09/02/2026
Damen / Oberliga
TSG – SSV Ulm 3:2 (19:25, 20:25, 25:18, 25:22, 15:13)
In der Oberliga zeichnet sich ein spannender Kampf um die Meisterschaft und den Klassenerhalt ab. Gab es in der Hinrunde ganz überwiegend Favoritensiege, hagelt es in der Rückrunde eine Überraschung nach der anderen. Für einen weiteren Paukenschlag sorgte die TSG beim Heimspieltag gegen Tabellenführer SSV Ulm. Wie so oft verlief der Beginn der Partie sehr ausgeglichen. Während Ulm über eine ausgezeichnete Technik verfügt, zeigte das Heimteam eine erneut starke kämpferische Einstellung. Zum Ende des ersten Satzes konnte sich der SSV entscheidend absetzen und diesen mit 25:19 für sich verbuchen. Auch in der Folgezeit blieb die TSG lange ebenbürtig, ließ aber wiederum eine kleine Serie der Gäste zu, die zum 20:25 für Ulm führte. Zur Freude der Zuschauer ließen sich die Filstälerinnen aber keineswegs entmutigen, sondern legten noch einmal eine Schippe drauf. Libera Stefanie Grün bot eine überragende Leistung in der Annahme und vor allem der Feldabwehr. Gemeinsam mit Carina Illi sorgte sie dafür, dass Zuspielerin Dragana Petrovic variabel und schnell ihre Angreiferinnen einsetzen konnte. Youngster Leonie Geck konnte ebenso zahlreiche Punkte beisteuern wie Diagonalangreiferin Antonia Schmid. Mit 25:18 gewann die TSG Satze drei überraschend deutlich. Das Team um Kapitänin Valeria Borgia legte sofort nach und bot dem Favoriten weiter Paroli. Mittelblockerin Marinela Mrkonjic konnte neben dem Block nun auch vermehrt im Angriff Akzente setzen. Als Ulm eine Serie mit 6 Punkten in Folge hinlegte, sah es kurzzeitig nach einem Sieg für die Gäste aus. Das Heimteam konterte jedoch mit einer leidenschaftlichen Abwehrleistung und kämpfte sich Punkt für Punkt bis zum 14:14-Ausgleich wieder heran. Immer wieder war es nun Sina Maunz, die mit spektakulären Schnellangriffen glänzte. Sie war wesentlich dafür verantwortlich, dass die TSG mit 25:22 den Entscheidungssatz erzwingen konnte. Eine kurze Schwächephase der Eislingerinnen nutzte Ulm zur 7:5-Führung im Tiebreak. Die folgende Einwechslung von Valeria Borgia erwies sich als Glücksgriff. Die Kapitänin steuerte ganz wichtige Punkte bei, wodurch sich die Gastgeberinnen mit 13:10 absetzen konnte. Beim Stand von 14:11 schien die Entscheidung zugunsten der TSG gefallen zu sein. Der Tabellenführer verkürzte aber mit starken Aktionen zum 13:14. Sina Maunz blieb es vorbehalten, ihre beste Saisonleistung mit dem verwandelten Matchball zu krönen. Wie eng die Partie war, zeigt auch die Verteilung der Ballpunkte. Auf dem Spielberichtsbogen hatte hier die TSG mit 104:103 hauchdünn die Nase vorn.
Für die TSG spielten: Valeria Borgia, Leonie Geck, Stefanie Grün, Carina Illi, Sarah Lubberhuizen, Sina Maunz, Marinela Mrkonjic, Dragana Petrovic, Antonia Schmid, Jessica Walter
Damen 2 / Bezirksliga
TSV Birkach - TSG II 3:1 (28:26, 24:26, 25:12, 25:17)
Die zweite Damenmannschaft der TSG hatte sich den Saisonverlauf deutlich anders vorgestellt. Nach zwölf Spielen steht das Team weiterhin ohne Punkte da, bei einem Satzverhältnis von 6:36. Der Abstieg in die Bezirksklasse ist damit bereits eine Tatsache. Der personelle Umbruch im Sommer wog schwer. Mehrere Leistungsträgerinnen verließen das Team, die entstandenen Lücken konnten trotz engagierter Neuzugänge bislang nicht vollständig geschlossen werden. Immer wieder wechseln sich gute Aktionen mit technischen Fehlern und Abstimmungsproblemen ab – ein Muster, das sich durch die bisherigen Spiele zieht und den letzten Tabellenplatz erklärt. Dennoch zeigte die Mannschaft auch beim Auswärtsspiel in Birkach, dass deutlich mehr in ihr steckt. Vor allem in den ersten beiden Sätzen präsentierte sich die TSG kämpferisch, mutig und mit spürbarer Energie. Lange Ballwechsel wurden genommen, Punkte hart erarbeitet und das Team erspielte sich verdient den Satzausgleich. Nach dem gewonnenen zweiten Durchgang riss der Faden jedoch. Konzentration und Intensität ließen nach, während der Gegner konsequenter agierte. Eislingen fand kaum noch Zugriff auf das Spiel und konnte nicht mehr an die starke Phase anknüpfen. Genau hier liegt der nächste Entwicklungsschritt: die eigene Leistung über einen längeren Zeitraum stabil abzurufen und auch nach Erfolgen fokussiert zu bleiben. Das Potenzial, Spiele in der Bezirksliga zu gewinnen, ist im Team klar erkennbar. Mit gegenseitiger Unterstützung, positiver Kommunikation und weiterem Trainingsfleiß kann die Mannschaft diese Qualität künftig konstanter auf das Feld bringen.
