24/12/2024
Ich mag die dunklen Wintermonate nicht. Ich liebe die Sommer mit ihren Sonnenblumenfeldern.
2024 liegt fast hinter uns. Die Tage werden wieder länger. Na ja, man spürt es noch nicht so richtig. Für mich war es ein durchwachsenes Jahr. Berufliche Erfolge wechselten mit "Fehlschlägen"; ich passe nicht zu jedem Kunden. Eingentlich eine Binse für jeden "Beziehungsarbeiter"; dennoch nehme ich mir vor, zukünftig im Erstgespräch noch genauer hinzuschauen, ob die wechselseitigen Erwartungen auch wirklich stimmig sind.
Privat geht es mir nach wie vor sehr gut. Obwohl ich seit Eintritt in das Rentenalter weniger arbeite, muss ich auf meine Gesundheit gut aufpassen. Ich mute mir häufig immer noch zu viel zu. 2025 werde ich mich für ein paar Wochen am Stück gut erholen. Das hatte ich lange nicht mehr. Ich freue mich auf eine REHA und unseren Urlaub auf Sizilien.
Schrecklich war der Verlust von Menschen aus dem eigenen Umfeld. Es sind einige gegangen. Besonders der Verlust eines nahen Kollegen und Freundes wird in mir noch lange nachwirken. Der Verstorbene (53 Jahre alt) war Gründer und bis vor einem Jahr noch Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Gießen. In diesem Zusammenhang bin ich dem jüdischen Trost-/Trauerspruch "Möge deine Erinnerung ein Segen sein" begegnet, den ich spontan so wohltuend und schön empfand, weil er den Verstorbenen und und den Adressaten in den Mittelpunkt stellt und nicht uns selbst. "Mein Beileid" klingt da irgendwie anders.
An die Kriege dieser Welt mag ich mich immer noch nicht gewöhnen, obwohl ich sie ab und zu auch verdränge. Allein in der Ukraine sterben täglich 1000 bis 2000 Soldaten. Es ist unfassbar schlimm, welches Leid dort, aber auch im Nahen Osten und in den zahllosen anderen Kriegsregionen der Welt Menschen täglich ertragen müssen.
Mit dem neuen Jahr verbinde ich daher in erster Linie die Hoffnung auf FRIEDEN. Welche Erleichterung wäre das für die Menschen in den Kriegsgebieten und für alle, die an der Erreichung des Friedens mitarbeiten.
Meine Wünsche bezüglich meiner Mikrowelt sind dagegen eher bescheiden: Meine Gesundheit stabilisieren, beruflich (in der Menge) überschaubare sinnvolle Aufträge erhalten; dabei mit Menschen in einen echten Kontakt kommen und gute Beziehungen gestalten. Und mein Zuhause weiter gestalten; nächstes Jahr wird der Garten zum Teil ein neues gesicht erhalten. Ich freue mich auch darauf.
Euch allen wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest und nicht nur einen einen guten Start ins Neue Jahr; es soll insgesamt ein GUTES JAHR werden. Lasst uns alle dafür unseren Beitrag leisten. Andere Menschen werden uns dabei helfen. Frei nach Ruth Cohn: „Ich bin nicht allmächtig, ich bin nicht ohnmächtig, ich bin partiell mächtig.“