Bujinkan Seishin Dojo Forstinning

Bujinkan Seishin Dojo Forstinning Bujinkan Budo Taijutsu (Ninjutsu) ... Kampfkunst der Ninja und Samurai. Training für den Körper, den Geist und die Seele

30/05/2026
15/05/2026

Furyu Keiko Kai 2026 mit Schwerpunkt Tōjutsu und Kukishin Ryū Bō Jutsu

Bitte mitbringen: Bō, Jō, Hanbō, Bokutō Daishō (Holzschwerter) und Iaitō

Im Bōjutsu der Kukishin Ryū geht es niemals nur darum, einen langen Stock zu führen. Der Bō offenbart den Zustand des Menschen, der ihn hält. Jede Unsicherheit, jede unnötige Spannung und jede Unruhe im Geist wird durch die Länge der Waffe sichtbar gemacht. Deshalb heißt es:

„Der lange Stock lehrt Demut, weil jede unnötige Bewegung sichtbar wird.“

In der Kukishin Ryū entsteht Kraft nicht aus Muskelstärke, sondern aus Timing, Distanz und natürlicher Bewegung.
Der Bō zwingt den Übenden, Maai (das Raum-Zeitgefüge) wirklich zu verstehen. Wer nur den Gegner betrachtet, verliert den Raum zwischen sich und dem Angreifer. Genau dort jedoch entsteht Kontrolle. Den dort entscheidet sich der Kampf, bevor der erste Treffer fällt. Deshalb sagt man:

„Der wahre Wert des Bō liegt nicht im Schlag, sondern darin, den Kampf bereits vor dem ersten Treffer zu kontrollieren.“

Die alten Schulen verstanden den Bō niemals als bloße Waffe. Der Stock ist eine Verlängerung des Körpers, aber noch mehr, eine Verlängerung des Geistes und des Herzens.
Masaaki Hatsumi Soke lehrte deshalb immer wieder, dass Budō nicht aus starren Techniken besteht. Darum Trainiere nicht nur die Technik, sondern Trainiere auch das Gefühl dahinter. Denn wenn dein Geist stehen bleibt, stirbt auch deine Bewegung.

Im fortgeschrittenen Bōjutsu beginnt der Körper dem Fluss der Waffe zu folgen, anstatt sie mit Kraft zu kontrollieren. Daher heißt es:

„Wenn der Stab durch die Luft fliegt, folgt ihm der Körper.“

Das bedeutet nicht, die Kontrolle zu verlieren. Es bedeutet, mit der Bewegung eins zu werden. Der Bō bewegt sich wie Wasser, weich im Fluss, hart im Aufprall. Kreisförmige Bewegungen, das Brechen der gegnerischen Linie und der ständige Wechsel zwischen Härte und Weichheit sind Kernprinzipien des Kukishin Ryū. Der Praktizierende lernt, den gesamten Raum zu kontrollieren, nicht nur den Gegner vor sich. Denn wer nur den Gegner sieht, verliert den Raum dazwischen.

Das Kukishin Ryū Bō Jutsu bedeutet Stärke durch Klarheit.

12/05/2026

Please share this information. Thank you very much. I have already received very positive feedback from many Daishihan and many others. Thank you for that. 🙏

Was an fantastic weekend...perfect organization, nice location, wonderful Training and an amazing Sensei.Thanks Bujinkan...
03/05/2026

Was an fantastic weekend...perfect organization, nice location, wonderful Training and an amazing Sensei.
Thanks Bujinkan Kanyou-Ryu Dojo Kufstein and all of the organization team and Team of Bujinkan Austria for making this happen. Was a Great event. 🙏🙏🙏🙏 thank you so much ⛩🇯🇵⛩🙏

09/03/2026

Bujinkan Godan Keiko 武神館 五段 稽古

Das Bujinkan Godan Keiko Seminar ist etwas einzigartiges auf der Welt. Denn es bietet die Möglichkeit für Shidoshi bis Daishihan auf einer höheren Ebene miteinander zu trainieren, sich auszutauschen und die Feinheiten der Kunst tiefer zu beleuchten.
Die Teilnehmer des Seminars (ab 5.Dan) leiten eigene Dojo oder sind langjährige praktizierende der Kunst. Dadurch bietet sich eine Möglichkeit effektiv an Inhalten der Ryu ha zu arbeiten.
Oft fehlt im Unterricht die Zeit für die eigene Weiterbildung, denn man ist damit beschäftigt seinen Schülern im Dojo das Wissen der Grundlagen zu vermitteln. Nun, dieser Rahmen des Godan Keiko generiert genau einen Raum für die Weiterbildung von hochrangigen Dan - Trägern des Bujinkan, nach dem Prinzip, Train the Trainer.

