13/06/2026
Stichtag 13. Juni 2010. Vor 16 Jahren verpflichtet der FC Schalke 04 Atsuto Uchida. Es ist die zweite Sommerperiode, in der Felix Magath als Trainer und Sportvorstand die Personalpolitik für den Lizenzspielerkader der Königsblauen gestaltet. Auch diesmal werden zahllose Namen gehandelt.
Aus dem Wettbieten um Michael Ballack sei der S04 ausgestiegen, auch Javier Pinola vom 1. FC Nürnberg komme nicht. Dafür könnte etwas dran sein am 18-jährigen griechischen Talent Kyriakos Papadopoulos von Olympiakos Piräus. Eher beiläufig vermeldet der Club, dass man einen jungen Rechtsverteidiger aus Japan geholt hat.
Atsuto Uchida kommt von den Kashima Antlers zu den Königsblauen. Die Ablösesumme soll 1,3 Millionen Euro betragen. Dreimal hat der 22-Jährige mit seinem alten Verein die japanische Meisterschaft gewonnen, steht im Kader seines Heimatlands bei der Weltmeisterschaft in Südafrika. Auf Schalke soll er die Nachfolge von Rafinha antreten. Hier ist er nach dem Chinesen Hao Jun Min der zweite asiatische Spieler. Uchida wird sich in den kommenden Jahren in die Herzen aller Fans spielen.
In seiner ersten Saison kommt er auf 26 Einsätze in der Bundesliga, ist ebenso Stammspieler, als der S04 das Halbfinale der Champions League erreicht und steht auf dem Rasen des Berliner Olympiastadions, als Schalke 04 durch ein 5:0 im Finale gegen den Zweitligisten MSV Duisburg zum fünften Mal den DFB-Pokal gewinnt.
Als Rechtsverteidiger bildet Uchida in den folgenden Jahren mit Jefferson Farfan ein Tandem, das die Fans begeistert. Unermüdlich läuft Uchida defensiv alle Lücken zu und schaltet sich zudem in den Angriff ein. Der sympathische Teamplayer bedankt sich für die Unterstützung aus der Kurve nach dem Schlusspfiff seinerseits häufig mit einer tiefen Verbeugung.
Bis zum Sommer 2017 absolviert Uchida 153 Pflichtspiele für Schalke 04, in denen er zwei Tore erzielt. Dreimal kommen die Knappen in dieser Zeit ins Achtelfinale der Champions League. Als er sich im September 2017 beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart persönlich von den Fans in der VELTINS-Arena verabschiedet, verliest er eine eigenhändig geschriebene Rede, die zu Herzen geht. An diesem Tag verbeugen sich alle Schalker vor Atsuto Uchida.