Emder Tauchclub Delphin e. V.

Emder Tauchclub Delphin e. V. Der ETD e.V: wurde 1977 von 22 Emder Tauchern gegründet und zählt heute mit über 200 Mitgliedern zu einem der größten Tauchclubs im norddeutschen Raum.

Wir bieten unseren Mitgliedern regelmäßige Trainings-möglichkeiten in der FRIESENTHERME in Emden an. Hierbei können auch die "Deutschen Sportabzeichen" (Bronze/ Silber/ Gold) im Flossenschwimmen oder im Apnoetauchen in speziellen Trainingsgruppen erreicht werden

Durch intensive Ausbildung unserer Tauchlehrer in allen medizinischen und technischen Belangen des Tauchsportes sind der VDST und seine

angeschlossenen Vereine die 1. Wahl zum Start in diesen faszinierenden Sport. Wir veranstalten außerdem mehrmals im Jahr mehrtägige Tauchausflüge zu verschiedenen Tauchgewässern in Deutschland, Niederlande und Dänemark. Als besonderen Höhepunkt bietet der Verein in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro am Delft verschiedene Tauchsafaris im Roten Meer an.

07/05/2022

Ursuit Testevent mit dem Tauchverein Delphine Emden in Hemmoor

Wir freuen uns mit vielen, vielen EU Bürgern, dass wir es soweit geschafft haben!! Je mehr Stimmen es bis Ende Januar we...
19/01/2022

Wir freuen uns mit vielen, vielen EU Bürgern, dass wir es soweit geschafft haben!! Je mehr Stimmen es bis Ende Januar werden, desto lauter und stärker ist unsere Stimme!

If sharks could talk – they would say THANK YOU ONE MILLION TIMES! 🗨🦈
***
Keep on voting 👉 www.stop-finning-eu.org

Yesterday we made it happen and celebrated 1 million signatures to end the bloody shark fin trade in Europe! 🙏🥂

👉 But our fight continues until January 31 – until then we want to collect as many votes for our EU Citizens Initiative as possible. We have to make sure the EU Commission hears us loud and clear. Keep up the amazing work – 12 days to go! 💪

Special thanks to Xavi Erra for another (j)awsome artwork of his for celebrating the achievements of us all💙🦈

https://www.youtube.com/watch?v=hKZaSi1b9OcH(A)I!Dass der Hai ein wunderschönes Tier ist, ist uns als Sporttauchern wohl...
16/01/2022

https://www.youtube.com/watch?v=hKZaSi1b9Oc

H(A)I!

Dass der Hai ein wunderschönes Tier ist, ist uns als Sporttauchern wohl bestens bekannt. Dass er als einer, der effektivsten Räuber der Meere, eine entscheidende Rolle für die Gesundheit unserer Ozeane spielt, wissen wahrscheinlich auch noch Etliche unter uns. Erzählen wir, dass die EU einer der Hauptakteuer im weltweiten Haifischhandel ist, sehen wir immer wieder große erstaunte Augen!

Umso wichtiger ist es, dass wir etwas zum Schutz dieser Tiere tun! Und genau diese Chance haben wir noch bis zum Ende des Monats. Wir, als Bürger der EU, können unsere Stimmen abgeben und uns für die Meere, die wir doch alle so lieben, einsetzen!
Erreichen wir die 100 000 000 Stimmen bei der laufenden europäischen Bürgerinitiative, dann muss die Politik reagieren!