Für die TSG spielten: Valentina Gramlich, Noomi Schmidt, Ellen Martin, Vivienne Ballsieper, Anna Musa, Maxine Reichart, Alma P***a und Sofia Martens und Trainer: Fabian Müller
Herren / Verbandsliga
SV Fellbach II - 0:3 (21:25, 21:25, 21:25)
Die Verbandsliga präsentiert sich in dieser Saison äußerst ausgeglichen. Leichte Gegner, gegen die die TSG sicher Punkte einfahren kann, gibt es nicht. In der Hinrunde setzte es gegen die Topteams aus Ludwigsburg und Ellwangen jeweils klare 0:3-Niederlagen. Ansonsten gewann Eislingen alle Partien knapp, aber verdient mit 3:2. Fast alle: Die ärgerliche 2:3-Niederlage gegen Fellbach blieb im Gedächtnis. Im Rückspiel bot sich nun die Gelegenheit zur Revanche. Ein Blick auf das Punktesystem zeigt die Bedeutung eines klaren Erfolgs: Für ein 3:0 oder 3:1 gibt es drei Punkte, bei einem 3:2 erhält der Sieger nur zwei Zähler, der Verlierer immerhin noch einen. Gerade in der Rückrunde sind deshalb deutliche Siege wichtig, um frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern und sich in der Tabelle oben festzusetzen. Der Start in Fellbach verlief jedoch holprig. Die Annahme wackelte, ein sauberer Spielaufbau gelang zunächst selten und die TSG lief früh einem Rückstand hinterher. Schnell wurde aber deutlich, dass die Mittelangreifer an diesem Tag der Schlüssel sein würden – mit den schnellen Angriffen durch die Mitte hatte der SV Fellbach große Probleme. Dank kluger Regie von Zuspieler Phil Doll drehte Eislingen den ersten Satz noch und sicherte sich ein 25:21. Ganz anders begann Durchgang zwei. Eine starke Aufschlagserie von Fabian Müller brachte die TSG früh mit 11:6 in Führung. Fellbach kämpfte sich jedoch zurück, beim Stand von 18:18 nahm Trainer Dirk Faber seine zweite Auszeit. Die kurze Ansprache zeigte Wirkung. Anschließend übernahm Alex Illi von der Aufschlaglinie das Kommando. Seine Flatteraufschläge stellten die gegnerische Annahme vor große Probleme und ebneten den Weg zum nächsten 25:21-Satzgewinn. Im dritten Abschnitt galt es, den Druck hochzuhalten und ein erneutes Fünf-Satz-Spiel zu vermeiden. Eislingen startete zunächst verhalten, vor allem die Mittelangreifer kamen nicht mehr ganz so zur Geltung. In den langen Ballwechseln setzte sich jedoch zunehmend die bessere Defensive der TSG durch. Das Team um Libero Dimitri Wilhelm glänzte mit spektakulären Abwehraktionen und brachte zusätzliche Energie aufs Feld. Beim Stand von 21:18 sorgte schließlich Leonid Jurow mit einer entscheidenden Aufschlagserie für die Vorentscheidung. Zwei Auszeiten später segelte der letzte Fellbacher Aufschlag ins Aus – 25:21 auch im dritten Satz. Damit stand ein verdienter 3:0-Auswärtserfolg fest. Die Revanche war geglückt.
Für die TSG spielten: Rilind Kurtishaj, Jaycee Kurz, Tim Schneider, Dimitri Wilhelm, Swen Schuppler, Alexander Illi, Leonid Jurow, Philipp Doll, Maximilian Kelsch, Fabian Müller und Trainer Dirk Faber