05/08/2026
Warum zwei Reiter unterschiedliche Ergebnisse bekommen
Viele Reiter wünschen sich mehr Vertrauen.
Doch oft suchen wir Vertrauen dort, wo wir eigentlich Kontrolle aufgebaut haben.
Wir kontrollieren das Tempo.
Wir kontrollieren die Richtung.
Wir kontrollieren die Haltung.
Wir kontrollieren jede Bewegung.
Und je unsicherer wir werden, desto mehr versuchen wir zu kontrollieren.
Das Problem:
Ein Pferd kann lernen zu funktionieren, ohne jemals wirklich mitzumachen.
Es kann gehorchen, ohne sich zu orientieren.
Es kann reagieren, ohne zu vertrauen.
Ziel: das Pferd sollte nicht „etwas mit sich machen lassen“, sondern die Chance bekommen „mitzumachen“!
Vertrauen beginnt dort, wo Kontrolle nicht mehr die einzige Antwort ist.
Dort, wo wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, statt alles festzuhalten.
Dort, wo wir Orientierung geben, statt jede Bewegung vorzuschreiben.
Für mich ist das einer der wichtigsten Unterschiede in der Ausbildung:
Kontrolle erzeugt Abhängigkeit.
Selbstvertrauen erzeugt Selbstständigkeit.
Und genau diese Selbstständigkeit macht ein Pferde-Reiter-Paar am Ende mutig, gelassen und handlungsfähig.
Das Pferd soll lernen sich selbst zu vertrauen und genau so ist es auch beim Mensch. Selbst-Vertrauen….beginnt nunmal mit „selbst“! Wenn sich die Einheit Pferd-Mensch lernt selbst zu vertraut verschwinden jegliche Abhängigkeiten.
Was denkst du?
Wo liegt für dich die Grenze zwischen notwendiger Führung und übermäßiger Kontrolle?
Alle Gedanken und Inhalte dieser Serie stammen aus meiner täglichen Arbeit, meinen Büchern und meinen eigenen Erfahrungen – keine KI-generierten Inhalte, sondern gelebte Praxis.