05/03/2024
Es ist vollbracht. Gratulation an Jens Djchenz, den neuen Gmünder Dartmeister. Gratulation aber auch an uns alle für eine abermals hervorragende Veranstaltung. Hier habt Ihr den Turnierbericht.
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Jens Brodzinski ist neuer Gmünder Dartmeister
Die vierte Auflage der Meisterschaften bringt den dritten Titelträger hervor
Schwäbisch Gmünd (dcott) – Die vierte Auflage der Gmünder Dartmeisterschaften hat den bereits dritten Titelträger hervorgebracht. Der bereits im Vorfeld der Großveranstaltung erwähnte Jens Brodzinski aus Zimmern hat sich den Titel gesichert und darf sich nun Gmünder Dartmeister nennen. Im Finale setzte er sich gegen Rüdiger Seifried, Vereinsmitglied des gastgebenden DC Over the Tops, souverän mit 5:1 durch. Doch auch der Titelverteidiger, Michael Krieger, hat sich stark präsentiert und wurde Dritter. Beim Catering unterstützt wurden die Over the Tops in diesem Jahr erstmals von den Burgstuhl-Hexen aus Göggingen.
105 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bei den „4. Gmünder Dartmeisterschaften“ schließlich teilgenommen, ein fulminantes Feld also, was sich um den Titel „Gmünder Dartmeister“ in der Gögginger Gemeindehalle duelliert hatte.
Balaz, der Organisator
Die Organisation, abermals souverän gesteuert vom Vorsitzenden des DC Over the Tops, Vjekoslav Balaz, funktionierte hervorragend, an den über 21 Automaten herrschte die ganze Zeit über reger Betrieb, Leerlauf entstand nicht. Balaz wollte das Lob aber nicht für sich alleine einheimsen: „Ohne unsere Sponsoren wäre solch eine Veranstaltung überhaupt nicht möglich“, freute sich der Vorsitzende die Unterstützung. In 16 Gruppen á sieben Spieler wurde die Meisterschaft angegangen, in einigen Gruppen gab es wegen der ungeraden Teilnehmerzahl ein Freilos. Inmitten der Gruppenphase haben die Verantwortlichen noch ein Bonusspiel veranstaltet, hier ging es um Gutscheine vom Sponsor „Kilo80“. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgelost wurden Michele Weinstein, Mirko Gataz, Uwe Albrecht und Mustafa Özyürük. Auf der Bühne wurde ein schnelles 501 gespielt, Gataz setzte sich vor Özyürük, Weinstein und Albrecht durch.
Minimalziel war das Viertelfinale
Brodzinski hatte im Vorfeld, mit seinen jüngsten Turniererfolgen im Rücken, das Viertelfinale als Minimalziel angegeben. Dass es dann am Ende für den Titel gereicht hatte, konnte er selbst kaum glauben. „Ich habe mich in der Gruppenphase sehr gut gefühlt und diese dann auch ganz gut gemeistert“, so Brodzinski über seinen Auftakt. In der ersten K.o.-Runde dann sei er etwas nervöser geworden, gibt er zu, wenngleich er die ebenfalls gut gemeistert hatte.
Nervosität ist dabei
In der Gruppe bereits hatte er sich souverän als Erster durchgesetzt, um dann im ersten K.o.-Spiel leichte Mühen zu haben, als er gegen Thomas Schlieker ein Leg abgeben musste, aber mit 3:1 siegen konnte. Mit demselben Ergebnis ging es in der Folge gegen Mirko Gataz weiter, der sich bereits im Auslosungsspiel präsentieren durfte. Im Achtelfinale dann wurde es noch spannender. Gegen Patrick Lamm behielt er am Ende mit 3:2 die Oberhand und hatte sein Primärziel damit erreicht, er stand im Viertelfinale. Hier wartete Thomas Drochner auf ihn, kein unbeschriebenes Blatt in der Dart-Szene und durchaus mit einigen Erfolgen im Rücken, die er auf diversen Turnieren einfahren durfte. Brodzinski aber wollte es wissen und wies Drochner mit 4:2 in die Schranken. „Das war ein echt enges Spiel, zugleich war es unser erstes Duell überhaupt gegeneinander“, sagt Brodzinski.
