigo iV


83


12,8


130


12,3


36,8


258


20.950

VW e-up!


83


12,7


130


11,9


32,3


260


21.975

Peugeot e-208


108

108

135


17,5

20,0

20,0


135

135

140


11,4

11,4

9,5


41,0

52,0

52,0


300

342

395


21.900

23.900

27.900

Renault Zoe z.E.


108

108

135


17,5
20,0
20,0


135

135

140


11,4

11,4

9,5


41,0

52,0

52,0


300

395

342


21.900

23.900

27.900

Smart Fortwo EQ


82


12,9


130


11,5


17,6


160


21.940

Smart Forfour EQ


82


13,1


130


12,7


17,6


155


22.600

Opel Corsa-e


136


17,0


150


8,1


50,0


330


29.900

Fiat 500 Elektro


118


k.A.


150


9,0


42,0


320


37.900

Mini Cooper SE


184


14,8


150


7,3


33,0


270


32.500

Honda e


136

154


18,0

20,0


k.A.

k.A.


k.A.

k.A.


35,5

35,5


220

220


33.850

36.850

Kia e-Soul


136

204


15,6

15,7


157

167


9,9

7,9


39,2

64,0


276

452


33.990

37.790

Nissan Leaf


150

217


20,6

20,6


157

157


7,9

7,3


40,0

62,0


270

385


36.800

44.700

Hyundai Ioniq EV


136


13,8


k.A.


k.A.


38,3


311


37.290

BMW i3


170

184


13,1

14,0


150

160


7,3

6,9


42,2

42,2


310

285


39.000

42.600

Opel Ampera-e


204


16,5


150


7,3


60,0


423


42.990

Tesla Model 3


325

440

510


14,3

15,0

16,0


225

233

261


5,6

4,6

3,4


55,0

65,0

75,0.


409

560

530


44.500

53.790

59.990

Volvo Polestar2


408


k.A.


k.A.


4,7


78,0


500


58.900

SUV

Modell


Leistung

(PS)


Verbrauch

(kWh)


V-max

(km/h)


Beschleu-

nigung

(s)


Lithium-

Ionen

(kWh)


Reich-

weite

(km)


Preis

(€)

Mazda MX-30


143


k.A.


k.A.


k.A.


35,5


200


33.990

Hyundai Kona Elektro


136

204


13,9

14,3


155

167


9,7

7,6


39,2

64,0


312

482


34.400

41.400

Peugeot e-2008


136


17,8


150


9,0


50,0


320


35.250

Kia Niro EV


136

204


15,3

15,9


155

167


9,8

7,8


39,2

64,0


289

455


35.290

39.090

DS 3 Crossback E-Tense


136


17,8


150


9,1


50,0


320


38.390

Ford Mustang Mach-E


258

285


16,5

16,5


185

185


8,0

8,0


75,7

99,8


450

600


46.900

54.475

Bildquellen: BMW AG, Honda Deutschland, Hyundai Motor Deutschland GmbH, Jaguar Land Rover Deutschland GmbH, KIA MOTORS Deutschland GmbH, Daimler AG, NISSAN CENTER EUROPE GmbH, Adam Opel AG, PEUGEOT Deutschland GmbH, Renault Deutschland AG, SEAT Deutschland GmbH, SKODA AUTO Deutschland GmbH, Tesla Motors, Volvo Cars Germany GmbH, VW AG

05/06/2020

Konjunkturprogamm und das Auto
Gerald Balser, 5. Juni 2020

Nach langen Verhandlungen ist es endlich geschnürt, das Konjunkturpaket zur Ankurbelung der unter dem Corona-Virus geschundenen Wirtschaft, der Arbeitnehmer und Familien. Potentielle Käufer von neuen Autos werden enttäuscht sein. Der Verbrennungsmotor, an dem bisher unser Wohl und Weh hing und auch noch einige Jahre für unseren allgemeinen Wohlstand sorgen soll und muss, ging bei einem Gesamtvolumen von 130 Milliarden Euro aus umweltpolitischen Gründen leer aus. Das E-Auto soll dagegen zusätzlich zu den bereits spendierten 6.000 Euro mit weiteren 3.000 Euro gefördert werden. Diese Entscheidung hat leider mit einer Unterstützung der deutschen Wirtschaft herzlich wenig zu tun.

Bereits vor der Corona-Krise befand sich die Schlüsselindustrie Deutschlands in einer schwierigen Phase des Strukturwandels "Weg vom Verbrenner hin zum E-Auto". Dabei darf man nicht übersehen, verdient werden mussten die bereits investierten vielen Milliarden Euro Entwicklungskosten vom Verbrenner. Unsere Automobilindustrie hätte für die nächsten entscheidenden Jahre viel Ruhe und Sicherheit gebraucht. Nun ist alles anders. Die Zulassungszahlen in den Monaten März, April und Mai haben sich mehr als Halbiert. Hätte es nicht einen vorübergehenden Produktionsstopp gegeben, dann wären die Läger nicht nur voll, sondern würden überquellen. Eine staatliche Kaufprämie hätte helfen können.

Die Politik interessiert sich für diese Probleme nicht. Sie hat Visionen und dabei spielt der Verbrennungsmotor keine Rolle mehr, im Gegenteil. Mit nationaler Konjunkturpolitik hat diese Grundeinstellung wenig zu tun. Von der staatlichen Prämie profitieren werden im Automobilbereich all jene Hersteller, die bereits sehr früh auf E-Mobilität gesetzt haben und ein entsprechendes Angebot im Portfolio haben, z. B. die amerikanische Firma Tesla.

Für VW und die deutschen Autobauer kommt die E-Förderung zu früh. Das vollelektrische Pendant zum Golf, der ID.3 kommt erst im Sommer auf den Markt und der ID.4, ein E-Tiguan, wird erst Ende des Jahres vorgestellt. Die vielen anderen noch später.

Die wenigen, aktuell angebotenen E-Autos VW e-up!, Opel e-Corsa und BMW i3 sind produktionstechnisch bereits heute ausgelastet. Ergebnis: einerseits werden die Halden der Autos mit Verbrenner nicht abgebaut und andererseits verpuffen die Fördergelder an den Produktionsengpässen für E-Autos.

Dem Käufer eines Verbrenners bleibt als Trost allein die vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 befristete Reduzierung der MWSt von 19 % auf 16 %. Als Ankurbelung der gebremsten Nachfrage nach Autos dürfte diese Maßnahme nicht ausreichen. Die deutsche Automobilindustrie wird sich mit eigenen Kaufprämien selbst helfen müssen. Das Konjunkturprogramm könnte man daher eher als eine Bestrafung der deutschen Automobilindustrie für ihre Versäumnisse empfinden.

17/09/2018

In Deutschland kann der Neuwagenkäufer aus einem riesigen Angebot an Fahrzeugen und Modellen auswählen, er hat jedoch zunehmend das Problem, den Überblick zu behalten. Dieser Eindruck wird sich voraussichtlich mit der Einführung neuer Elektroautos noch verstärken. Um dabei zu helfen, die verlor...

11/05/2018

Facebook soll besser sein als die Mund-zu-Mund-Probaganda. Hoffentlich!!!

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