Wir bitten euch:

Informiert Euch!
Unterschreibt!
Teilt unseren Beitrag!
Erstellt eure eigenen Beiträge!
Werdet aktiv!

https://www.stop-finning-eu.org/de/index.html

https://www.tauchen.de/umweltschutz/stop-finning-deutschland-erreicht-als-drittes-land-die-mindeststimmen/

https://europa.eu/citizens-initiative/initiatives/details/2020/000001_de

STOP FINNING –STOP THE TRADEeine europäische Bürgerinitiative. Wusstest du, dass jede Minute Hunderte von Haien für “Haifischflossensuppe” getötet werden?Die EU ist Hauptakteur in dieser blutigen, multimillionenschweren Industrie. Aber wir haben jetzt die Chance, das Töten von Haien

09/01/2022

Freunde,

wir hoffen ihr seid glücklich, gesund und munter in das Jahr 2022 gestartet.
Ein neues Tauchjahr startet und die Ersten unter uns scharren schon ungeduldig mit den Hufen, auf dass die Temperaturen klettern und wir uns endlich zurück ins Nass stürzen können, auch ohne direkt zum Eiswürfel zu werden. Um euch die Wartezeit zu versüßen, nehmen wir Euch einmal mehr mit in das Rote Meer. Erinnert ihr euch? Vor den Feiertagen sahen wir das wunderschöne Wrack der Dunraven.
Von hier aus ging es direkt weiter ins militärische Sperrgebiet zur Rosalie MOLLER 😉.
Taucht mit ab und lasst euch gemeinsam mit uns tief ins dunkle Wasser hinabziehen. Bei den Recherchen zum heutigen Tauchgang lasen wir einen wirklich schönen Artikel, der uns voll aus dem Herzen sprach. Und wir frugen uns, warum wir etwas noch einmal schreiben sollten, dass jemand anderes schon wirklich toll geschrieben hat. Wir können uns dem Autor nur anschließen und laden euch ein, ihn auf seiner Reise hinab zu unserem heutigen Early Morning Dive Spot zu begleiten.

Viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Wrack 😉 Wir sehen uns an der Barge 😊

https://www.spiegel.de/reise/fernweh/rosalie-moller-wracktauchen-in-aegypten-a-836491.html

Liebe Tauchsportfreunde, wir wünschen Euch einen wunderbaren Jahreswechsel und freuen uns auf viele schöne Tauchmomente ...
31/12/2021

Liebe Tauchsportfreunde,
wir wünschen Euch einen wunderbaren Jahreswechsel und freuen uns auf viele schöne Tauchmomente mit Euch zusammen im neuen Jahr. Bleibt gesund!

Frohes Neues! Happy New Year Gelukkig Nieuwjaar, Godt nytår, bonne année und Prosit Neeijahr 🥳

Hey Buddies, hört ihr es? Die Glocke ruft uns zum Briefing! Schnappt euch noch ein Getränk, wir treffen uns gleich im Sa...
19/12/2021

Hey Buddies,
hört ihr es? Die Glocke ruft uns zum Briefing! Schnappt euch noch ein Getränk, wir treffen uns gleich im Salon.
Habt ihr es bequem? Gut!
Ihr merkt es schon, wir fahren nicht mehr. Die Grand Sea Serpent, hat ihre Position für die nächsten Tauchgänge erreicht und festgemacht. Wir befinden uns nun am Südostende von Shaab Mahmud beim so genannten Beacon Rock, welches seinen Namen trägt, da auf dem Riff selber ein Leuchtsignal installiert wurde. Nach den spannenden Tauchgängen an der SS Thistlegorm, geht es direkt weiter mit dem Wrack der Dunraven.
Das 82m lange und 9,5m breite Frachtschiff gehörte zur Klasse der Dampfsegler, hatte einen Stahlrumpf mit Holzdecks, eine Dampfmaschine und eine Hilfsbesegelung mit Schonertakelung. Sie ist im Jahr 1870 in Newcastle vom Stapel gelaufen und war als Frachtschiff zwischen England und Indien unterwegs. Auf ihrer letzten Reise hatte sie vor allem Baumwolle und Wolle geladen und war auf dem Rückweg von Bombay nach Newcastle. In der Nacht des 22. April 1876 ist sie auf das Riff aufgelaufen und wurde an ihrer Steuerbordseite an drei Stellen aufgeschlitzt. Im Anschluss auf den Aufprall geriet die Dunraven in Brand. Als Unglücksursache wird ein Navigationsfehler des Kapitäns vermutet. Glücklicherweise konnte sich die gesamte Besatzung retten. Etwa 12 Stunden später verschluckte das Rote Meer den Frachter- Heck voran.
Heute liegt die britische Schönheit Kieloben auf sandigem Untergrund an der Außenseite des Riffs in einer Tauchtiefe zwischen 18m am Bug und ca. 28 m am Heck. Seit sie 1978/79 von israelischen Tauchern wiederentdeckt wurde und ihre Erkundung in der damals beliebten BBC Serie „The World Around Us“ dokumentiert wurde (Anmerkung: Wen diese Doku interessiert wird schnell auf Youtube fündig werden), ist sie zu einem wahren Liebling der Tauchsportler im Roten Meer avanciert. Klar also, dass wir hier auch abtauchen werden.
„Buddieteams wie gehabt? – Alles klar, dann rein ins Tauchgeschirr, Flossen in die Hand und rein in die Zodiacs! Und Leute? Bitte checkt doppelt, ob ihr alles dabei habt! Ich will nicht nochmal umdrehen müssen, weil jemand Blei, Maske oder seinen Computer nicht dabei hat!“
Ihr habt es gehört: „Auf geht´s! Ihr begleitet uns selberverständlich!“

