30/08/2026
Da steht ein 17-Jähriger mit der Deutschlandfahne in der Hand. Zum ersten Mal überhaupt startet ein deutscher Jugendlicher bei einer Va‘a WM.
Und irgendwo hinten im V6 sitzt eine Steuerfrau, die diese Rolle erst seit knapp einem Jahr macht. Zwei Premieren. Zwei ziemlich große Schritte.
Für Emil begann die WM bei der Eröffnungsfeier mit der Deutschlandfahne in der Hand. Wenig später stand er selbst an der Startlinie – als erster Jugendlicher überhaupt, der Deutschland bei einer IVF Va‘a World Sprint Championship vertreten hat.
Junior 19 Men, 500 Meter. Starker Start, bis etwa zur 250-Meter-Marke gut dabei – danach konnte Emil den Druck nicht ganz halten. Kein perfektes Rennen, aber ein wichtiges: internationales Renntempo erleben, Erfahrung sammeln und mitnehmen, woran weiter gearbeitet werden kann.
Und dann traf Emil in Singapur seine Gastfamilie aus Neuseeland wieder, die bei der WM für Tonga startete.
Außerdem half Emil zwei Tage als Volunteer bei der WM mit. Die Jugend hat keinen Bock auf Ehrenamt? 😉 Emil hat davon offenbar nichts mitbekommen. Einfach mit anpacken und die WM gleich noch aus einer anderen Perspektive erleben.
Für Vanni war Singapur ebenfalls ein Sprung ins Ungewisse. Weniger als ein Jahr als Steuerfrau und schon im Elite Women V6 bei einer Weltmeisterschaft. Dafür braucht es Mut – und eine Crew, die darauf vertraut, dass sie diese Aufgabe schafft.
Der erste 500er lief nicht wie geplant, dennoch erreichte die Crew den Hoffnungslauf.
Über 1.500 Meter waren die Wenden gut, die Crew blieb zusammen. Nur aus den Wenden heraus lief es nicht wie gewünscht. Für die nächste Runde reichte es nicht.
Im Hoffnungslauf über 500 Meter zeigte die Crew dann, was in ihr steckt. Ein enges Rennen gegen Brasilien, das Halbfinale nur knapp verpasst. Danach gab’s von einer Brasilianerin ein ziemlich schönes Kompliment: „Was habt ihr Mädels denn mit uns gemacht?! Gegen euch zu fahren, war richtig hart!“
Und weil eine WM offenbar noch eine Premiere übrig hatte, ging Vanni auch im Open Women V12 über 500 Meter an den Start.
Jetzt geht’s mit jeder Menge Eindrücken zurück ins Training. Rennen analysieren und an den Dingen arbeiten, die noch nicht passen.