29/11/2025
📌 Sperrriemen wird zu „Kinnriemen“ – aber löst ein neuer Name wirklich das Problem?
Im aktuellen PM Forum 10/25 wird berichtet, dass die FN den Sperrriemen in „Kinnriemen“ umbenennt. Wir bei Hillbury fragen uns: Reicht eine Umbenennung aus, wenn das grundlegende Problem dasselbe bleibt?
Denn nicht der Begriff ist das eigentliche Thema – sondern die Wirkung. In der Praxis wird der Riemen häufig zu eng verschnallt. Das schränkt die Atmung und die natürliche Kautätigkeit des Pferdes ein und kann im schlimmsten Fall Schmerzen verursachen. Laut Artikel soll ein korrekt verschnallter Kinnriemen „übermäßige Maul- und Kieferbewegungen begrenzen“. Doch für uns ist klar: Ein Pferd, das losgelassen ist, darf und soll sein Maul bewegen.
Wenn ein Riemen umbenannt wird, ändert das für das Pferd nichts. Ein zu enger Riemen bleibt ein zu enger Riemen. Er nimmt dem Pferd Luft, Raum, Ausdruck – und manchmal sogar seine Stimme.
Wir bei Hillbury haben uns bereits 2018 dagegen entschieden, Trensen mit Sperrriemen zu fertigen. Nicht aus Trend, sondern aus Überzeugung. In all den Jahren, die wir Pferde behutsam, geduldig und individuell ausbilden durften, brauchten wir nie einen Riemen, um ein Maul „ruhigzustellen“.
Ein Pferd, das Vertrauen in die Hand hat, benötigt keinen Sperrriemen.
Ein Pferd, das loslassen darf, wird fein.
Was wir uns wünschen, ist nicht ein neuer Name – sondern ein Umdenken zu mehr Pferdewohl. Mehr Wissen, mehr Gefühl, mehr Blick fürs Pferd.
Wie seht ihr das?
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