Nach einer kurzen Anfahrt mit dem Zodiac, sind wir da! Das Frachtschiff liegt unter uns. „Flossen an? Blei dabei? OK! Masken auf! Auf mein Zeichen rollt ihr rein! 3,2,1 GO!

Endlich wieder nass, endlich wieder Ruhe! Abwärts geht es der Dunraven entgegen. Wir starten unseren Tauchgang am Heck des Schiffes. Ein erstes Highlight ist die üppig bewachsene Schiffsschraube mit dem Ruder. Wir halten die Augen offen und suchen hier einen alten Bekannten. Jedoch scheint unser heißgeliebter Lanabüba nicht daheim zu sein. Ein wenig enttäuscht „betreten“ wir unterhalb der Schraube das Wrack. Sofort wird es dunkel um uns herum. Im Lichtkegel unserer Lampen finden wir uns im Schiffsinneren gut zurecht. Durch ihre lange Zeit unter Wasser und der Art ihrer geladenen Güter, ist das Schiffsinnere so gut wie leer und es sind große Hohlräume entstanden. Wir arbeiten uns langsam durch den Frachter. Immer wieder gibt es große silbrige Vorhänge aus Glasbarschen zu bestaunen, die im Licht blitzen und funkeln und uns für den „ausgeschwommenen“ Langnasenbüschelbarsch vollends entschädigen. Auf unserem Weg durch das Innere tauchen wir durch Säulen aus Licht, welches durch kleine Öffnungen in der Schiffhaut, zu uns hineindringt. Auch wenn wir dies nicht zum ersten Mal sehen, ist es jedes Mal aufs Neue ein Spektakel, welches die Natur uns da bietet und fesselt uns ein ums andere Mal.
Im mittleren Bereich des Rumpfes lohnt sich ein Blick Richtung „Decke“ denn hier sind noch die Reste des großen Dampfkessels zu sehen. Etwa hier verlassen wir dann das Wrack. Zwar ist der Bugbereich ebenfalls betauchbar, jedoch wesentlich enger und verwinkelter, sodass wir unsere Restluft nutzen, um uns nun das Wrack noch von außen anzusehen. Durch seine exponierte Lage und die meist vorherrschende Strömung und damit einhergehende Versorgung mit Nährstoffen, hat sich ein fantastischer Bewuchs gebildet. Der komplette Kiel ist Zentimeter für Zentimeter mit Korallen jeglicher Art bewachsen und somit Heimstätte für zahlreiche kleine Riffbewohner, welche die Herzen unserer Makrofotografen ins Stolpern bringen 😉. Auch wir sind weiter auf der Suche nach unserem „naseweißem“ Freund. Können ihn jedoch auf diesem ersten Tauchgang nicht finden. Eine Woche später machen sich zwei unserer Taucher, die einfach noch nicht zurück in den trüben November wollten, noch einmal auf dem Weg zur Dunraven und konnten das scheue Fischchen zu einem Shooting überreden 😉 Bei einem Blick auf die Tauchinstrumente sehen wir, dass unser Luftvorrat anfängt sich zu erschöpfen. Also kehren wir dem Dampfsegler den Rücken und schwimmen ans Riff. Auch hier gibt es einiges für uns zu sehen. Große Zackenbarsche und eine lebendige Fischvielfalt begleiten uns zurück zur Grand Sea Serpent. Wir klettern über die Tauchleiter zurück an Bord und schälen uns aus unserm Gerödel. Warme Handtücher und ein heißer Kakao von der Crew zaubern uns selige Züge ins Gesicht. Wir hoffen ihr hattet euren Spaß auf der Reise zu diesem interessanten Wrack und begleitet uns auch beim nächsten Mal wieder 😊

