Carl Mosterts gründete 1920 die „Deutsche Jugendkraft“ (DJK), infolgedessen dann 1921 unter Kaplan Helmus von der Sankt Barbara Gemeinde die „DJK Eintracht Erle“ hervorging. Die Existenz des katholischen Vereinswesens sollte der Gründung politischer, gewerkschaftlicher und kultureller Arbeiterorganisationen sozialistischer Ausrichtung entgegenstehen. Eintracht Erle verfügte zu diesem Zeitpunkt b
ereits über einen eigenen Sportplatz in der Nähe des früheren Feuerwehrplatzes des Elisabeth-Krankenhaus, mußte den Spielbetrieb aber schon bald wieder einstellen. Zwei Gründe waren hierfür entscheidend: Die Konkurrenz des SV Erle 08, der im Jahre 1921 in die höchste Fußballklasse, die Ruhrgauliga, aufgestiegen war, und die Besetzung des Ruhrgebiets durch Franzosen und Belgier (1923 — 1925) waren maßgeblich schuld an der Entwicklung der „DJK Eintracht Erle“.
1928 berief Kaplan Book erneut zu einer Gründungsversammlung in das Senioren- und Pflegeheim St. Josef ein. 300 Personen bewiesen, daß weiterhin großes Interesse an einem Sportverein bestand. Erster Vorsitzender wurde der Lehrer Schulte-Mattier, zum Geschäftsführer wählte man den Lehrer Habermann. Damit wurde der Verein offiziell gegründet. Fünf Fußballmannschaften, zwei Handballmannschaften und etwas später eine Turn, und eine Leichtathletikmannschaft sind Beweise für ein reges Vereinsleben, wobei vor allem durch die Geistlichkeit und auch durch einen Teil der Erler Lehrerschaft das Interesse für den Verein geweckt wurde. Vereinslokal war seit der Neugründung die Wiggerstiftung („Erler Hof“) an der Cranger Straße. Sechs Jahre nach der Vereinsgründung erfolgte bis zum Jahre 1945 ein erneuter, entscheidender Einbruch: Der Nationalsozialismus hatte auf alle Lebensbereiche Einfluss genommen und wendete zahlreiche Repressalien an. Neben vielen anderen Vereinen und Organisationen wurde auch die konfessionell gebundene Sportbewegung verboten, die DJK Eintracht Erle wurde gezwungen, ihren Spielbetrieb einzustellen. Zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte 1947 die Fortsetzung des Vereinslebens. Unter dem ersten Vorsitzenden Heinrich Müller und dem Präses Kaplan Klein-Heßling konnten schon nach kurzer Zeit eine erste und eine Reservemannschaft, zwei Jugend- und zwei Schülermannschaften wieder am Spielbetrieb teilnehmen. Ergänzt wurde das Sportangebot durch zwei Tischtennismannschaften, die aber 1952 wegen mangelnder Trainingsmöglichkeiten aufgelöst wurden. Die neue Spielstätte der DJK Eintracht Erle an der ehemaligen Schachtanlage 3/5 der Zeche Graf Bismarck wurde für den Spielbetrieb hergerichtet. Ein entscheidender Abschnitt der Vereinsgeschichte folgte ab der Saison 1954/55 durch den Übertritt vom DJK-Verband in den Westdeutschen Fußballverband (WFV). Die Tischtennisabteilung wurde nach der Jahrhundertwende mit Männer- und Damenmanschaften, sowie einer Jugendabteilung neu gegründet.