03/09/2018
+++ Achtungserfolg gegen 1. SC Göttingen 05 II +++
Vor dem Matchplan war es der dieses Wochenende abwesende Trainer Walter Saueressig, der in einem bis in die Nacht geführten Telefonat mit Dirk Schweiger den Auftrag gab: „Das wichtigste ist wiedergewonnes Selbstvertrauen, mach die Schotten hinten dicht!“
So ging es nach der enttäuschenden 5:0 Pleite gegen den TSV Klein-Lengden am vorigen Sonntag vor allem um einen mentalen Wiederaufbau der Zweiten des SV Puma. Eine schwierig zu meisternde Aufgabe, stand man doch der zweiten Mannschaft des 1. SC Göttingen 05 gegenüber, den Aufstiegsaspiranten der 2. Kreisklasse Mitte.
Zu hadern war noch mit dem zulässigen Regelwerk, denn der Gegner konnte sich mit drei Spielern aus der Landesliga-Mannschaft des ersten Teams verstärken.
Doch wer zuvor meinte, die Pumas seien chancenlos, wurde eines besseren belehrt und sah eine taktisch hervorragend aufgestellte Mannschaft um Dirk Schweiger.
Allen voran die Mitte des Spiels sollte dicht gemacht werden, um den Gegner ein Kombinieren unmöglich zu machen und das Spiel über die Außen zu erzwingen. Diese waren mit den läuferisch starken Johannes Dittmann und Daniel Diedrich besetzt und liefen unermüdlich jeden Ball an, der auch nur ansatzweise zu Nahe an das Puma Tor gelangte.
Das überraschte den 1. SC ersichtlich, und auch ein Durchkommen durch die breit aufgestellte Mitte um den eingeflogenen Daniel Busse, Enrico Ferrea, Daniel Gollasch sowie Henrik Schösser war aussichtslos. So versuchte sich die angereiste Mannschaft zunehmend mit langen Bällen aus der zweiten Reihe, die jedoch clever und abgeklärt von Rouven Berlin, Jannis Hantschel und Marko Sänger ihren Abnehmer fanden.
Wer nun meinte nach vorne geht 90 Minuten wohl nichts, sah bereits nach 5 Minuten die erste gute Möglichkeit als ein Puma Schuss den Landesliga-Torwart prüfte. Und nur 5 Minuten später, schafften die Pumas das Unvorstellbare: der Ball zappelte im Netz, im Netz des Gegners!
Nach einem Konter ging der Ball lang auf Stürmer Mirco Wiemken, der höher sprang als die zweite Kreisklasse es erlaubt, und den Ball damit auf den zunächst verdutzten Schösser ablegte. Der machte es Wiemken nach und überköpfte den herauseilenden Torwart.
1:0 in der 10. Minute.
Die Pumas wurden nicht überheblich, spielten weiterhin abgeklärt und jeder Torschussversuch klebte wie Harz an den Händen des stark aufspielenden Lukas Ninow.
In der 39. Minute drückten die Pumas wieder nach vorne und konnten sich im rechten Halbfeld des Gegners einen Freistoß erzwingen. Marko Sänger war wieder einmal mit einem seiner gottgleichen Flanken, der den Ball auf den Kopf Schössers platzierte. Der Ball schlug unten links ein, der Torwart war wieder einmal geschlagen.
So stand es 2:0 zur Halbzeit.
In der zweiten Hälfte ließ der Druck nicht nach und man sah den Jungs die Laufarbeit aus der ersten Halbzeit an. Schweiger peitschte die Mannen immer weiter an und versuchte jeden Meter herauszukratzen. In der 70. Minute hatte Diedrich über die linke Seite gar die Möglichkeit zum 3:0, doch der Ball ging 1 Meter am Tor vorbei.
Während man sich in der 75. Minute über einen Elfmeterpfiff in einer strittigen Szene nicht hätte beschweren können, zeigte der Schiedsrichter in der 82. Minute auf den Punkt und gab Strafstoß für den 1. SC Göttingen. Gollasch stellte einen Spieler, spielte jedoch klar den Ball. Eine fragwürdige Entscheidung, auf die Ninow keine Antwort wusste und schließlich erstmals hinter sich greifen musste.
Der Aufstiegsaspirant witterte seine Chance und setzte alles nach vorne. Puma bekam kaum noch Luft und schlug den Ball ein fürs andere Mal aus der Gefahrenzone. Spielerisch gab es für den Gegner kein Durchkommen und so war es schließlich ein weiterer Standard in der 90. Minute, er zum 2:2 in die Maschen schlug.
Ein unhaltbarer Kopfball in den Winkel nach stark geschlagener Ecke setzte damit den Endstand in einer Partie, in der die Pumas allen voran Moral zeigten. Trotz der zwei späten Tore ging man als Sieger hervor, enttäuschte Blicke gab es keine. Ein Punktgewinn, den man noch am Dienstag beim Training in den Knochen merkt.