Habt einen schönen vierten Advent und bleibt gesund 😊

Wie ihr sehen könnt, sind wir diesmal total Makro gewesen...Habt ihr Bilder von der Dunraven? Zeigt sie uns in den Kommentaren! Wir sind gespannt :)

Hallo liebe TaucherInnen und Freunde des Unterwassersports, wir wünschen euch einen gemütlichen 3. Advent 😊 Letzte Woche...
12/12/2021

Hallo liebe TaucherInnen und Freunde des Unterwassersports,

wir wünschen euch einen gemütlichen 3. Advent 😊
Letzte Woche kündigten wir es schon an. Heute nehmen wir euch mit zu einem der schönsten Wracks des Roten Meeres- der SS Thistlegorm (die Blaue Distel).
Das 126m lange und 17,5m breite Frachtschiff wurde im Jahr 1940 von der britischen Werft Thompson&Sons gebaut und in Sunderland bei Newcastle vom Stapel gelassen. Ursprünglich nicht für den militärischen Einsatz erbaut wurde sie jedoch zeitnah hierfür requiriert und sollte die 8. britische Armee in Nordafrika mit Nachschubs Gütern versorgen. Mit einer Ladekapazität von knapp 5000 Tonnen hatte sie eine schier unvorstellbare Masse an Kriegsgütern geladen. Auf den Inventurlisten fanden sich Gewehre, Artilleriegranaten, Motorräder, Jeeps, LKWs, Eisenbahnloks,- Waggons,- und Container, Flugzeugflügel bis hin zu Gummistiefel und Uniformen. Die SS Thistlegorm war mit ihrer empfindlichen Ladung auf einer beschwerlichen Fahrt von England um das Kap der guten Hoffnung in Ägypten angekommen und lag in der Nacht des 6.Oktobers 1941 am Eingang des Suez Kanals vor Anker und wartete auf die Möglichkeit der Einfahrt. Geschützt durch das große Riffsystem von Sha ´ab Ali auf der einen und der Sinai Küste auf der anderen Seite liegt hier ein ca. 8km langer Meeresstreifen mit einer Durchschnittstiefe von ca. 30m. Im Norden ist dieser Ort von einer zusätzlichen Riffkette geschützt und bietet so selbst für große Schiffe einen recht ruhigen Ankerplatz. Trotz umsichtiger Sicherheitsvorkehrungen wurden das große Frachtschiff in der Nacht von einem, auf Kreta stationierten, deutschen Langstreckenbomber entdeckt. Unter Beschuss geraten trafen zwei der deutschen Bomben das Schiff und drangen in den vierten Laderaum, welcher als Munitionslager diente. Die nachfolgende Explosion sprengte den gesamten Heckbereich der SS Thistlegorm ab. Durch diesen nächtlichen Angriff verloren 9 der 49 Besatzungsmitglieder ihr Leben.
Der Frachter sank bei 27° 48.840 ´N und 33° 55.210´E aufrecht auf den ebenen Sanduntergrund, wobei der Heckbereich eine leichte Neigung zur Backbordseite hat. 15 Jahre ruhte das Wrack hier unangetastet, bis es von dem bekanntesten Mützenträger der Tauchszene wiederentdeckt wurde. J. Cousteau betauchte die Blaue Distel 1956 auf einer seiner frühen Fahrten mit der „Calypso“ erstmals. Obwohl die Entdeckung einiges Aufsehen erregte, geriet das Wrack schnell wieder in Vergessenheit. Erst um 1991 etablierte sich hier die Tauchsportszene und machte den Frachter zu einem der beliebtesten Spots im ganzen Roten Meer.

