06/08/2026
An meinem zweiten Wettkampftag klingelte der Wecker erneut um 5:15 Uhr, da um 7:00 Uhr das Captainsmeeting anstand.
Vorher mussten noch die letzten Köder vorbereitet werden. Eingepackt hatte ich:
1/4 L Mücken
1/2 L Wurm
1/2 L Caster
1 1/4 L Mix aus Maden und Pinkies
Also einen 1/4 L mehr Caster als am Vortag.
Nach der Verlosung der Plätze stand fest, dass ich auf Platz B19 Platz nehmen werde.
Dort angekommen, fand ich direkt vor meinen Füßen ein Krautfeld vor. Sicherlich ein Vorteil für die kleinen Fische. Angeltechnisch jedoch eine Hürde wegen des langen Vorfachs. Also schraubte ich meine Klinge auf den Kescherstab und schnitt mir nach dem Betreten der Box eine Schneise hinein.
Das war sicherlich ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung meines Angelplatzes. Ein weiterer wichtiger Punkt war, dass ich alle, für diese Angelei unnötigen Anbauteile, wie den Feederarm, die hintere Rutenablage und das zweite Sidetray, weggelassen habe.
Zum Glück konnte ich mir noch eine Wurfplane von einem Angelkollegen ausleihen. Diese legte ich jedoch nicht hinter mich, sondern direkt vor die Füße meiner Sitzkiepe, um dort das Gras zu bedecken. Während des Angelns funktionierte es wirklich klasse, mein Vorfach beim Befüllen des Korbes darauf abzulegen.
Und jetzt kommt das absolute Highlight: Am Vortag bin ich einige Male in meinen Schnürsenkeln hängen geblieben, also zog ich fürs Angeln einfach meine Schuhe aus.
Ich angelte die meiste Zeit mit einem 20–30gr Windowfeeder, was ein klarer Vorteil gegenüber einem normalen Feeder war, der zu viel Material an der Oberfläche verlor und eine Wolke erzeugte, die wegtrieb. Zudem beangelte ich nicht die Ukkels, die an der Oberfläche zu sehen waren, sondern bot meinen Köder so an, dass er knapp 30 cm unter der Oberfläche war, wenn der Korb den Boden erreichte. Dort waren die Ukkels nämlich etwa 7–8gr schwerer.
Nach fünf Stunden harter Arbeit und Konzentration zeigte die Waage 2.250gr an, was im Vergleich zu den letzten Tagen ein gutes Gewicht war.
Jetzt konnte ich nur hoffen, dass am anderen Ende des Sektors kein Ausreißer auf mich wartete.
Als mein Vater zurückkam und mir von meinem Sektorensieg berichtete, konnte ich es kaum glauben.
Ein unbeschreibliches Gefühl.
In der Unterkunft stand nun die Vorbereitung für den letzten Angeltag an. Eigentlich hat heute alles gepasst, aber eine Änderung habe ich trotzdem noch vorgenommen.
Welche das war, erfahrt ihr dann morgen im Bericht meines letzten Angeltages.
Bis dahin und mit freundlichen Grüßen
Luis Saddeler Feederfishing