27/01/2026
Ex-Landrat will Rechnungsprüfer in Sachen Linkenmühlenbrücke einschalten
Saalfeld/Altenroth. Hartmut Holzhey bittet Berliner Behörde um Prüfung, ob die Mehrkosten der aktuellen Variante vertretbar und zweckentsprechend sind
Von Thomas Spanier, Leiter Lokalredaktion
26.01.2026, 13:07 Uhr
Der Brief mit der Adenauerallee 81 in Berlin als Adressat ist fix und fertig vorbereitet. Darin bittet Ex-Landrat Hartmut Holzhey aus Saalfeld den Bundesrechnungshof um „Prüfung der zweckentsprechenden, wirtschaftlichen und sparsamen Verwendung von Bundesfördermitteln beim geplanten Wiederaufbau der Linkenmühlenbrücke über den Hohenwartestausee“. Angegeben ist das Förderkennzeichen für eine „Maßnahme im Rahmen der Radverkehrsförderung“.
In dem einseitigen Schreiben schildert der Stausee-Aktivist den Sachverhalt vom Bau der Vorgängerbrücke in den Kriegsjahren über die Sprengung durch die Wehrmacht bis zu den letztlich erfolgreichen Bemühungen um einen Wiederaufbau. Die jetzt favorisierte Planungsvariante als Hängebrücke mit Stützen sei mindestens 2 Millionen Euro teurer, als eine konventionelle Stahlverbundbrücke „mit deutlich besser Funktion“, so der frühere Transportunternehmer.
Unterstützung bei Bauplanung und -durchführung angeboten
Geprüft werden solle, „ob die derzeit favorisierte teurere Hängebrückenvariante mit den Förderkriterien der Bundes-Radfahrförderrichtlinie“ vereinbar sei, ob es eine transparente und nachvollziehbare Variantenprüfung gegeben habe und ob die Mehrkosten vertretbar und zweckentsprechend sind. Gerne übersende er auf Wunsch weitere Unterlagen wie Kartenmaterial, Ratsbeschlüsse und Pressemitteilungen zum Thema Brücke an der Linkenmühle.
In einem Begleittext zu dem Brief auf seiner Facebookseite schreibt Holzhey: „Da Landrat Wolfram tatsächlich weiter die Ramelowkrückenplanung weiter verfolgt, geht dieser Brief in den nächsten Tag raus. Ich glaubte wirklich, dass wir spätestens zur Fackelbrücke am 21.12. einen halbwegs Nenner gefunden haben und ich bot Anfang Januar beiden Landräten auch meine ehrenamtliche Unterstützung bei der Bauplanung und Baudurchführung an“. Ihm reiche es aber jetzt endgültig: „Und wenn durch diese Aktion der Brückenbau völlig in die Hose geht, ist mir das inzwischen auch egal. Für diesen ideologischen und sündhaft teuren Blödsinn haben wir nicht gekämpft“.