Selbstverständlich lassen wir uns dieses geschichtliche Highlight nicht entgehen. Und so legen wir am späten Vormittag über der „Distel“ an. Dies ist bedingt durch Wind und Welle, sowie die zahlreichen anderen Safarischiffe kein ganz leichtes Unterfangen für unsere Crew und wir müssen uns vorerst in Geduld üben bis wir sicher, mit dicken Leinen unten am Wrack vertäut sind. Bei dieser Gelegenheit konnte unser Guide auch gleich die vorherrschenden Bedingungen für uns ausloten. Den erfahrenen roten Meer Taucher wird es wenig verwundern, dass uns unter der Oberfläche, wie so oft, eine nicht unbeträchtliche Strömung erwartete. Oben die Wellen, unten der Strom, somit heißt es für uns wieder einmal: Flossen an, Maske auf, Jacket leeren, Stöpsel rein und ans Decksende gewatschelt. Hier instruiert uns der Guide: „Macht es nicht unnötig kompliziert. Da ist die Leine! Springt hin, greift zu und zieht euch nach unten, da wird die Strömung besser. Good Luck 😉!“ Bestimmt nicht der leichteste Start in das Tauchvergnügen, aber die Arbeit lohnt sich. Nach ca. der Hälfte der Strecke hinab, werden wir von einer Gruppe silbrig glänzender, großer Fledermausfische begrüßt. Dieser Anblick hilft schnell das hektische Treiben über Wasser zurückzulassen und ganz im Tauchgang anzukommen. Wir erreichen nach ein paar weiteren Flossenschlägen den Bug des Schiffes und beginnen uns von hier aus zum Heck vorzuarbeiten. Hier gibt es so unglaublich viel zu entdecken, dass man gut daran tut, mehrere Tauchgänge an der Thistlegorm einzuplanen. Da wir nicht zum ersten Mal hier sind und wissen, auf was für einem Spielplatz wir hier gelandet sind, haben wir vorsorglich ganze 4 Tauchgänge an diesem Spot geplant inklusive eines Nachttauchgangs😉 Daher stressen wir uns nicht und betauchen den Frachter vorerst gründlich von außen. Obwohl die Thistlegorm Opfer unzähliger Plünderungen geworden ist, gibt es noch reichlich zu bestaunen.
Neben dem Bewuchs, der sich mit der Zeit auf so einem gesunkenen Schiff ansiedelt und immer eine nähere Betrachtung verdient, erblicken wir auf diesem ersten Überflug Putzergarnelen, winzige Muränen, Feuerfische, Drachenköpfe und sage und schreibe 6 Napoleonlippfische, die friedlich ihre Kreise am zerstörten Frachtraum 4 ziehen. Vom Heck aus, dass auf knapp 30 Metern tiefe liegt, wenden wir uns kurz der Steuerbord Seite zu, um den hier freiliegenden Propeller zu bestaunen, welcher vor allem durch seine enorme Dimension beeindruckt. Viel weiter kommen wir im Moment aber nicht, denn die vom Bug kommende Strömung verleidet uns schnell den Spaß, sodass wir uns gemächlich oberhalb des Decks auf den Rückweg begeben. Nur wenige Stunden später sind wir zurück im Wasser und erkunden den Frachter bei Nacht. Wie immer scheinen wir urplötzlich in einer völlig anderen Welt gelandet zu sein. Das Wasser, welches tagsüber in allen erdenklichen Blau Schattierungen um uns leuchtet, ist nun schwarz. Die Sicht reicht nur so weit wie die eigene Lampe es zulässt, und hier passiert es. Der Fokus verändert sich. Freuen wir uns am Tag immer wieder über die Totale des weiten Blaus, bestaunen die gigantischen Ausmaße des Schiffs und nutzen diese für spektakuläre Aufnahmen, genießen wir nun die natürliche Limitierung. Wir verweilen bei den kleinen und kleinsten Lebewesen, die die Unterwasserwelt uns zu bieten hat. Wir suchen nach Schnecken und Garnelen, halten Ausschau nach Goldmuränen und sind fasziniert von Federsternen. Richten wir den Blick vor uns in die Ferne sehen wir vereinzelnd die Lichtkegel anderer Taucher, die wie unheimliche Suchscheinwerfer einer dystopischen Welt, die Gegend abtasten. Viel zu schnell sind unsere Luftreserven erschöpft und wir kommen zurück auf die Grand Sea Serpent. Die Tauchgänge des nächsten Morgens widmen wir nun dem inneren der SS Thistlegorm. Wir tauchen hinein in das Wrack und in die Geschichte, werden sozusagen Augenzeugen eines vergangenen Kriegs und seiner Ausmaße. Immer darum bemüht keine der neuen Bewohner zu stören und dass Sediment dort zu lassen, wo es hingehört, erkunden wir Frachträume, Mannschaftsquartiere und die Brücke mit dem Kapitänsbadezimmer. Wer Glück hat, trifft bei dieser Erkundung auch die im Wrack beheimatete Schildkröte. Voll Euphorie und Eindrücken, sagen wir der Blauen Distel stumm Lebwohl und bis Bald. Wir tauchen zu unserer Leine zurück, an der wir uns gestern hinein ins Abenteuer hangelten und kehren in die Welt über dem Meer zurück.