Die Inhalte dieses Seminars:

Verfeinern der eigenen technischen Fertigkeiten
Tieferes Verständnis der Traditionen des Bujinkan, Ninpo & Bujutsu
Genauigkeit in der Waffenführung
Prinzipienvermittlung hinter den Techniken
Historisches Wissen, um die Breite der Kunst besser zu verstehen
Philosophisches Wissen zu Ninpo und Bujutsu
Informationsaustausch für Dojo-Leiter

Wir folgen damit Hatsumi Sokes Wunsch:

„Diejenigen mit dem fünften Dan oder höher, sollten zusammen trainieren, einander helfen und gemeinsam voneinander lernen.“

Das Seminar ist „offen für alle Bujinkan Shidoshi bis Daishikan“ und bietet eine besondere Möglichkeit zur persönlichen Weiterbildung. Ein breites überragendes Feedback der bisherigen Teilnehmer, bestätigt unser Seminarkonzept.

23/02/2026

Das Tantō Jutsu 短刀術 der Sengoku jidai

In der turbulenten Sengoku jidai war das Tantō, das japanische Kurzschwert, weit mehr als nur eine Nebenwaffe der Samurai. Während das Katana für offene Gefechte und lange Schnitte eingesetzt wurde, spielte der Tantō seine Stärken vor allem im Nahkampf aus und besonders gegen Gegner in Yoroi, den schweren Lamellen- und Metallrüstungen jener Zeit.
Die Rüstungen waren zwar robust, wiesen jedoch stets natürliche Schwachstellen auf. Unter den Armen, im Bereich der Hüfte, am Nacken und hinter den Oberschenkeln fanden sich Lücken zwischen den Platten. Dort setzte der geübte Samurai mit gezielten Stichen des Tantō an. Gerade dafür war die Klinge des Yoroi dōshi optimiert. Sie war kurz, massiv und steif, mit einer verstärkten Spitze, die auch punktuelle Stöße in die Öffnungen der Rüstung aushielt. Eine große Krümmung war nicht nötig, denn der Stoß sollte präzise in die Lücken der Rüstung geführt werden und Schnitte spielten nur eine untergeordnete Rolle.
Die Techniken des Tantō Jutsu konzentrierten sich auf schnelle, punktgenaue Stöße. Das Tsuki, der direkte Stoß, ebenso wie Varianten wie Ura zuki oder Gyaku zuki, um schwer zugängliche Stellen zu treffen. Häufig kombinierten Samurai diese Stiche mit Griff- und Hebeltechniken, um die Rüstung zu überwinden oder den Gegner in Position zu bringen. Präzision, Geschwindigkeit und Kenntnis der Rüstungslücken waren entscheidend, denn rohe Kraft allein genügte selten.
So wurde das Tantō zu einer praktischen, lebensrettenden Waffe, die im dichten Nahkampf den Unterschied ausmachen konnte. Anders als die kunstvollen, oft filigranen Dolche früherer Epochen war das Sengoku Tantō eine Arbeitswaffe, robust, funktional und auf den Krieg zugeschnitten. Es verkörpert die Balance zwischen Schlichtheit, Zweckmäßigkeit und tödlicher Effizienz, die die Samurai dieser Ära charakterisierte.

Jürgen Bieber 風流

Super interessanter Tag heute in Neu-Ulm beim Tagesseminar 🙏⛩🇯🇵⛩🙏
21/02/2026

Super interessanter Tag heute in Neu-Ulm beim Tagesseminar 🙏⛩🇯🇵⛩🙏

„Brich nicht direkt die Balance deines Gegners (Kuzushi 崩し), sondern führe ihn in einen Raum (Kūkan 空間), in dem er von selbst kein Gleichgewicht mehr hat.“
Masaaki Hatsumi Soke

Vom heutigen Training

17/02/2026

Sōte no Mune 添手の棟
Tōjutsu 刀術

Sōte 添手, bedeutet eine unterstützende Hand.
Mune 棟, bezeichnet die Rückseite des Schwertes (gegenüber der Schneide, Ha).

Es beschreibt die Hand, die beim Führen des Schwertes auf der Mune liegt, um Kontrolle, Stabilität und Kraft zu unterstützen. Sprich, sie unterstützt den Schnitt, kontrolliert die Richtung und stabilisiert das Schwert, wenn sie auf der Mune platziert wird. Daraus generiert sich eine stabile, kontrolliert Bewegung und Führung.
Wenn die linke Hand (für Rechtshänder) auf der Mune liegt, kann man den Winkel des Schwertes feiner justieren. Die Hand am Schwertrücken hilft beim Durchdrücken eines Schnittes, Stechen oder beim Abfangen eines gegnerischen Angriffs.
Die konkrete Platzierung auf der Mune ist meist nur in Koryū / Kobujutsu erhalten geblieben und weniger in modernen Stilen.
Vielleicht kann man es auch so ausdrücken: In den Koryū wird auf präzise Grifftechnik an der Mune bei der Schwertführung verwiesen und im Kobujutsu, ist eher ein funktionales Prinzip beschrieben, das trotzdem ein effektives unterstützen der Hand für das Schwert und andere klassische Waffen in sich trägt.

(Foto: Noguchi Sensei)

Jürgen Bieber 風流

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