Brodzinski marschiert
Auch dieses Ergebnis schien Brodzinski zu schmecken, denn wieder mit 4:2 setzte er sich gegen Yasin Keskin durch, der ebenfalls schon einige Turniere in der Umgebung gewinnen konnte. Die Zuschauer, die bis zum Ende in der Halle geblieben sind, sahen ein packendes Halbfinale und mit Brodzinski schließlich einen würdigen Finalteilnehmer. Davor war er sich gar nicht sicher, denn Keskin kennt er sehr gut. „Wir haben schon häufiger gegeneinander gespielt und ich habe dabei auch schon häufiger verloren, teilweise sogar deutlich“, gibt Brodzinski Einblick in sein Gedankenspiel vor dem Halbfinale. Zunächst sah es auch gar nicht danach aus, als würde Brodzinski gewinnen. Mit einem Bullseye stellte Keskin auf 2:1 für sich. „Da habe ich nur gedacht: Jetzt muss ich mich zusammenreißen. Das hat dann geklappt, es kamen viele 100er und 140er.“
Beste Leistung im Finale
Und als hätte er sich sein bestes Spiel für das Finale aufgehoben, fegte er Rüdiger Seifried mit 5:1 vom Board und stemmte am Samstagabend den großen Wanderpokal in die Höhe. Im Finale war er schließlich ganz ruhig, richtig durchgestartet war er erst, als Seifried zwischendurch auf 1:1 stellte. „Bei mir war einfach die Luft raus nach diesem langen Tag. Und Jens hat einfach immer weiter gepunktet. Ich bin dennoch richtig happy, Zweiter von 105 Teilnehmern geworden zu sein“, durfte sich auch Seifried durchaus freuen.
Seifried - souverän bis zum Viertelfinale
Seifried ist Mitglied beim DC Over the Tops, dazu Kapitän des DC Underdogs, der in der abgelaufenen Bezirksligarunde Dritter wurde. Ein Darter, dessen Qualitäten man kennt, der diese aber bei diesen größeren Turnieren bislang nur selten ans Board gebracht hatte. Das änderte sich schließlich in diesem Jahr. „Es lief ganz lange so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Erst ab dem Viertelfinale habe ich nicht mehr ganz so getroffen, wie ich wollte“, sagt Seifried. Die Gruppe überstand er ohne jeglichen Legverlust und auch bei seinem ersten K.o.-Spiel, Markus Schmid war der Gegner, hieß es am Ende 3:0. Das nächste Duell war schließlich ein besonderes. Seifried traf auf seinen Freund und Mannschaftskollegen Marcus Brett. Unzählige Male haben diese beiden schon gegeneinander gespielt, am Ende dann wurde Seifried seiner Favoritenrolle gerecht und siegte erneut 3:0. Seifried war nun richtig eingespielt und sollte schließlich auch im Achtelfinale noch kein Leg abgeben. Gegen Timothy Friedel gab es erneut ein 3:0. Durch seinen starken Lauf dann war er auch im Viertelfinale gegen Alex Wedrich leicht favorisiert, und füllte diese Rolle beim 4:1-Erfolg auch aus, hat aber tatsächlich den ersten Legverlust hinnehmen müssen.
Im Halbfinale dann ging es wieder gegen einen Freund und Mannschaftskameraden: Titelverteidiger und dritter Gmünder Dartmeister, Michael Krieger, wartete. Wer hier die Nase vorne behalten würde, das vermochte niemand zu prognostizieren. „Das war kein gutes Spiel von uns beiden“, so Seifried schmunzelnd. Am Ende gewann er dennoch deutlich mit 4:1, Krieger holte sich mit einem 3:1-Erfolg im kleinen Finale schließlich noch den starken dritten Rang gegen Yasin Keskin, der ebenfalls ein starkes Turnier gespielt hatte. Und auch Krieger war durchaus zufrieden mit seinem Ergebnis.
Sieger ohne 180
„Am Ende habe ich keine einzige 180 geworfen – aber es hat ja auch so ganz gut geklappt“, frotzelte Brodzinski, der sich ausdrücklich bei den Veranstaltern bedankte: „Ich komme gerne wieder.“ Jetzt muss er ja fast, schließlich gilt es, diesen Titel zu verteidigen. Am Ende waren die Veranstalter zufrieden, die vierte Gmünder Dartmeisterschaft mit Bravour über die Bühne gebracht zu haben.