Wir hoffen wir konnten euch den Zauber dieses wundervollen Wracks ein wenig näherbringen und danken euch für eure Aufmerksamkeit, wenn ihr es bis hier hergeschafft habt. 😊 😉
Habt eine wundervolle Woche und übt schonmal die Luft anzuhalten, denn nächste Woche geht es zur Dunraven.

Einen wunderschönen zweiten Advent liebe Freunde,heute nehmen wir euch auf unserem Zodiac mit und unter Wasser zu der Ca...
05/12/2021

Einen wunderschönen zweiten Advent liebe Freunde,

heute nehmen wir euch auf unserem Zodiac mit und unter Wasser zu der Carnatic. Dieses Wrack, welches häufig auch als der Weinfrachter bekannt ist, ist das zweite Wrack an unserem Stopp Abu Nuhas. Trotz des zunehmend bewölkten Himmels (später sollten sogar noch ein paar Regentropfen folgen) haben wir akzeptable Sichtweiten unter der Oberfläche zu verzeichnen. Und wen schert schon das schlechte Wetter von oben, wo es doch unten sowieso nass ist. 😉
Der Passagierdampfer verließ 1862 das Dock in London und ist somit das älteste Schiff auf unserer Tour. Nur 7 Jahre später lief die Carnatic auf das Riff auf und schlug Leck. Zunächst wurde die Beschädigung unterschätzt und die Besatzung entschied sich, oberhalb der Wasserlinie an Bord des Schiffes auf Rettung zu warten. Viel zu spät begann man mit der Evakuierung der Besatzung und so verloren rund 30 Menschen ihr Leben. Auf dieser letzten Fahrt hatte die Carnatic neben Baumwolle, Kupferblechplatten, Wein und Londoner Sodawasser, welches in charakteristischen Flaschen aus transparentem, opalisierendem Glas mit ovalen Flaschenböden abgefüllt war, unteranderem auch ca. 40 000 Pfund Sterling in Gold geladen.

