22/08/2018
„Tøsen Speedsailing Team“ gewinnt beim SydbankCup 2018
Teile des „Tøsen Speedsailing Team“ stellte sich zur Abwechslung mal der Herausforderung des Zweihandsegelns beim Sydbank Cup 2018. Lena und Carl waren Wahnsinnig genug um Doublehand mit der „Tøsen“ auf die Langstrecke zu gehen – und es funktioniert!
Am Mittwochabend, 15.08. um 19:15 Uhr fiel in Kiel vor dem Yachthafen in Düsternbrook der Startschuss für die „KDY Trophy“ über 177 nautische Meilen mit Ziel vor Kopenhagen. Mit leichtem Wind aus Südwest segelte die „Tøsen“ erst unter Code5, dann Gennaker aus der Kieler Förde und kam gut durch den immer weiter abflauenden und südwärts drehenden Wind. Durch den Winddreher wurde vom Gennaker auf den leichten Topspi gewechselt. Die Nacht über hielt sich die „Tøsen“ gut im Feld weiter unter Spi und bei Meeresleuchten führte der Kurs an Langeland vorbei durch die Große Belt Brücke, die am Donnertag morgen passiert wurde. Vor Røsnæs war der Wind bis 18kn aufgefrischt und bei dem Versuch zu halsen wickelte sich der Spi fröhlich 20-mal ums Vorstag. Da das Klarieren viel Nerven, Zeit und Kraft kostete, wurden auf dem Weg auf nordöstlichem Kurs nach Sjælland Odde auf Gennaker oder Code5 verzichtet und nur die Genua gesetzt. Bei Wind bis 24kn ging es weiter dann südlich um ein Sperrgebiet in der Hesselø Bucht vorbei bis zur Nordspitze Sjællands. Hier wurde dann doch noch mal der Code5 ausgepackt und mit Boatsspeeds bis 14 kn waren durchaus nicht zu verachten. Durch die Bahnverkürzung wurde die Wettfahrt bereits vor Hellebæk abgeschossen. Nach einer gesegelten Zeit von 25 Stunden und 17 Minuten erreichten Lena und Calle mit der „Tøsen“ am Donnerstagabend um 20:32 Uhr das Ziel vor ihren Gegnern und sicherten sich den ersten Platz.
Nachdem der dringend notwendige Schlaf in Hafen von Helsingør nachgeholt wurde, überführe das Team erst am nächsten Morgen in den eigentlichen Zielhafen Tuborg Havn in Kopenhagen. Dort wurden sie gleich mit Frühstück empfangen. Nachdem das Schiff klariert und Segel getrocknet waren ging es zum GinTonic- Genießen und danach zur Abendveranstaltung mit Siegerehrung in den Hellerup Havn. Dank des Pokals gab es ausreichend Bier!
Am Samstagmorgen um 10:15 Uhr startete die Rückregatta „KYC Trophy“ von Kopenhagen über 142 nautische Meilen mit Ziel am Kieler Leuchtturm. Da der Wind stetig mit Windgeschwindigkeiten zwischen 10 und 22 kn aus Südwest kam, war die gesamte Strecke über zu kreuzen – das ist zu zweit dann eher weniger spaßig. So kreuzte die „Tøsen“ in den Abendstunden an den Steilfelsen von Mønsklint vorbei und danach weiter nach Gedser. Kochen und Tee zum Wärmen ist bei Schräglage eher unangenehm, ließ sich aber nicht vermeiden. In der Nacht durchquerte die „Tøsen“ das viel befahrene Fahrwasser auf ihrem Kurs Fehmarn nördlich zu runden. Da wurde dann deutlich, dass das Schiff nicht auf unterbesetzte Langstrecken ausgelegt ist und so ließ der Kurs und das Fahrwasser quasi keinen Schlaf zu. In den Morgenstunden des Sonntages erfolgte die Rundung Fehmarns. Kreuzend gings weiter bis zum Leuchtturm der Kieler Förde. Nach einer gekreuzten Distanz von über 170 Meilen und einer Zeit von 25 Stunden und 47 Minuten konnten sich Lena und Calle erneut vor ihrer Konkurrenz behaupten und wurde auch auf dieser Strecke Sieger ihrer Klasse!
Außer dem Spi und einem Schlafdefizit aller Beteiligten sind keine Verluste zu melden und großem Dank gilt unser Shorecrew Henning und Per! Es war eine Freude an der gut organisierten Veranstaltung teilzunehmen!