07/06/2026
Mit gefühlter U23: HCE zeigt Kampfgeist beim Saisonfinale
Auch im letzten Spiel der Saison reiste der HCE aufgrund der vielen Verletzten mit zahlreichen jungen Akteuren nach Stuttgart: Phasenweise standen fünf Spieler aus der U23 auf der Platte und zeigten, wie gut die Nachwuchsarbeit in der Metropolregion fruchtet. Ähnlich wie in den vergangenen Wochen bewisen die "jungen Wilden" dass sie auf Augenhöhe agieren können - am Ende fehlten nach dieser kräftezehrenden Saison dann doch die Körner für eine Überraschung. Die lange Ausfallzeit von Führungsspielern wie Sebastian Firnhaber, der als Abwehrchef kompensiert werden musste, machte es nicht einfach. Und der Kapitän dient nur als eines der vielen Beispiele in dieser Spielzeit. Trotzdem zeigte sich in diesem Saisonendspurt auch, dass der HCE für die Zukunft vielversprechende Talente in seinen Reihen hat, die bereit sind für die Bundesliga. Kehren die Verletzten zur neuen Saison zurück, kann man mit Vorfreude auf die neue Spielzeit blicken.
Von Beginn an entwickelte sich in Stuttgart eine intensive und ausgeglichene Partie, in der vor allem die Defensivreihen den Ton angaben. Die "jungen Wilden" aus Franken, die, wie schon in den letzten Wochen aufgrund der Hülle an Verletzten in die Bresche sprangen, zerrissen sich für ihre Farben. Unterstützt von lautstarken mitgereisten Fans fanden die Erlanger gut ins Spiel und konnten sich dabei auf einen starken Tin Herceg verlassen. Der HCE-Schlussmann zeigte früh wichtige Paraden und die Erlanger Abwehr präsentierte sich sehr stabil. Die Sellin-Sieben blieb ruhig und behauptete durch Treffer von Christopher Bissel, Lucca Bialowas und Antonio Metzner immer wieder die Führung. Mit 9:7 ging der HC Erlangen in die Halbzeitpause. Gerade defensiv ein wahres Statement der ersatzgeschwächten Truppe.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start. Kai Häfner übernahm zunehmend Verantwortung und verhalf seinem Team zur Führung. Während die Erlanger Defensive weiterhin engagiert dagegenhielt, fehlte im Angriff nun häufiger die Durchschlagskraft - die Ausfälle machten sich nun bemerkbar-, was der TVB konsequent ausnutzte und sich Stück für Stück absetzte. Dennoch gab sich der erneut dezimierte Erlanger Kader nicht auf: Hampus Olsson setzte in seinem letzten Spiel noch einmal ein Ausrufezeichen, Florian Scheerer und Tobias Buck verkürzten, während Dario Quenstedt nach seiner Einwechslung mit drei starken Paraden überzeugte.
Bis zur Schlusssirene zeigte der HCE die Tugenden, die ihn durch die gesamte Saison getragen haben – Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Kampfgeist. Am Ende mussten sich die Franken dem heimstarken TVB Stuttgart mit 17:22 geschlagen geben. Dennoch bewies die Sellin-Sieben, wie auch in den vergangenen Wochen, dass sie sich trotz aller Widrigkeiten niemals aufgibt.
Dario Quenstedt (3 Paraden), Tin Herceg (9 Paraden), Miloš Kos, Yannik Bialowas (1), Sander Øverjordet, Florian Scheerer (2), Sebastian Firnhaber, Christopher Bissel (2), Antonio Metzner (1), Maxsim Lochman, Tobias Buck (4), Christoph Steinert, Hampus Olsson (1), Maciej Gębala (1), David Sehnke (2), Lucca Bialowas (3)