Offiziell ist dieses Gold wenige Wochen später restlos, in einer der ersten kommerziellen Bergungsaktionen, bei der der neue Helmtauchanzug genutzt wurde, geborgen worden. Gerüchteweise verblieb jedoch ein Teil des Goldes im Schiff…wir halten also unsere Augen offen 😉

Das Wrack befindet sich heute auf einer Tauchtiefe zwischen ca. 16m und 24m und ist somit ideal für alle Erfahrungslevels unserer Gruppe zu betauchen. Die Carnatic sank seitlich auf den Meeresgrund, wobei der Bug die höchste und das Heck die tiefste Stelle bilden. Das Deck des Schiffes liegt dem offenen Meer zugewandt. Durch den Zahn der Zeit sind hier schon lange die Decksplanken verschwunden. Die übriggebliebene Tragkonstruktion wirkt fast wie eine gotische Decke und eignet sich bestens für wundervolle Fotoaufnahmen. In unseren kleinen Buddyteams tauchen wir um und durch das Wrack. Durch die lange Zeit unter Wasser und die damit einhergehenden Schäden lässt sich das Schiffsinnere recht risikoarm betauchen, da ein Heraustauchen jederzeit möglich ist. Natürlich dürfen die obligatorische Taucherporträtaufnahme, durch die wunderbar bewachsene und hierfür prädestinierte Öffnung im Bugbereich nicht vergessen werden. Nachdem wir alle Programmpunkte mitgenommen haben und trotz intensiver Beobachtung kein Gold finden konnten, setzen wir die ersten Bojen und lassen uns einsammeln.

Wir wünschen euch einen ruhigen Sonntag, bleibt gesund, wir sehen uns an der Thistlegorm

Liebe Unterwasserratten, ab heute nehmen wir euch mit auf unsere Safaritour quer durch den Norden des Roten Meeres. Erle...
28/11/2021

Liebe Unterwasserratten,

ab heute nehmen wir euch mit auf unsere Safaritour quer durch den Norden des Roten Meeres. Erlebt mit uns noch einmal unsere Highlights der zurückliegenden Reise. Am Freitagmorgen ging es los. Der obligatorische Check Dive fand für uns am Siuyl Kebir statt. Geringe Tiefen um die 8m-10 m und meist sandiger Untergrund boten hier einen optimalen ersten Tauchgang der Woche. Nachdem alle Unklarheiten beseitigt wurden, ging es für uns direkt weiter nach Abu Nuhas, welches auch als Schiffsfriedhof bekannt ist.
Das grob, wie ein Dreieck geformte Riff ragt in die stark befahrene Straße von Gubal hinein und stellt ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei der Ausfahrt aus dem Suezkanal in das offene Meer dar.
Für uns Taucher sind vor allem die dort gesunkenen Schiffe Kimmon ‚M‘, Chrisoula ‚K‘ , Carnatic und die Ghiannis D interessant. An diesem Tag ging es nach einem ausführlichen Briefing, das uns mit allen Einzelheiten zu der gesunkenen Giannis D versorgte mit dem Zodiac direkt über das Wrack.
1,2,3 GO! Rückwärtsrolle und schon sind wir da! Beziehungsweise fast😉 während wir uns fallen lassen, um unseren Tauchgang in einer ungefähren Tiefe von 27m am Heck des Wracks zu starten, bewundern wir bereits von außen den ehemals knapp 100m langen Holzfrachter. Dieser war an einem windstillen Tag im April 1983 mit dem Riff kollidiert und gesunken. Die 30köpfige Besatzung konnte sich auf eine nahgelegene Insel retten, der Umstand, dass keine Seele zu schaden kamen an diesem Unglückstag, lässt viele von uns heute, während unserer Erkundung deutlich leichter atmen.
Das auf der Seite liegende Schiff, dessen Heck und Bug noch recht gut erhalten sind bietet an sonnigen Tagen wundervolle Motive für Kontrastreiche Unterwasseraufnahmen. Aber auch sonst ist das Wrack für uns lohnend. Diejenigen unter uns, die diese in der Tiefe konservierten Zeitzeugen nicht nur von außen erkunden möchte (wobei hier gesagt sein soll, dass auch die Umrundung des Wracks, durch seinen wundervollen Bewuchs und das durch die Überreste des Schiff fallende Licht durchaus seinen Reiz hat) nutzen den Eingang am Steuerhaus als Zugangspunkt, um in das Innere der Ghiannis ´D´ zu gelangen. Von hier aus tauchen wir in den Maschinenraum, wo uns vor allem der sehr gut erhaltene Dieselmotor beeindruckt. Im Anschluss verlassen wir den Holzfrachter entweder durch eines der Oberlichter des Maschinenraums oder durch die angrenzenden Mannschaftsräume. Wir haben diesen Teil des Schiffes ausführlich erkundet und arbeiten uns weiter vor zum völlig auf der Backbordseite liegendem Bug. Hier erahnen wir noch Ankerspill und Motorwinschen. Während wir austauchen, lassen wir das Riff an unserer linken Schulter und erfreuen uns an, der für das Rote Meer so typischen, Artenvielfalt. Unsere Luftreserven sind erschöpft wir setzen unsere Bojen und lassen uns kurze Zeit später von den Zodiacs einsammeln und zurück an Board bringen.

