02/09/2022
Hätten Einkaufstaschen keinen Boden, wäre einkaufen ganz schön schwer, oder?!
Der Beckenboden erfüllt ähnliche Funktionen in deinem Körper, denn er gibt deinen Organen wie eine Einkaufstasche von unten Halt. Tatsächlich hat dein Beckenboden eine Vielzahl von Aufgaben, die du hier Step by Step kennenlernen wirst. Die für den Alltag wohl wichtigsten vier Aufgaben sind das Schließen und Öffnen deiner Körperöffnungen, die Trage- & Haltefunktion deiner Organe, die reflektorische Rückfederung bei Druckbelastungen sowie die Stabilisierungsfunktion.
Dröseln wir das Ganze mal auf:
1. Schließen und Öffnen der Körperöffnungen:
Deinen Beckenboden kannst du dir wie eine Eingangs- und Ausgangstüre deines Körpers vorstellen. Er ist bei Anspannung dafür verantwortlich, dass weder P**i noch etwas anderes ungewollt deinen Körper verlässt. Es ist für die Kontinenzsicherung, also für das Schließen, zuständig. Im Gegensatz dazu ist er bei Entspannung für das Loslassen auf der Toilette und bei der Geburt und somit für das Öffnen der Türe zuständig.
2. Trage- & Haltefunktion:
Er trägt und hält deine Organe, dass diese an Ort und Stelle bleiben und nicht nach unten rutschen – hier wieder das Bild der Einkaufstasche. Hierbei wird er von knöchernen Strukturen des Beckens unterstützt.
3. Reflektorische Druckentlastung:
Stelle dir deinen Beckenboden wie ein Trampolin vor, das bei Druckerhöhung im Bauchraum (wie z.B. beim Hüpfen, Husten und Lachen) zurückfedert und somit zur Druckentlastung sorgt.
4. Stabilisierungs- und Haltungsfunktion:
Zusammen mit den tiefen Bauch- und Rückenmuskeln ist dein Beckenboden für die Stabilität & Haltung deiner Wirbelsäule und deiner gesamten Körpermitte zuständig.
Wichtig ist, dass du deinen Beckenboden in seinen Aufgaben nicht alleine betrachtest, sondern immer im Zusammenspiel mit den umliegenden Strukturen und Muskeln.
Und als „kleine“ Notiz am Rande: Beim sexuellen Akt ist dein Beckenboden ein wichtiger Mitspieler. Hierzu in einem weiteren Post mehr 😉