Liebe Delphinfreunde, Jetzt ist unsere kleine Safarigruppe schon wieder 3 volle Tage daheim. Die Koffer sind ausgepackt,...
21/11/2021

Liebe Delphinfreunde,

Jetzt ist unsere kleine Safarigruppe schon wieder 3 volle Tage daheim. Die Koffer sind ausgepackt, unser Equipment gespült, getrocknet und verstaut. Nun ist es Zeit in Erinnerungen zu schwelgen und unsere zahlreichen Aufnahmen zu sichten. Anstelle eines einzigen sehr umfangreichen Reiseberichtes möchten wir euch nun jeden Sonntag mit in die Tiefe nehmen und stellen euch so nach und nach jeden unser Safaritauchspots in einem Solobericht vor 😉
Kommt mit uns noch einmal auf die wundervolle Wracktour durch den Norden des Roten Meeres 🐠
Wir sehen uns nächste Woche bei Abu Nuhas, Leute :)

11/11/2021

Liebe Freunde des Tauchsports 🙂

Unsere Gruppe startete heute morgen nun endlich zur lang ersehnten Wracksafari. Fast sind wir auch schon am Ziel… aber halt auch nur fast!
Los ging es für die meisten von uns schon am Mittwoch, denn natürlich genießen auch wir jeden Minute Schlaf in der Nacht 🌑und so kam es zu einem geselligen Vorabend Check-in in Düsseldorf 🙂 Da wir heute morgen zeitig aufbrechen sollten, ging es ohne großes TamTam in die Betten und wir trafen uns heute morgen, mit zugegeben noch etwas kleinen Äuglein, wieder am Gate. Voller Vorfreude enterten wir die Boing, nahmen unsere Plätzen ein, wühlten noch 100mal durchs Handgepäck bis alles stimmte und los ging es! Trotz Gesichtsmasken war es alles in allem ein ruhiger, angenehmer Flug.Viele der Sitze blieben leer… als wir das obligatorische „ Boarding completet“ hörten hielt uns also nichts mehr zurück und wir machten es uns in zum Teil leeren Reihen gemütlich. Auch für unsere jüngste Mitreisende ( die erst vor kurzem ihre ersten zwölf Monate vollendete👶 ) lief diese aufregende, neue Art des Reisens vollkommen unproblematisch ab;)

In Hurghada angekommen rekelten wir uns erst einmal wohlig in der Sonne, ist es doch im Flughafen immer sehr gut klimatisiert🥶

Rein in den Bus und ab aufs Boot…oder aber ins Hotel, denn das Boot war noch nicht fertig! ⛴
Auf Grund eines Motorenschadens in der vergangenen Woche, müssen noch letzte Wartungsarbeiten getroffen werden.

Wir machen das beste aus aus Allem, schüttelten den Staub ab, tranken die ersten kleinen Bier🍻 an der Hotelbar, aßen was auf den Tisch kam 😅und lassen nun den Abend in der New Marina bei Sh**ha und Co ausklingen! Morgen geht es los!! 🐠🐟

Adresse

Memeler Straße 37
Emden
26725

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